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Premiere für die TSV-Turnerinnen

Falkenseer Mädchen starteten erstmals bei Wettkampf mit internationalen Wertungsvorschriften Premiere für die TSV-Turnerinnen

Eine Premiere gab es für fünf Turnerinnen vom TSV Falkensee beim 10. Rudi-Matzke-Pokal in Berlin. Dort nahmen sie erstmals an einem Wettkampf teil, bei dem die Regeln des „Code de Pointage“ angewendet werden. Dieses internationale Wertungssystem wird auch bei großen Wettkämpfen wie Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen angewendet.

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Lena Schielke vom TSV Falkensee zeigte in ihrer Bodenübung auch einen Durchschlagssprung.

Quelle: FOTO: Privat

Berlin. Sehr aufgeregt waren die fünf Turnerinnen des TSV Falkensee vor ihrem Start beim 10. Rudi-Matzke-Pokal in Berlin. In der Gretel-Bergmann-Sporthalle traten dabei in diesem Jahr sechs Mannschaften aus der Schweiz, aus Österreich, Baden-Württemberg, Brandenburg und Berlin gegeneinander an. Das Besondere an diesem Wettkampf – es wird nach den Regeln des „Code de Pointage“ geturnt. Das bedeutet, dass die gleichen Anforderungen gestellt werden, die auch die Turnelite bei Olympischen Spielen erfüllen muss.

Nach intensivem Training in den vergangenen Wochen, in denen schwierige Elemente in die Übungen eingebaut wurden, stieg bei den Falkenseer Mädels die Spannung, ob sie diese auch im Wettkampf abrufen können würden.

Der Wettkampf begann für die TSV-Turnerinnen am Schwebebalken, wo sie leider einige Stürze hinnehmen mussten. Nur Anna Kaunath (21. Platz) kam fast problemlos durch ihre Übung und wuchs dabei über sich hinaus, indem sie Elemente zeigte, die sie zuvor im Training noch nie ohne Hilfsmittel geturnt hatte.

Am Boden überzeugten dafür alle Falkenseer Turnerinnen mit schwierigen Sprüngen und Drehungen, die ihnen zu einem hohen Ausgangswert und letztlich auch zu guten Ergebnissen verhalfen. Besonders Vanessa Wäsch (28.) überzeugte mit ihrer ausdrucksstarken und sauber geturnten Übung.

Größere Probleme hatten die Falkenseerinnen jedoch am Stufenbarren. Dort konnten sie zum Großteil die geforderten Elemente noch nicht zeigen und ließen somit Punkte an diesem Gerät. Lena Schielke (25.) erhielt hier für ihre technisch saubere Übung die höchste der Falkenseer Wertungen. Hervorzuheben ist außerdem die Leistung von Luka Hoffmeister an diesem Gerät. Sie turnte mit Abstand die schwierigste Barrenübung, in der sowohl Riesenfelgen als auch eine halbe Schraube im Abgang enthalten waren. Auch an den anderen Geräten zeigte Luka Hoffmeister hervorragende Leistungen und leistete sich nur kleine Fehler. Als beste Falkenseerin erreichte sie den 18. Platz im Einzelmehrkampf.

Solide Leistungen zeigten hingegen alle am letzten Gerät, dem Sprung, wobei besonders Leonie Schipke (20.) mit einer hohen Wertung belohnt wurde. Als jüngste Teilnehmerin des Wettkampfs turnte sie an allen Geräten mit die schwierigsten Elemente und dabei durchweg sehr stabile Übungen. Insgesamt konnten die fünf Turnerinnen vom TSV Falkensee nicht alle im Training erarbeiteten Leistungen zeigen, weshalb es im Vergleich zur hochkarätigen Konkurrenz zum Teil noch an hohen Ausgangswerten und soliden Übungen fehlte.

Für das Publikum schön anzusehen waren zahlreiche Schrauben am Boden und Flugteile am Stufenbarren, an denen die Falkenseer Turnerinnen weiter fleißig trainieren werden. Obwohl es am Ende den sechsten Platz belegte, hat das TSV-Quintett eindeutig bewiesen, dass es bei solchen internationalen Wettkämpfen auf hohem Niveau mithalten kann. Besonders vor dem Hintergrund, dass es für die Falkenseer Turnerinnen der erste Wettkampf nach dem Wertungssystem des Code de Pointage war, können alle mit ihren Leistungen zufrieden sein und einzigartige Erfahrungen von diesem Wettkampf mitnehmen.

Von Josephine Lasota

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