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Das Pech der Führenden im Staub von Wolfslake

Fast 1000 Zuschauer verfolgen Rennen um den WoFa-Pokal Das Pech der Führenden im Staub von Wolfslake

1000 Zuschauer haben am Donnerstag in Wolfslake ein besonders rasantes Spektakel verfolgt. Beim Speedway-Rennen haben sich Fahrer aus Europa spannende Rennen geliefert. Besonders die dänisch-polnische Gespanne haben überzeugt. Auch, wenn einem ein folgenschweres Malheur passiert ist.

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Quelle: Roeske

Wolfslake. Beim 3. WoFa-Pokal am Himmelfahrtstag auf dem „Eichenring“ in Wolfslake befanden sich der Däne Nikolai Klindt und Krystian Piesczek aus Polen auf Siegkurs. In dem als Paarfahren ausgeschriebenen Wettbewerb gelangen ihnen als einzige zwei Doppelsiege, auch sonst waren sie ausgeglichen und punktreich unterwegs. Im letzten Lauf das Malheur: Der 26-jährige Klindt berührte das Startband und wurde disqualifiziert. Sein 19-Jähriger Partner hatte dann gegen das ebenfalls dänisch-polnische Gespann Claus Vissing/Adam Strzelec keine Chance. Zwar lagen nach diesem 18. Lauf Klindt/Piesczek in der Gesamtwertung noch in Front, aber alle anderen sechs Paare hatten noch je einen Lauf zu bestreiten. Immerhin: Die Pechvögel landeten noch auf dem dritten Podestplatz hinter den punktgleichen Piotr Protasiewicz (Polen) und Christian Hefenbrock aus Liebenthal. Während Klindt mit 12 Punkten und Piesczek mit 17 Punkten trotz der Misere ein harmonisches Paar abgaben, war bei Protasiewicz (23) und Hefenbrock (6) der Leistungsunterschied sehr deutlich. „Hefe“ war am Boden zerstört. „Es war für mich ein schwarzer Tag“. Einen ähnlich großen Leistungsunterschied gab es zwischen Sebastian Ulamek aus Polen (23) und Mathias Bartz vom gastgebenden Speedway-Team Wolfslake (4). Der 29-jährige aus Kremmen wollte lieber keinen Kommentar abgeben. Ulamek und Protasiewicz zeigten die beste Einzelleistung, jeder gab nur einen Punkt ab. Ulamek an Emil Saifudinow (Russland) und Protasiewicz an Ulamek.

1000 Zuschauer haben am Donnerstag in Wolfslake ein besonders rasantes Spektakel verfolgt. Beim Speedway-Rennen haben sich Fahrer aus Europa spannende Rennen geliefert. Besonders die dänisch-polnische Gespanne haben überzeugt. Auch, wenn einem ein folgenschweres Malheur passiert ist.

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An Saifudinows Seite fuhr mit Steven Mauer ein weiterer Brandenburger. Für den 20-Jährigen aus Elstal war es eine Ehre, mit dem amtierenden Europameister ein Team zu bilden. Aber auch diesen beiden gelang kein typisches Paarfahren. Der Russe düste voran, siegte viermal. Mauer fuhr in sechs Läufen viermal dem Feld hinterher. Eine „Schönheitsreparatur“ gab es für ihn im letzten Lauf: Der Schweriner Mathias Schultz wurde wegen einer Startbandberührung disqualifiziert, sein Partner Aleksandr Loktaew (Ukraine) war gar nicht mehr am Start – er hatte sich bereits nach seinem zweiten Einsatz krankheitsbedingt abgemeldet. Also machten Saifudinow und Mauer die Punkte unter sich aus, wobei Mauer als Erster abgewinkt wurde. Mit dem vierten Platz in der Endabrechnung (28 Punkte) reichte es leider nicht mehr für einen Pokal.

Wer mit wem ins Rennen gehen durfte, wurde während der Fahrervorstellung ausgelost. Die 14 Zettel mit den Namen waren auf zwei Lostöpfe so verteilt worden, dass eine ausgeglichene Paarzusammenstellung ermöglicht werden sollte. 996 Zuschauer erlebten einen abwechslungsreichen Tag. Dazu trugen auch die Nachwuchsfahrer der 250-ccm-Klasse mit einem Lauf zur Norddeutschen Bahnmeisterschaft und die Speedkarts mit ihrem Saisonauftakt zum Berlin-Brandenburg-Cup bei. Mit Christian Hübner aus Schmachtenhagen und Fabian Borchert aus Oranienburg belegten zwei Akteure vom Wolfslaker Club die ersten beiden Plätze. Auch Celina Liebmann sorgte für Schlagzeilen. Die 13-Jährige aus dem bayerischen Albaching wurde hinter Darrel de Vries (Loosdrecht) und Niels Oliver Wessel (Schwarme) Dritte bei den Speedway-Junioren – als einziges Mädchen unter sechs Startern, in ihrem ersten Jahr mit einer 250-ccm-Maschine.    

Von Birgit Hradetzky

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