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Olympia in Rio ist schon ganz nahe

Die Seglerinnen Annika Bochmann aus Falkensee und Marlene Steinherr aus Berlin haben im Jahr 2015 alle ihre Ziele erreicht Olympia in Rio ist schon ganz nahe

Ein erfolgreiches Jahr 2015 liegt hinter den Seglerinnen Annika Bochmann aus Falkensee und Marlene Steinherr aus Berlin. In ihrer ersten Saison in einem Boot in der 470er Klasse der Frauen sicherten sie mit dem achten WM-Platz einen Nationenstartplatz für Deutschland bei den Olympischen Spielen im nächsten Jahr in Rio de Janeiro.

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Als Achte bei der WM in Israel sicherten Annika Bochmann (r.) und Marlene Steinherr in der 470er Klasse der Frauen das Olympia-Nationenticket für Deutschland.

Quelle: Sailing Energy/STG

Falkensee/Berlin. Der Olympiatraum der beiden Seglerinnen Annika Bochmann aus Falkensee und Nadine Steinherr aus Berlin nimmt immer realere Gestalt an. Erst ein Jahr sitzen die beiden Frauen in der 470er Klasse zusammen in einem Boot, doch der Teilnahme an den Sommerspielen im nächsten Jahr in Rio de Janeiro sind sie schon ganz nahe. Es fehlt quasi nur noch der letzte Schritt. Wenn die 24-jährige Steuerfrau Annika Bochmann und ihre sechs Jahre ältere Vorschoterin Marlene Steinherr bei der Europameisterschaft im nächsten Frühjahr in Palma de Mallorca eine Platzierung unter den ersten 15 erreichen, dürften sie das Olympiaticket in der Tasche haben. Endgültig klar ist aber alles erst, wenn ihre Nominierung durch das Nationale Olympische Komitee (NOK) für Deutschland erfolgt ist.

Es sieht derzeit aber sehr gut aus für Annika Bochmann und Marlene Steinherr. „Das Jahr 2015 lief für uns besser, als wir alle es erwartet hätten. Wir haben alles erreicht, was wir wollten“, zog Annika Bochmann im Gespräch mit der MAZ eine positive Bilanz. Das wichtigste Ziel war es, den Nationenstartplatz für Deutschland in Rio in ihrer Klasse zu sichern, in der bei den Spielen nur 20 Boote an den Start gehen dürfen. Das schafften Bochmann/Steinherr mit ihrem achten Platz bei der Weltmeisterschaft im Oktober in Haifa (Israel). „Als der Nationenplatz klar war, ist wahnsinnig viel Druck von uns abgefallen. Wir haben gemerkt, dass sogar noch mehr als Platz acht für uns drin gewesen wäre. Aber die WM hat uns echt nochmal ein ganzes Stück nach vorn gebracht“, sagte Annika Bochmann.

Damit meint sie die interne nationale Olympiaqualifikation in ihrer Bootsklasse, für die der Deutsche Segler-Verband (DSV) die Ergebnisse bei der EM 2015 in Aarhus (Dänemark), bei der WM in Israel und der EM im nächsten Jahr in Palma de Mallorca heranzieht. Da Bochmann/Steinherr als EM-Vierte in Aarhus und Achte in Haifa jeweils das beste deutsche 470er Boot der Frauen waren, liegen sie in dieser Wertung derzeit klar an der Spitze. Durch diese Ergebnisse qualifizierten sich Annika Bochmann und Marlene Steinherr auch für den DSV-Kader. „Und wir werden wohl wieder die TopTen-Förderung bekommen“, so Annika Bochmann. Dort war sie herausgefallen, weil sie im vorigen Jahr mit ihrer vorherigen Partnerin nicht die notwendigen Ergebnisse erreicht hatte. Marlene Steinherr, die 2012 die Olympiaqualifikation für London knapp verpasst hatte, war nicht drin in der Förderung, weil sie nach längerer Pause erst wieder mit Segeln als Leistungssport angefangen hat.

Nicht nur bei der EM und WM haben Bochmann/Steinherr in diesem Jahr gute Ergebnisse erzielt. Gleich zum Auftakt Ende März/Anfang April waren sie beim Weltcup in Palma de Mallorca auf Platz 20 bestes deutsches Team. „Für unsere erste Regatta war das gleich sehr gut“, meinte Annika Bochmann. Gleich danach beim Weltcup im Hyeres (Frankreich) kamen sie auf Platz acht und schafften damit die Qualifikation für die vorolympische Regatta in Rio de Janeiro, wo das deutsche Duo auf dem elften Platz einkam. Zum Saisonende nahmen Bochmann/Steinherr noch am Weltcup-Finale in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) teil und belegten dort den sechsten Rang.

Derzeit erholen sich die beiden Olympia-Kandidatinnen Annika Bochmann und Marlene Steinherr zu Hause in Falkensee und Berlin ein wenig von den Strapazen des zurückliegenden Jahres. Doch die neue Saison mit dem hoffentlich krönenden Abschluss in Rio de Janeiro wirft schon wieder ihre Schatten voraus. „Wir werden im Dezember noch in Spanien und Italien trainieren. Im Januar geht es dann wieder zum Training auf den Olympiakurs in Rio“, sagte Annika Bochmann. Bereits im Februar steht die Weltmeisterschaft in Argentinien an, die für das deutsche Team keine Bedeutung für die Olympiaqualifikation hat. Da es auch den Seglerinnen anderer Länder so geht, bleibt abzuwarten, wer alles an der WM teilnimmt. Im März/April folgen der Weltcup in Palma de Mallorca und unmittelbar danach an gleicher Stelle die EM, die zugleich die dritte und letzte interne deutsche Olympiaqualifikation ist. Weiter in den Planungen stehen der Weltcup in Hyeres im April, im Mai wieder Training in Rio und im Juni der Weltcup in England. „Eventuell nehmen wir dann auch noch an der Kieler Woche teil“, so Annika Bochmann. Ein Termin ist dann aber in ihrem Kalender und dem ihrer Teamkollegin ganz dick angestrichen: Am Mittwoch, dem 10. August, startet die olympische Segelregatta in der 470er Klasse der Frauen in Rio de Janeiro, von der die beiden Seglerinnen nur noch ein kleines Stück entfernt sind.

Von Axel Eifert

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