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Der OHC biegt das Brandenburg-Derby noch um

3. Handball-Liga Der OHC biegt das Brandenburg-Derby noch um

Der Oranienburger Handball-Club dreht in der 3. Handball-Liga die Partie gegen den VfL Potsdam und gewinnt das Brandenburg-Derby vor 856 Zuschauern in der Oranienburger MBS-Arena. Eine gute Viertelstunde vor dem Ende führten die Männer aus der Landeshauptstadt noch, dann kam der OHC ins Rollen.

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Robin Manderscheid (von links), Stephan Kleinert, Linus Dömeland, Ivan Szabo, Nils Müller und David Sauß feiern den Derbysieg.

Quelle: Robert Roeske

Oranienburg. Als alles geschafft war, feierten sie auf den Tribünen und dem Parkett den Sieg, während durch die MBS-Arena ein Song schepperte, der längst zum festen Sporthallen-Repertoire gehört: „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen drückte das Stimmungsbild gut aus, unmittelbar nachdem der Oranienburger Handball-Club das Brandenburgderby in der dritten Liga gegen den VfL Potsdam mit 29:25-(10:11) gewonnen hatte.

„Ich bin sehr glücklich“, sagte OHC-Trainer Christian Pahl wenig später, „dass wir gesiegt haben.“ In der Tabelle hat sich sein Ensemble durch den Erfolg bis auf zwei Zähler an den VfL geschoben und auch das zweite Brandenburg-Derby gegen das Team aus der Landeshauptstadt in dieser Spielzeit für sich entschieden. Dabei hatte Oranienburg vor 856 Zuschauern in der zweiten Halbzeit phasenweise schon mit vier Toren im Rückstand gelegen, sich aber mit einer Energieleistung und dem Publikum im Rücken wieder zurückgekämpft.

Im ersten Durchgang hatte der OHC in der 16. Minute mit 5:3 geführt, der VfL erkämpfte aber später mehrfach einen Zwei-Tore-Vorsprung und führte nach 28. Minuten mit 10:8. „Wir haben in der ersten Halbzeit gut angefangen und diszipliniert gespielt“, gab Pahl zu Protokoll, „aber dann hat der VfL etwa nach einer Viertelstunde das Tempo mächtig angezogen, ich war froh, dass wir bis zur Halbzeit wieder herangekommen sind. Beide Torhüter waren stark, Basti Schulz hat das beste Derby bisher überhaupt gespielt, aber ich denke, dass wir das Torhüterduell ganz knapp gewonnen haben.“

Nach der Halbzeitpause konnte sich die Potsdamer Vertretung phasenweise mit vier Toren absetzen (17:13, 39.). „Wir waren viel zu statisch“, monierte Pahl, als er die Phase analysierte, in der sein Team ins Hintertreffen geraten war, „aber wir haben uns zurückgekämpft.“ Eine treffende Beurteilung: Mit viel Wucht, Leidenschaft und Willen bekam Oranienburg Spiel und Gegner wieder zu fassen, der Vorsprung bröckelte, beim Zwischenstand von (19:19, 44.) hatte der OHC den Ausgleich geschafft.

Auf die Zielgerade bog das Team aus Oberhavel mit einer Führung (23:22, 52.) und kam in den letzten Minuten mit dem Schwung der erfolgreichen Aufholjagd gewaltig ins Rollen – mit dem Treffer zum 27:24 (57.) hatte der OHC das Tor zum Sieg bereits weit aufgestoßen. „Vor der tollen Kulisse hat sich Oranienburg in einen Rausch gespielt“, sagte VfL-Trainer Jens Deffke, „in der zweiten Halbzeit haben wir die Dinge etwa ab der 40. Minute nicht mehr so gut umsetzen können wie im ersten Durchgang, wir haben uns in der zweiten Hälfte zu sehr aufgerieben und unsere Chancen nicht mehr konsequent genug genutzt.“

Mit dem Sieg hat das Oranienburger Ensemble auch in der Derby-Gesamtbilanz seit der Einführung der dritten Liga in der Spielzeit 2010/11 ausgeglichen: Beide Vereine haben seitdem jeweils fünfmal das Parkett als Sieger verlassen. In den zehn Duellen gab es bisher lediglich zwei Auswärtssiege. „Das Publikum legt bei den Derbys auch immer noch ein bisschen zu“, befand der Coach, „die Atmosphäre war phänomenal. Das Spiel war für den Handballsport in Brandenburg eine tolle Werbung.

Am kommenden Sonnabend tritt der OHC nun bei der HSG Nord HU an, die Partie wird um 19 Uhr in Henstedt-Ulzburg angepfiffen. „Ich bin froh“, sagte Pahl, „dass wir ohne neue Blessuren aus dem Spiel gekommen sind.“ Die Vorbereitung auf den nächsten Gegner war bereits am Sonntagmorgen gestartet, da hatte Trainer Pahl begonnen, Videos des Gegners aus Schleswig-Holstein zu schauen, der auf dem zweiten Tabellenplatz liegt.

Von Lars Sittig

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