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Optik holt trotz Unterzahl einen Punkt

Rathenow spielt beim FSV Zwickau 1:1-Unentschieden Optik holt trotz Unterzahl einen Punkt

Die Reise hat sich gelohnt. Beim Auswärtsspiel gegen den FSV Zwickau spielen die Fußballer von Optik Rathenow trotz Unterzahl 1:1.

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Jakob Regulsiki (links) brachte Optik Rathenow in Zwickau bereits in der 9. Spielminute mit einem Schuss aus 30 Metern in Führung.

Quelle: Nico Roesenberger

Zwickau. Nach der jüngsten Niederlagenserie verbuchte der FSV Optik erstmals wieder einen Punktgewinn und tankte mit dem 1:1 beim FSV Zwickau Selbstvertrauen für die kommenden Wochen. Zum Feiern war Ingo Kahlisch aber trotz des Erfolges nicht zumute. Zum wiederholten Male war Optiks Trainer vom Unparteiischen auf die Tribüne verbannt worden und schimpfte anschließend über eine „katastrophale Schiedsrichterleistung.“ Der Grund für die Aufregung: Nach einem von Zwickaus Steffen Kellig angezettelten Tumult an der Außenlinie, in dessen Folge Salih Cetin mit Gelb-Rot vom Platz flog, war Kahlisch auf den Platz geeilt, um seine Spieler vor weiteren Unbedachtheiten zu schützen. Als „Belohnung“ verwies Eugen Ostrin auch ihn des Feldes.

Für Aufregung hatte Ostrin bereits einige Minuten zuvor mit einer fragwürdigen Entscheidung gesorgt. Auch hier stand Salih Cetin im Mittelpunkt, der einen Zwickauer Schuss im Strafraum mit der Hand abgewehrt haben soll. Für Optik ein Déjàvu-Erlebnis. Erneut drohte der Punktgewinn durch einen Standard und nach einem Elfmeter durch die Finger zu rinnen. Das wäre schon das fünfte Mal in dieser Saison gewesen, und das trotz einer durchaus konzentrierten und überzeugenden Leistung vom Anpfiff an.

Nach den zusätzlichen Ausfällen von Kesavan, Leroy und Tsiatouchas war Kahlisch zu einigen Umstellungen gezwungen. Doch trotz der zum Teil improvisierten Aufstellung mit Kapan neben Regulski auf der Sechserposition und Owczarek in der Angriffsspitze wussten die Rathenower durchaus zu gefallen. Von fehlendem Selbstvertrauen nach den fünf Niederlagen in Folge keine Spur. Im Gegenteil. Mit dem kräftigen Wind im Rücken legte Optik los wie die Feuerwehr. Bereits in der 5. Minute hatte Wilcke mit einer abgerutschten Flanke auf die Lattenoberkante für das erste Achtungszeichen gesorgt. Vier Minuten später die Rathenower Führung. Regulski hatte sich 30 Meter vor dem Tor ein Herz gefasst. Mit Windunterstützung senkte sich der Ball hinter dem verdutzten Marian Unger zum 0:1 ins Tor. In der Folge ging es in einem nicht hochklassigen, aber sehr abwechslungsreichen Spiel rauf und runter. Sowohl Zwickau als auch Optik hatten gute Gelegenheiten.

Nach der Elfmeterentscheidung und dem 1:1 durch Manuel Stiefel drohte Optik das Spiel zu entgleiten. Nur wenige Minuten nach dem Ausgleich konnte Hakan Cankaya einen Kopfball von Weis gerade noch auf der Linie klären. Doch die Havelländer berappelten sich und hatten durch den fleißigen Huke anschließend zweimal die Führung auf dem Fuß. Nach Cetins Platzverweis begann zwar das große Zittern. Doch mit aufopferungsvollem Kampf – Ismaili musste mit Krämpfen ausgewechselt werden, Cankaya und Coric warfen sich mutig in die Schussbahnen, Begzadic parierte einen Kellig-Freistoß mit einer sensationellen Parade – rettete Optik das 1:1 verdient über die Zeit.

Optik: Begzadic - Bahr, Coric (G), Cetin (70. G/R), Wilcke - Regulski, Kapan - Huke (G), Cankaya, Ismaili (84. Turhan) - Owczarek (66. Hellwig)

Von Nico Roesenberger

Trainerstimmen

  • Ingo Kahlisch: „Wir haben ein paar schwere Wochenenden hinter uns, an denen wir nicht gepunktet haben. Heute hatten wir den Alltag wieder. Es ist für uns zurzeit sehr schwierig, über 90 Minuten unsere Spiele durchzubringen. Dazu kommt, dass man mit den Schiedsrichterleistungen in den letzten Wochen in unseren Spielen nicht zufrieden sein kann. Wenn ich so einen Elfmeter gegen uns kriege, den wünsche ich keinem Gegner. Das haben wir jede Woche. Aber wir haben heute einen Punkt mitgenommen, der ist gut für die Moral. Zur Gelb-Roten Karte noch ein Wort. Der Kellig ist clever. Er provoziert, das gehört im Fußball dazu. Meine Jungs müssen dann einfach weggehen. Nun fehlt uns nächste Woche wieder ein Abwehrspieler. Aber jetzt haben wir erstmal wieder einen Punkt für den Klassenerhalt geholt.
  • Torsten Ziegner: „Ich habe in der ersten Halbzeit kein sonderlich gutes Spiel von uns gesehen. Wir wollten defensiv relativ souverän spielen, wollten dann in der Offensive mit viel mehr Power agieren. Das ist uns nicht gelungen. In der zweiten Halbzeit haben wir das besser gemacht und haben ein schnelles Ausgleichstor geschossen. Allerdings haben wir es nicht geschafft, nachzulegen. Rathenow hat sich zusammengerauft, sehr tief gestanden und einer war für den anderen da. Was man uns nicht vorwerfen kann, ist mangelndes Engagement. Aber fußballerisch läuft es zurzeit sehr holprig. Gründe dafür sind fehlende Erfolgserlebnisse in der Vergangenheit und das Pokalaus, das uns schon geschockt hat. Die Jungs haben jetzt hier nicht die superbreite Brust. Trotzdem wollten wir gewinnen. Wir werden weitermachen und uns wieder Siege erarbeiten. Da haben wir nächste Woche beim Tabellenführer eine gute Möglichkeit. Dann sind wir mal in der Außenseiterrolle. Vielleicht können die Jungs dann etwas befreiter aufspielen und haben nicht soviel Druck von außen.
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