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Olympia in Rio wieder ein Stück näher

Bochmann/Steinherr EM-Vierte und deutsche Meisterinnen Olympia in Rio wieder ein Stück näher

Hinter den beiden Seglerinnen Annika Bochmann aus Falkensee und Marlene Steinherr aus Berlin liegt ein überaus erfolgreicher Monat. In der olympischen 470er Klasse der Frauen kamen sie bei der Europameisterschaft im dänischen Aarhus auf den vierten Platz und holten sich anschließend in Warnemünde noch den deutschen Meistertitel.

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Steuerfrau Annika Bochmann (r.) und ihre Vorschoterin Marlene Steinherr.

Quelle: Privat

Falkensee/Warnemünde . Annika Bochmann aus Falkensee und die Berlinerin Marlene Steinherr segelten in den vergangenen Wochen auf einer Erfolgswelle. Nach dem hervorragenden vierten Platz bei der Europameisterschaft in der olympischen 470er Klasse im dänischen Aarhus holten sie sich bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften, die im Rahmen der 78. Warnemünder Woche ausgetragen wurden, in ihrer Bootsklasse den Titel. Bei der Regatta, bei der Frauen und Männer gemeinsam an den Start gingen, kamen Bochmann/Steinherr in der Gesamtwertung in einem hochkarätigen Starterfeld mit insgesamt 29 Teams auf den zweiten Platz. Die beiden Frauen mussten nur den frisch gebackenen Männer-Europameistern Ferdinand Gerz/Oliver Szymanski (München/Kiel) den Vortritt lassen. Den dritten Platz bei den nationalen Titelkämpfen, bei denen an zwei Tagen sieben Wettfahrten bei wechselnden Bedingungen ausgetragen wurden, belegten Malte Winkel/Matti Cipra (Schwerin/Wismar). An den ersten beiden Tagen waren vor Warnemünde wegen Sturms keine Rennen möglich.

„Mit unseren Leistungen des vergangenen Monats sind wir mehr als zufrieden“, schrieben Annika Bochmann und Marlene Steinherr auf der Facebook-Seite ihres Segelteams. Damit meinten sie auch das Abschneiden bei der Europameisterschaft, die nach der ersten Juli-Woche in Aarhus zu Ende gegangen war. Trotzdem war das deutsche Duo glücklich über den vierten Platz, mit dem die 23-jährige Steuerfrau Annika Bochmann und ihre sechs Jahre ältere Vorschoterin Marlene Steinherr die Führung in der dreigeteilten internen deutschen Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro im nächsten Jahr in ihrer Bootsklasse übernommen haben.

Bochmann/Steinherr lieferten bei der offen ausgeschrieben EM in Aarhus, bei der auch nichteuropäische Boote am Start waren, eine sehr konstante Leistung ab. In neun der insgesamt zehn Wettfahrten kamen sie unter den ersten Zehn in das Ziel. Nur im sechsten Rennen belegten sie lediglich den 20. Platz, was ihr Streichergebnis war. So schafften Bochmann/Steinherr in dem Feld der insgesamt 47 Frauen-Boote relativ problemlos den Einzug in die Finalrunde. Als Sechste qualifizierten sie sich für das Medaillenrennen, in dem sie ihre Platzierung verteidigen konnten.

Da die Olympiasiegerinnen Jo Aleh/Polly Powrie aus Neuseeland Gesamt-Erste und die US-Amerikanerinnen Annie Haegar/Briana Provancha Dritte wurden, kamen Annika Bochmann und Marlene Steinherr in der EM-Wertung auf Rang vier. Den Europameistertitel sicherten sich Tina Mrak und Veronika Macarol aus Slowenien vor den Französinnen Camille Lecointre/Helene Defrance und Sophie Weguelin/Eilidh McIntyre aus Großbritannien.

Auf dem vierten Platz waren Annika Bochmann und Marlene Steinherr bestes deutsches Team bei der EM in Aarhus, welche die erste Station der internen nationalen Olympiaqualifikation für Rio de Janeiro im nächsten Jahr war. Als zweitbeste deutsche Mannschaft kamen Nadine Böhm und Ann-Christin Goliass aus Tutzing (Bayern) auf den siebenten Rang. Die weiteren Stationen der deutschen Olympiaqualifikation in der 470er Klasse der Frauen sind die WM im Oktober in Israel und die EM im nächsten Jahr in Palma de Mallorca. Allerdings muss ein deutsches Boot in dieser Klasse bei der WM noch einen der insgesamt nur 20 Nationenplätze für Rio de Janeiro holen.

Trotzdem sieht es für Annika Bochmann und Marlene Steinherr aktuell recht gut aus, was den Olympiastart im nächsten Jahr in Rio angeht. Im August nehmen beide an der vorolympischen Regatta in der brasilianischen Metropole teil. Dafür hatten sie sich mit ihrem achten Platz beim Weltcup im April in Hyeres (Frankreich) qualifiziert.

Von Axel Eifert

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