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Die Nummer 5 auf Abschiedstour

Handball, 3. Liga Nord, Männer Die Nummer 5 auf Abschiedstour

Robert Herz trifft mit dem Oranienburger Handball-Club in der 3. Liga heute auf den DHK Flensborg. Er befindet sich in seiner zehnten Saison bei den Kreisstädtern. Nach dem letzten Spieltag will er Schluss machen.

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Robert Herz setzt sich am Kreis durch.

Quelle: : ROBERT ROESKE,

Oranienburg. Er hat schon so manche Schlacht für den Oranienburger Handball-Club geschlagen. Auch gegen den heutigen Gegner DHK Flensborg. Am 24. April 2010 ging es auswärts um alles oder Nichts. Für beide Mannschaften. Abstieg aus der Regionalliga oder Klassenerhalt. Der OHC gewann auswärts 31:26. Mittendrin: Robert Herz (bis vor wenigen Wochen hieß er noch Stelzig). „Ich kann mich noch daran erinnern, dass wir die Nacht davor in Tarp übernachtet hatten, um fit ins Spiel zu gehen“, sagt der 30-Jährige. Dass ihm damals im hart umkämpften Spiel das Trikot komplett zerrissen wurde, fällt ihm auch noch ein. Wenn einer was über den Drittliga-Handball erzählen kann, dann er. Robert Herz absolviert gerade die zehnte Saison im grün-Weißen Dress. So viele wie kein anderer im Team. Und es wird seine letzte sein.

Das war am 24

Das war am 24. April 2010 – das Spiel beim DHK Flensborg: Auf das die Fetzen fliegen.

Quelle: Stefan Blumberg

„Ich glaube, es reicht!“

„Ja, nach der Saison ist Schluss. Es ist schwierig, Familie, Arbeit und Sport unter einen Hut zu bekommen. Vor ein paar Monaten ist unser Sohn geboren, meine Frau geht nächstes Jahr wieder arbeiten. Sie hielt mir bis jetzt immer den Rücken frei. Das geht dann nicht mehr so. Und wenn man nach den Spielen vor Schmerz nicht einschlafen kann ... Ich glaube, es reicht.“ Ein oder zweimal in der Woche zu trainieren und dann spielen zu wollen, wäre unfair gegenüber den anderen Spielern, sagt er. Auch deshalb sei es gut so.

Sein Trainer Christian Pahl weiß um die Qualitäten seiner „Nummer 5“. „Er ist ein absoluter Führungsspieler, hat Persönlichkeit. Seit Jahren spielt er auf einem hohen Niveau und steigerte sich speziell im Angriffsspiel exorbitant. Er ist ein stabiler, starker Kreisläufer, einer der besten der Liga. Ich glaube, dass haben ihm nur wenige zugetraut.“

Der erste Tag beim OHC

An den ersten Tag kann sich der Kreisspieler noch gut erinnern. „Es war beim Training der noch laufenden Saison. Die Füchse II hatten damals überraschend verloren. Der OHC brauchte am letzten Spieltag nur noch gegen Außenseiter Rudow einen Punkt holen, um in die Regionalliga aufzusteigen. Das klappte dann auch. Für mich war es gut, da ich vorher in Brandenburg auch schon im Kader der Regionalliga war.“ Robert Herz hatte nie die Absicht, den OHC zu verlassen. In seinem Beruf als Polizist orientierte er sich so, dass er so gut wie immer bei den Spielen mitwirken kann. Das war nicht immer so, als er in der Einsatzhundertschaft seinen Dienst tat. Da gab es Zeiten, in denen er wegen der Absicherung von Veranstaltungen nur 20 der 30 Saisonspiele mitmachen konnte. Jetzt geht er auf die Straße. „Und es macht mir Spaß.“

Tim Fröhlich, Heiner Throl, Sascha Starke, Sascha Klimczak oder Stephan Fuchs sind Akteure, die ihm prompt einfallen, wenn er einen Blick zurückwirft. Alles ehemalige Mitspieler beim OHC. Sie haben die Stimmung in der MBS-Arena und auch in der Halle des Louise-Henriette-Gymnasiums miterlebt. „Diese Stimmung – egal in welcher Halle – sorgte immer für Gänsehaut.“

Tabelle ist noch nicht aussagekräftig

Das wird auch Sonnabendabend gegen die Nordlichter des Dänischen Handballklubs, wie er offiziell heißt, so sein. „Ich beschäftige mich gar nicht so sehr mit den anderen Mannschaften. Ich behaupte nur, dass jeder jeden schlagen kann. Die haben ein paar gute Spieler vim Team. Aber wer weiß, wie sie die lange Fahrt verkraften? Die Tabelle halte ich zum jetzigen Zeitpunkt sowieso nicht für aussagekräftig. Da gucke ich erst in der Rückrunde drauf.“

Das sieht auch sein Coach so. Er weiß, dass die heutigen Gäste mit 4:4 Punkten dastehen, aber mit Glück mehr Punkte auf dem Konto haben können. „Der neue Trainer Torben Walluks hat wieder den Spaß am Handball in die Mannschaft gebracht. das sieht man.“ Und: „Wenn die ins Spielen kommen, wird es gefährlich.“ Mit Blockus und Bruhn sind zwei Torgaranten nicht mehr im Team, aber trotzdem habe der DHK Qualitäten.

Der Oranienburger HC kann personell nicht aus dem Vollen schöpfen (siehe nebenstehender Kasten). Aber dabei sein wird in jedem Fall Robert Herz. Bei seiner Abschiedstour will er so oft wie möglich dabei sein.

Von Stefan Blumberg

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