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Überraschungssieger und Wiederholungstäter

Sportlerehrung im Landkreis Havelland Überraschungssieger und Wiederholungstäter

Ein kleines Jubiläum erlebte die inzwischen traditionelle Sportlerehrung des Havellandes, die am vergangenen Sonnabend bereits zum 20. Mal stattfand. Bereits im Jahr 1998 hatte die erste Auszeichnungsveranstaltung ebenfalls in der Brandenburghalle im MAFZ-Erlebnispark in Paaren im Glien stattgefunden.

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Bei den jüngsten Mannschaften auf Kreisebene siegten die Leichtathletik-Mädchen der Dachsberg-Schule Premnitz vor zwei Turn-Teams des TSV Falkensee.

Quelle: Christoph Laak

Paaren im Glien. Ein kleines Jubiläum erlebte die inzwischen traditionelle Sportlerehrung des Havellandes, die vom Kreissportbund zusammen mit der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ), der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS) und dem Landkreis Havelland ausgerichtet wird. Sie fand am vergangenen Sonnabend zum 20. Mal statt.

Im Jahr 1998, als die Veranstaltung beim ersten Mal auch schon in der Brandenburghalle des MAFZ-Erlebnisparks in Paaren im Glien über die Bühne ging, waren viele der diesmal jungen geehrten Sportler noch lange nicht geboren. Es gibt aber auch Athleten, die schon bei der Premierenehrung vor 20 Jahren mit dabei waren. So war Schwimmerin Christel Schulz von der SG Einheit Rathenow schon damals zur Sportlerin des Jahres 1997 im Havelland bei den Frauen noch mit den Stimmen der MAZ-Leser der Ausgaben Nauen und Rathenow gewählt worden. Bowlingspieler Tobias Gäbler vom TSV Chemie Premnitz, diesmal Dritter mit der Mannschaft, war vor 20 Jahren bei den Männer Zweiter hinter dem unvergessenen Volksläufer Werner Bünger vom VfL Rathenow.

Doch es gibt auch wesentlich jüngere „Wiederholungstäter“. So standen die B-Juniorenkicker vom SV Falkensee-Finkenkrug und die Bogenschützen Alina Golze und Benedikt Prume in ihren Altersklassen schon vor einem Jahr auf dem obersten Treppchen. Weiterhin gab es auch einige Erstplatzierte, die damit wohl nicht gerechnet hatten. So war der Jubel bei den Rollhockeyspielern von Motor Falkensee und den Volleyball-Frauen des SV Hohennauen über ihre Titelgewinne besonders groß.

Leider blieben auch in diesem Jahr wieder einige Podestplätze unbesetzt und damit sind nicht die Sportler gemeint, die am Tag der Ehrungsveranstaltung zu Wettkämpfen unterwegs sind. Bei den auf Kreisebene erfolgreichen Nachwuchsmannschaften im Alter von zwölf bis 19 Jahren gab es keinen einzigen Vorschlag eines Sportvereins aus dem Landkreis. Und auch bei den Frauen und Männern auf Kreisebene hatte in diesem Jahr nur die Schützengilde Nennhausen Vorschläge eingereicht. Es gibt sicherlich in diesen, aber auch in den anderen Kategorien noch viele weitere Sportler, die eine Ehrung verdient gehabt hätten.

Denn die Athleten aus dem Havelland waren auch im Jahr 2016 wieder auf allen Ebenen sehr erfolgreich. Die absoluten Highlights im vorigen Jahr waren der Sieg der deutschen Handball-Männer bei der EM in Polen, die Fußball-EM und die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. Dort waren mit Seglerin Annika Bochmann, Geher Nils Brembach und Rennkanute Ronald Rauhe sogar gleich drei Sportler aus Falkensee mir dabei.

Daran erinnerte Landrat Roger Lewandowski, der erstmals in seiner Funktion an der Sportlerehrung teilnahm, in seinem Grußwort. Er hob darin den hohen Stellenwert des Sports im Landkreis hervor, denn erstmals seien dort über 19 000 Sportlerinnen und Sportler in 152 Vereinen organisiert, Lewandowski sicherte die weitere Förderung des Sports durch den Landkreis zu. So werde auch der Goldene Plan Havelland im Jahr 2017 fortgeführt, sagte er. Dieses Programm gibt es seit 2009 und in dieser Zeit sind insgesamt 3,1 Millionen Euro ins bisher 98 Vereins-Projekte zum Neubau und zum Erhalt der Sportstätten geflossen.

Am Rande der Sportlerehrung wurde auch die Sponsorenvereinbarung zwischen dem Kreissportbund und der MBS um ein weiteres Jahr verlängert. Das Geld wird zur Durchführung zahlreicher Sportveranstaltungen wie der Kreisolympiade junger Sportler verwendet.

Von Axel Eifert

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