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Andreas Szigat auf „Walk of Fame“ verewigt

Fast 24 Jahre nach Olympia-Bronze Andreas Szigat auf „Walk of Fame“ verewigt

Seit sechs Jahren ist Andreas Szigat als Marktdirektor der MBS Oberhavel in Oranienburg tätig. Und seit fast 24 Jahren liegt in seinem heimischen Schrank eine olympische Bronzemedaille. Nun wurde dem früheren Schwimmer für seinen sportlichen Erfolg eine besondere Ehre zuteil. Sein Name steht auf einer Stele des „Walk of Fame“ des Sports in Potsdam.

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Andreas Szigat im Januar beim Stadtsportball im Potsdamer Luftschiffhafen.

Quelle: Julian Stähle

Oranienburg/Potsdam. Die Medaille von Andreas Szigat liegt zu Hause im Schrank. „Einmal im Jahr wird sie abgestaubt“, verrät der 44-Jährige. Szigat, seit sechs Jahren Marktdirektor Oberhavel der Mittelbrandenburgischen Sparkasse, gewann als Schwimmer 1992 in Barcelona olympisches Bronze mit der 4x100m-Freistilstaffel. Kürzlich, fast 24 Jahre nach der Medaille, wurde ihm und seinen Staffelkollegen eine besondere Ehre zuteil. Sie wurden auf dem „Walk of Fame“ des Sports im Potsdamer Luftschiffhafen verewigt.

„Für jeden Olympiajahrgang gibt es eine Stele mit Namen und der Farbe der gewonnenen Medaille“, beschreibt der frühere Leistungsschwimmer vom OSC Potsdam. „Das ist eine tolle Wertschätzung, die den vielen jungen Menschen Mut geben sollte und zeigt, was man erreichen kann.“ Der an der Berliner Stadtgrenze zu Oberhavel lebende Szigat war Mitte Januar live dabei, als die Tafeln im Rahmen des Stadtsportballs enthüllt wurden, auf denen die 103 Potsdamer Olympiamedaillengewinner geehrt werden. „Das sind die ganz Großen des Potsdamer Sports und zeigt die Historie als Sportstadt“, sagt er. „Ich habe mich riesig darauf gefreut.“ Schließlich habe er an diesem Abend viele Menschen wiedergetroffen, die er 20 Jahre nicht gesehen hatte. „Zu den anderen Schwimmern aus der Staffel habe ich keinen Kontakt mehr, die sind ja über alle Lande verstreut.“ Ein besonderes Wiedersehen war für Szigat die Begegnung mit seinem früheren Trainer aus Potsdamer Zeiten und mit dem Kanuten-Duo Torsten Gutsche und Kay Bluhm. „Die waren damals auch in Barcelona. Wir haben den ganzen Abend über Gott und die Welt gesprochen.“ Das seien schöne Momente, sagt der Bronzemedaillengewinner.

Nun gab es für das Edelmetall die späte Ehre. 17 Stelen wurden am historischen Eingang zum Luftschiffhafen aufgestellt. „Die Idee gab es schon lange“, sagt Andreas Gerlach, Geschäftsführer des Landessportbundes Brandenburg. „In anderen Städten wie Cottbus gibt es so etwas schon. Ein Projekt der Potsdamer Sportschule gab schließlich den endgültigen Anstoß.“

Um den Olympia-Erfolg macht Andreas Szigat keinen Kult. „Das ist lange her, ich freue mich eher innerlich.“ Zwar verbinde er mit den Spielen 1992 noch immer viele positive Erinnerungen. „Aber die Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft zwei Jahre später ist mir persönlich mehr Wert“, bemerkt er. Bei der Schwimm-WM 1994 in Rom gewann Szigat mit der 4x200-Meter-Staffel seine zweite internationale Medaille. Anders als in Barcelona, gehörte er dort auch im Endlauf zum deutschen Quartett.

Seit nunmehr sechs Jahren ist er in Oranienburg für die MBS tätig. Den deutschen Schwimmsport verfolgt er immer noch mit großem Interesse. „Es geht aufwärts. Das sind die ersten Früchte der Umstellungen“, glaubt Szigat. Schwimmen sei im positiven Sinne eine Quälerei. In Deutschland gebe es aber wieder viele junge Sportler mit Potenzial. „Dass das schon für Rio reicht, glaube ich aber nicht.“

Von Christoph Brandhorst

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