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Tolles Erlebnis für Kanuten

Rathenower Kanuten nehmen an Deutschen Meisterschaften teil Tolles Erlebnis für Kanuten

Insgesamt sieben Athleten Rathenower Wassersportverein Kanu nahmen an den Deutschen Meisterschaften in München teil. Auch wenn es zu den Plätzen ganz vorne nicht reichte, war es für alle Teilnehmer eine super Erfahrung.

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Hannes Kladivo, Jonas Kroschinsky, Paul Hinzmann und Kristian Kube waren für Rathenow am Start.

Quelle: Foto: privat

München. Direkt im Anschluss an die Weltmeisterschaften im Kanurennsport auf dem Lago Indroscalo in Mailand traf sich die deutsche Kanu-Elite in München auf der Olympiastrecke von 1972 zu den 94. Deutschen Kanu-Rennsport-Meisterschaften. Wer hier starten wollte, musste sich bei den Regionalmeisterschaften über eine Finalteilnahme qualifizieren. Vom Rathenower Wassersportverein 1922 Kanu waren insgesamt sieben Sportler dabei und haben sich durch ein verstärktes Training in den Ferien auf diesen Höhepunkt vorbereitet.

Am Montag, den 24. August, ging die Reise dann nach München und nachdem das Zeltlager für die Meisterschaftswoche errichtet wurde, hatten die Sportler zwei Tage Zeit sich an die Wasser- und Streckenverhältnisse zu gewöhnen. Die großen Tribünen und das klare türkisfarbene Wasser waren schon beeindruckend. Den ersten Einsatz hatte Luca Goldau im Mehrkampf der Schüler A des Jahrgangs 2002. Hier wird der vielseitigste Sportler in den Disziplinen Ballschocken, Schlängellauf, 1500-m-Lauf und den Bootsstrecken 100 m und 1000 m ermittelt. Hier konnte Luca sein derzeitiges Leistungsvermögen abrufen und landete am Ende von den 30 angetretenen Startern auf dem guten 22. Platz. Luca durfte dann im K4 über die 500-m-Strecke noch einmal an den Start. Im dritten K4 der Landesauswahl, der mit Sportlern des jüngeren Jahrgangs besetzt war, galt es in erster Linie Erfahrungen zu sammeln und Meisterschaftsluft zu schnuppern. Mit Platz acht im Vorlauf verfehlten sie aber den Einzug in die nächste Runde knapp. Arne Kroschinsky ging ebenfalls für die Landesauswahl an den Start. Mit seinem Zweierpartner Johannes Barth aus Potsdam belegte er über die 500-m-Strecke im Finale der besten Neun einen sehr guten 5. Platz. Auch im K4 über 500 m ging Arne an den Start. Als Schlagmann führte er die 2. Mannschaft der Landesauswahl Brandenburg ins Finale und dort auf den 6. Platz.

Im Jugendbereich sind die Möglichkeiten für die Rathenower Kanuten mit den Sportlern der Sportschulen und größeren Clubs mitzuhalten doch recht begrenzt. Umso erfreulicher war es, das sich mit Hannes Kladivo, Jonas Kroschinsky, Kristian Kube, Paul Hinzmann und Max Großer gleich fünf Sportler für die Teilnahme in München qualifizieren konnten. So ging Hannes im K1 über die 1000 m an den Start und verfehlte den Einzug ins Halbfinale nur knapp. Mit seinem Zweierpartner Jonas lief es dann schon besser. Hier konnten sie sich als Mannschaft sicher für das Halbfinale qualifizieren. Mit der 18. Zeit im Halbfinale verfehlten sie dann aber die Finalteilnahme. Auch im K4 über die 500-m-Distanz war ein Rathenower Boot am Start. In der Besetzung Hannes Kladivo, Jonas Kroschinsky, Paul Hinzmann und Kristian Kube konnte sich auch dieses Boot ins Halbfinale fahren. Hier fehlten dann am Ende zwei Sekunden zum Finaleinzug. Mit der gefahrenen Zeit von 3:37,06 Minuten über 1000 m konnten jedoch alle zufrieden sein.

Am Freitagnachmittag bot sich eine Lücke im Wettkampfprogramm, einen Abstecher in die Münchner Innenstadt zu machen. Mit einem Besuch des Olympiaturms hatten alle einen tollen Blick auf München und den Olympiapark von 1972, am Eisbach konnten Surfer beim Wellenreiten bestaunt werden und ein Bummel durch die Innenstadt rundete den Ausflug ab. Das war eine willkommene Abwechslung.

Der Sonntag war für die Langstreckenrennen reserviert. Hier kamen alle Rathenower Kanuten noch einmal zum Einsatz. Luca Goldau wurde im K4 über 2000 m Neunter, Arne Kroschinsky ebenfalls im K4 undankbarer Vierter und verfehlte damit nur knapp eine Medaille. In der Jugend belegten Jonas Kroschinsky, Hannes Kladivo, Paul Hinzmann und Kristian Kube im K4 der Jugend über 5000 m den 8. Platz und Max Großer landete im K1 über die gleiche Strecke auf dem 12. Platz.

Auch die beim KC Potsdam trainierenden Sportschüler aus Rathenow konnten sich gut präsentieren. Für Finn Eidam ging es in der Leistungsklasse um die Qualifikation zur Europameisterschaft der U 23. Diese ist ihm auch gelungen und er wird in diesem Jahr noch international zum Einsatz kommen. Cathy Rabbach wurde im Mehrkampf der Schülerinnen A Fünfte, wollte aber trotzdem nicht so richtig zufrieden sein: „Die 1000-m-Strecke im K1 hätte besser sein können“. Über die 2000-m-Distanz konnte sie mit ihrer Mannschaft Vierter werden. Casper Schneider saß mit Arne im K4 der Landesauswahl der Schüler A und konnte über 500 m den 6. Platz und über 2000 m den 4. Platz ergattern.

München, mit seiner eindrucksvollen Regattaanlage und der sehenswerten Innenstadt, wird allen in guter Erinnerung bleiben.

Von Mathias Kolberg

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