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Post wird verkauft, Service bleibt bestehen

Rathenow Post wird verkauft, Service bleibt bestehen

Die Deutsche Telekom AG plant, das Rathenower Postgebäude im nächsten Jahr zu verkaufen. Das Dienstleistungszentrum für die Bevölkerung bleibt aber vorerst erhalten. Die aktuellen Mietverträge der Deutschen Post und der Postbank gelten noch für zwei Jahre bis Ende 2018.

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Das Rathenower Postgebäude mit dem markanten „Baum des Lebens“ soll im nächsten Jahr verkauft werden.

Quelle: Bernd Geske

Rathenow. Dem trüben November blieb die weniger schöne Nachricht vorbehalten, dass die Deutsche Telekom AG das Rathenower Postgebäude an der Wilhelm-Külz-Straße 1 verkaufen will. In der hoffnungsfrohen Adventszeit kann nun die angenehme Mitteilung nachgereicht werden, dass alle Dienstleistungen für die Bevölkerung bis auf Weiteres erhalten bleiben. Bereits umlaufende Gerüchte, die Postfiliale werde möglicherweise geschlossen, haben sich nicht bestätigt.

Ein Zustell-Stützpunkt für Briefe und Pakete

Wie Tina Birke, bei der Deutschen Post DHL Group in Berlin die Pressesprecherin für die Länder Brandenburg und Sachsen, auf Nachfrage mitgeteilt hat, betreibt das Unternehmen in dem Gebäude einen Zustell-Stützpunkt für Briefe und Pakete. Die Fahrzeuge für die hiesige Region werden dort beladen. Tina Birke sagt, dass die Deutsche Post dort einen Mietvertrag hat, der noch für zwei Jahre bis zum 31. Dezember 2018 gilt. Eine Vertragsbedingung der Verkaufsofferte ist, dass die bestehenden Mietverhältnisse erhalten bleiben. Was die Deutsche Post DHL nach dem Ende des jetzt laufenden Mietvertrags mit dem Standort Rathenow machen wird, erklärt Pressesprecherin Tina Birke, das könne sie heute nicht sagen. Sicher sei aber auf jeden Fall, dass das Unternehmen seinen jetzigen Mietvertrag erfüllen wolle.

Die Dienstleistungsfiliale im Postgebäude, die der direkte Anlaufpunkt für die Bevölkerung ist, gehört aber nicht zur DHL Group, teilt die Pressesprecherin der Deutschen Post mit. Das sei ein Finanzcenter der Postbank, die zur Deutschen Bank gehört. Der Begriff „Deutsche Bank“ lässt Westhavelländer aufhorchen, denn dieses Unternehmen hat beschlossen, ihre Rathenower Filiale an der Karl-Liebknecht-Straße im nächsten Jahr zu schließen. Tim Rehkopf, Pressesprecher der Postbank-Zentrale in Bonn, erklärt aber, dass dort für den Standort Rathenow aktuell keine Änderung vorgesehen sei. „Rathenow ist ein wichtiger Standort für die Postbank“, betont Tim Rehkopf, „und er soll auch erhalten bleiben.“ Man würde gern daran festhalten und habe einen gültigen Mietvertrag bis Ende 2018.

Kaufpreis 890 000 Euro

Im Exposé für den Verkauf der Rathenower Post-Immobilie werden als Preis 890 000 Euro verlangt.

Die Mieteinnahmen werden gegenwärtig mit 110 000 Euro im Jahr angegeben.

Die Telekom hat zur Bedingung gemacht, vom neuen Eigentümer einen Mietvertrag über zehn Jahre zu erhalten. Dazu die Option für viermal fünf Jahre.

Die Mietverträge der Deutschen Post und der Postbank laufen bis Ende 2018 und können mit der Frist von einem Jahr zum Monatsende gekündigt werden.

Das Postgebäude wurde 1883 fertiggestellt und hat Erweiterungen von 1934 und 1966.

Das Berliner Unternehmen Corpus Sireo ist von der Deutschen Telekom beauftragt worden, den Verkauf der Rathenower Post-Immobilie zu regeln. Die Telekom selbst hat sich ausbedungen, bei einem Verkauf vom neuen Besitzer einen Mietvertrag über zehn Jahre zu erhalten – verbunden mit der Option über viermal fünf weitere Jahre. Der Deutschen Post und der Postbank könnte laut Verkaufsprospekt jedoch bereits mit einer Frist von einem Jahr zum Monatsende der Mietvertrag gekündigt werden.

Als Preis für die Immobilie werden 890 000 Euro verlangt. Das Grundstück ist 3 500 Quadratmeter groß und das Gebäude hat eine Mietfläche von 3 300 Quadratmetern. Von Corpus Sireo war zu erfahren, dass man sich „in engen Verkaufsverhandlungen“ mit Interessenten befindet. Man rechne mit einem Verkauf im nächsten Jahr.

Von Bernd Geske

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