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Christian Riedel: Stets zu Diensten!

Handball: 3. Liga Nord (Männer) Christian Riedel: Stets zu Diensten!

Rechtsaußen springt beim Oranienburger HC immer wieder in die Bresche.Vor zwei Jahren beendete er seine Laufbahn im Drittligateam der Kreisstadt-Mannschaft und übernahm die Zweite als Spielertrainer. So ganz losgelassen hat er bei der ersten Mannschaft nie.

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Christian Riedel in seiner unnachahmlichen Art, sich die Gegner vom Leib zu schütteln.

Quelle: Archivfoto: Robert Roeske

Oranienburg. Man könnte meinen, bei ihm geht es zu wie beim Jo-Jo-Spiel: mal ist er da, mal ist er weg, dann wieder da und wieder weg. Jetzt bleibt er etwas länger. Christian Riedel – über Jahre gefürchteter Rechtsaußen des Oranienburger Handball-Clubs – steht seinem Verein, bei dem er 2005 anheuerte, stets zu Diensten. Zwei Jahre ist es her, dass er seinen Abschied aus der ersten Mannschaft vollzog und die Position des Spielertrainers im zweiten Team übernahm. Doch irgendwie bleibt das Gefühl, dass er nie ganz weg war.

Wenn Not am Mann war, sprang er in die Bresche; auch als er für die Zweite die Verantwortung trug. Im ersten Jahr nach seinem Absprung war’s sporadisch. Im zweiten tat sich abermals eine Lücke auf der Rechtsaußenposition auf; durch die langwierige Verletzung der etatmäßigen Nummer 1 Nils Müller. Es folgte zwangsläufig der Ruf nach Christian Riedel. Der eierte nicht lange herum, sagte zu, für fast eine ganze Halbserie. Mittlerweile 33 Jahre alt, stand er wie zuvor seinen Mann. „Es war für mich klar, dass ich helfe“, sagt der Linkshänder. „Mir hat das sehr viel Spaß gemacht.“ Nicht nur das, er agierte auch sehr erfolgreich, sodass ihm sein Trainer die Note 1 gab. „Er ist zuverlässig, spielt stabil und bringt sich richtig gut ins Team ein“, so Coach Christian Pahl im Mai dieses Jahres. Er war sogar so angetan, „dass er mich fragte, ob ich nicht diese Saison noch einmal zur Verfügung stehen würde“, erinnert sich Christian Riedel und sagte zu.

Comeback? „Nein, eher eine Aushilfe“

Es ist sein drittes Comeback. „Ich sehe das nicht als Comeback an, sondern als Aushilfe. Ich habe nicht die Pflichten wie die anderen Spieler, gehe zweimal zum Training, die anderen viermal. Den ganz großen Aufwand wollte ich nicht mehr. Deshalb gab es ja vor drei Jahren den Schnitt“, so der Außen. Er fühlt sich in seiner Rolle wohl, auch wenn er nicht mehr so viele Spielanteile hat wie früher. „Na klar hat man den Ehrgeiz, spielen zu wollen. Aber ich gönne es Nils Müller, dass er mehr spielt. Er trainiert mehr und spielt ja fast fehlerlos. Und wenn es bei ihm doch mal nicht so läuft, bin ich halt da.“ Für Riedel ist es lediglich ärgerlich, dass er an Tagen ohne Einsatz keinen Sport getrieben hat. „Er wird seine Einsatzzeiten bekommen“, ist sich Christian Pahl sicher. Er habe im Frühjahr einen Riesenjob gemacht. Jetzt, wo Nils Müller zurück sei, fiel dem Coach die Entscheidung schwerer. „Nils ist einer der besten Rechtsaußen der Liga, trifft vorn und steht hinten gut. Trotzdem ist Christian als erfahrenster Spieler für die Mannschaft unverzichtbar.“

Wenn Riedel spielt, geschieht das ohne Druck. Die Mannschaft mache es ihm leicht. Er fühlt sich pudelwohl im Team. „Es gibt schon Unterschiede zu Mannschaften aus der Vergangenheit. Jetzt ist alles viel homogener. Alle verstehen sich. Der Zusammenhalt ist stark. Alle kämpfen für dasselbe Ziel. Ich finde, unser Trainer hat die Mannschaft gut zusammengestellt und geformt. Auch die Neuen passen sehr gut rein.“

„Den 4. Platz wollen wir gern bestätigen“

Wenn es am Sonnabend ab 18.30 Uhr in der MBS-Arena gegen den Aufsteiger HG Hamburg-Barmbek geht, weiß der Routinier nicht, was für eine Mannschaft nach Oranienburg reist. „Ich interessiere mich wohl am wenigsten für die Gegner“, glaubt Christian Riedel. Gehört habe er, dass sein ehemaliger Teamkollege Arne Schneider dort mitspielt. Christian Pahl ist da ganz anders vorbereitet, weiß, „dass Barmbek unaufgeregt agiert, die Spieler ihren Job und keine verrückten Sachen machen. „Die werden uns alles abverlangen.“ Mit Wischniewski, Laursen und Tretow stünden erfahrene Leute im Team. Dazu der Ex-Oranienburger Arne Schneider als Spielmacher. „Trotzdem sehe ich uns in der Favoritenrolle“, so der Coach, der auf Janis Bohle (Dienst) verzichten muss und nicht weiß, ob Hüseyin Öksüz und Per Kohnagel auflaufen können.

„So oder so geht es darum, dass wir gewinnen wollen, um lange vorn mitzuspielen“, sagt Christian Riedel. „Den vierten Platz aus der vorigen Saison würden wir gern bestätigen. Ich bin ja ganz gespannt, wie sich der Vorstand entscheiden wird, wenn wir am Saisonende einen Qualifikationsplatz für die 2. Bundesliga erreichen sollten...“

Von Stefan Blumberg

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