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SG verliert vorerst letztes Verbandsliga-Heimspiel

Handball- SG Westhavelland SG verliert vorerst letztes Verbandsliga-Heimspiel

Sie hatten sich so viel vorgenommen. Die Handballer der SG Westhavelland wollten ihrem scheidenden Trainer Peter Reckzeh einen Sieg im letzten Heimspiel der Saison schenken. Doch daraus wurde nichts, was teilweise auch an kuriosen Schiedsrichterentscheidungen lag.

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So sehr sich Daniel Zarbock (r.) auch mühte, auch er konnte die Niederlage nicht verhindern.

Quelle: Christoph Laak

Rathenow. Die Enttäuschung war in der Halle deutlich zu vernehmen. Die Verbandsliga-Handballer haben ihr letztes Heimspiel der Saison mit 19:24 gegen den Grünheider SV II verloren und damit ihrem scheidenden Trainer Peter Reckzeh keinen schönen Abschluss vor eigenem Publikum beschert. Vor dem Spiel wurde Reckzeh vom Vorstand der SG verabschiedet und ihm für seine zweijährige Arbeit gedankt. Ein neuer Trainer stehe noch nicht zu 100 Prozent fest, hieß es aus Vereinskreisen.

Auch am Wochenende zeigte sich wieder das größte Manko der SG in dieser Saison. Während die Gäste mit 13 Spielern antraten, hatten die Westhavelländer gerade zwei Wechsler zur Verfügung, wobei Jens Riedel mal wieder aushalf. Schon früh zeigte sich, dass die Zuschauer kein schönes Handballspiel erwarten konnten. Auf beiden Seiten gab es zahlreiche technische Fehler zu sehen, so dass die SG erstmals nach fünf Minuten einen Treffer erzielte. Schleppend ging es im Gleichschritt durch die erste Halbzeit (5:5, 17.). Danach konnten sich die Randberliner, bedingt durch Zeitstrafen gegen die SG, erstmals auf drei Treffer absetzen (7:10). Doch die Gastgeber setzten viel Kampf dagegen und kamen nach Treffern von Riedel, Dohrn und Köpke zum Ausgleich (10:10, 27.). Nach weiteren technischen Fehlern ging die SG mit einem 11:13-Rückstand in die Pause.

In der Halbzeit forderte Peter Reckzeh die Fehler zu minimieren. Dann sei ein Sieg gegen einen sicherlich auch nicht starken Gegner möglich. Doch auch nach der Pause wurden fleißig weiter die Bälle weggeworfen. Bis zum 14:16 durch Daniel Zarbock blieb die Mannschaft aber immerhin auf Tuchfühlung (39.). Kurz danach fiel die Anzeigentafel an, so dass die Mannschaften nun ohne Uhr auskommen mussten. Ab diesem Zeitpunkt, fiel das Niveau einer ohnehin „schwachen Verbandsliga-Partie“, so Reckzeh, noch deutlicher ab. Erschwerend für die Westhavelländer kam hinzu, dass Köpke nach seiner dritten Zwei-Minuten-Strafe zum Duschen geschickt wurde. Die SG stand nun permanent in Unterzahl auf der Platte. „Ich habe schon lange keinen Schiedsrichter mehr erlebt, der solch ein Selbstdarsteller ist“, rang Peter Reckzeh nach dem Spiel mit den Worten. Obendrein folgte Erik Dohrn, wenig später Stefan Köpke ebenfalls nach einer Roten Karte auf die Tribüne. Dementsprechend plätscherte die Partie über die Zwischenstände 15:20, 17:21 und 18:23 dem Ende entgegen. Letztlich musste sich die SG mit 19:24 geschlagen geben. „Ich hätte mir für mein letztes Heimspiel ein anderes Ergebnis gewünscht. Wir haben das Spiel in der ersten Hälfte verloren, weil wir zu viele Fehler gemacht haben. Die Rote Karte gegen Stefan Köpke hat dann das Spiel endgültig in die Grünheider Richtung kippen lassen. Wir haben sportlich den Klassenerhalt geschafft, das war am Ende das Wichtigste“, so Peter Reckzeh nach dem Spiel. Er werde sicher eine neue Aufgabe übernehmen, welche das sein wird, stehe noch nicht fest, verriet der scheidende Trainer.

Unterdessen wurde bekannt, dass die SG in der neuen Saison in der Landesliga spielen wird. Angesichts der angespannten personellen Situation haben sich die Verantwortlichen entschieden, das Spielrecht für die Verbandsliga nicht in Anspruch nehmen zu wollen und stattdessen eine Liga tiefer einen Neuanfang zu starten.

Bedanken möchte sich die SG beim Genuss-Catering Premnitz, welches die Ausstattung für den Hallenausschank unkompliziert zur Verfügung stellte.

Von Christoph Laak

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