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Der OHC bleibt zu Hause eine Macht

3. Handball-Liga Der OHC bleibt zu Hause eine Macht

Handball-Drittligist Oranienburger HC behält seine weiße Weste in der heimischen MBS-Arena und gewann auch das dritte Heimspiel der Saison. Verglichen mit den Galavorstellungen gegen Schwerin und Hamburg hatten die 875 Zuschauer dieses Mal allerdings weniger Freudenmomente.

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Nils Müller (am Ball) traf dreimal für den OHC, ließ aber mindestens genau so viele Chanen ungenutzt,

Quelle: Torsten Weigel

Oranienburger HC – SC Magdeburg II 29:24 (14:13). Der OHC behält seine weiße Weste und gewann auch das dritte Heimspiel der Saison. Verglichen mit den Galavorstellungen gegen Schwerin und Hamburg hatten die 875 Zuschauer dieses Mal allerdings weniger Freudenmomente. „Das war ein extrem dreckiger Sieg“, redete Trainer Christian Pahl nicht lange um den heißen Brei herum. Er monierte vor allem die Chancenverwertung. „Wir haben etliche Möglichkeiten ungenutzt gelassen. Gegen einen stärkeren Gegner hätten wir heute verloren.“

Tatsächlich war die Stärke der Magdeburger die Schwäche des OHC. Nach furiosen Anfangsminuten, in denen die Hausherren binnen zwölf Minuten auf 7:1 davonzogen, schlich sich der Schlendrian ein. Mal fehlte ein Quäntchen Glück und der Ball knallte gegen das Gebälk, mal wurden Angriffe überhastet abgeschlossen. Das junge Gästeteam – das Durchschnittsalter betrug gerade einmal 18,5 Jahre – nahm die Einladung an und spielte sich in einen Rausch. „Wir haben heute fast alles von dem abrufen können, was wir derzeit an Leistung bringen können“, freute sich „Youngsters“-Coach Felix Eckert. Er sah, wie sich seine Mannschaft Tor um Tor heranpirschte und beim 13:13 (30.) die Lücke geschlossen hatte. Die OHC-Fans trauten indes ihren Augen kaum. Gefühlt war ihr Team die spielbestimmende Mannschaft, aber die Anzeigetafel zeigte ein anderes Bild. „So richtig erklären kann ich nicht, warum wir nach dem guten Beginn aus dem Rhythmus gekommen sind“, versuchte OHC-Kapitän Robin Manderscheid das Geschehene in Worte zu fassen.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Eindruck nichts: Der OHC legte vor ohne dabei zu glänzen, die Bundesligareserve blieb dank einfacher Tore und eines starken Keepers stets in Schlagweite. 19:15, 22:18, 24:23 und 27:24 waren Durchgangsstationen des zähen Ringens. Dass die Heimmannschaft am Ende vorne lag, hatte sie nicht zuletzt Torhüter Simon Herold und Rückraumspieler Dominic Kehl zu verdanken. Kehl zeigte sich vom Siebenmeterpunkt eiskalt und brachte alle zehn Versuche im Tor unter. „Dazu kam, dass wir uns in einigen Zweikämpfen nicht clever angestellt und damit selber geschwächt haben“, ergänzte Felix Eckert. Seine Spieler kassierten neun Zeitstrafen, den OHC ereilte dieses Schicksal nur dreimal.

„Ich wusste, dass dieses Spiel nicht leicht werden würde“, zog Christian Pahl ein Fazit. Das erste Mal sei seine Mannschaft in der Favoritenrolle gewesen und habe diese bestätigen müssen. „Am Ende bin ich froh darüber, dass wir die zwei Punkte geholt haben.“ Der Sieg sei zwar verdient gewesen, aber gegen einen stärkeren Gegner hätte es nicht gereicht. So sah es auch Robert Stelzig, der mit einer roten Karte im Gepäck vorzeitig vom Feld musste: „Ich hatte im Spiel immer ein gutes Gefühl. Fest steht aber auch, dass der Verlauf unnötig eng war. Wir müssen und werden uns steigern.“

Von Torsten Weigel

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