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Alexander Rambow meldet sich zurück

Deutscher Tourenwagen-Cup Alexander Rambow meldet sich zurück

Der Zehdenicker sitzt nach einjähriger Motorsport-Abstinenz wieder am Steuer eines Tourenwagen. Beim Saisonauftakt in Oschersleben gelingt ihm zum Comeback gleich ein Podestplatz. Nun soll der Wagen weiterentwickelt werden. Dann sei noch in dieser Saison der ganz große Wurf möglich, glaubt Alexander Rambow.

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Mischte im neuen Rennwagen gleich wieder vorne mit: Alexander Rambow mit seinem 300-PS-Boliden Kia Pro Cee’d GT.

Quelle: Dohnke

Oschersleben/Zehdenick. Alexander Rambow ist zurück. Am Wochenende lenkte der Zehdenicker erstmals nach einjähriger Motorsport-Abstinenz wieder einen Rennwagen über die Piste. In Oschersleben (Sachsen-Anhalt) feierte Rambow im Deutschen Tourenwagen-Cup (DTC) ein erfolgreiches Comeback.

„Dass ich noch einmal Motorsport betreibe, war nicht abzusehen“, sagt er. Nach einer eigentlich erfolgreichen Saison in der Tourenwagen-Challenge blieben 2015 Angebote von interessierten Teams aus. Auch privat gab es Schicksalsschläge. Dazu kam die Ausbildung zum Kfz-Meister, die Rambow noch bis 2017 absolviert. „Ich habe im Leben nicht damit gerechnet, noch einmal so eine Chance zu bekommen“, sagt er nun. Für das Team Feld-Motorsport, bei dem er Anfang April unterschrieb, soll er nun einen Kia Pro Cee’d GT-Boliden weiterentwickeln und konkurrenzfähig machen. Ausgerechnet an seinem 27. Geburtstag stieg Alexander Rambow am vergangenen Donnerstag erstmals hinter das Lenkrad des Rennwagens mit über 300 PS. „Das war ein tolles Geschenk.“ Sein Auto war da noch keinen Kilometer gefahren. „Eine Woche vorher war noch nicht mal ein Motor drin“, sagt Rambow. „Es war nicht klar, ob der Wagen überhaupt einen Meter fährt, da er bis dahin nur auf dem Papier entwickelt worden war.“

Doch der Wagen lief. Im Freien Training raste der Zehdenicker auf nasser Fahrbahn auf Rang 3. Doch schon im ersten Zeittraining eine Schrecksekunde: Beim Anbremsen brach das Heck aus, Rambow landete im Reifenstapel. Erst im letzten Moment sortierte er sich auf Rang 4 ein. Dann der nächste Schock. Wegen fehlender Reifenmarkierung versetzten die Rennkommissare Rambow auf den letzten Startplatz. Von dort startete er am Sonnabend seine Aufholjagd, überquerte als vierter von insgesamt 17 Startern die Ziellinie. Einen Tag später ging der Kia-Pilot als Dritter ins zweite Rennen. Fredrik Lestrup aus Schweden erwischte mit seinem Mini von der Pole-Position nur einen mäßigen Start und wurde gleich von Rambow im Beschleunigungsduell zu Kurve eins überholt. Der Schwede schlug eine Runde später zurück und hinter dem Spitzenduo Lestrup und Hammel spitzte sich der Kampf um Platz 3 zwischen Rambow und Milenko Vukovic über viele Runden zu. Der Zehdenicker konnte den Schweizer Audifahrer durch starke Bremsmanöver aber hinter sich halten – als Dritter sah er die Zielflagge.

„Es war ein tolles Gefühl“, sagt Alexander Rambow . „Rennen fahren ist einfach mein Ding. Ich glaube, das kann ich ganz gut.“ Steigen nun die Ansprüche? „Es geht erstmal darum, Daten zu sammeln und konkurrenzfähig zu werden.“ Der Motor sei schon gut, beim Fahrwerk gebe es Luft nach oben. „Das war schon harte Arbeit, ich habe ganz schön geschwitzt“, so Rambow. Er glaubt, dass man Mitte des Jahres ein Ausrufezeichen setzen könne. „Dann ist vielleicht ein Sieg drin, das ist mein eigener Anspruch.“ Für die Rennen drei und vier geht es nun auf den Sachsenring. „Eine meiner Lieblingsstrecken“, so Rambow.

Von Christoph Brandhorst und Fred Dohnke

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