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Dynamo und Zehdenick liefern Fußball-Party

Fußball-Freundschaftsspiel Dynamo und Zehdenick liefern Fußball-Party

Zum 800. Geburtstag der Stadt Zehdenick hatte sich der Fußball-Landesligist aus der Havelstadt die Zweitliga-Kicker von Dynamo Dresden eingeladen. Der Kultclub kam mit vielen Fans und lieferte den über 1300 Zuschauern ein Torfestival. Doch auch die Zehdenicker ließen das Netz einmal zappeln – es traf ausgerechnet ihr Jüngster.

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Mehr als 1300 Zuschauer verfolgten, wie der SV Zehdenick die Dresdener Profis empfing.

Quelle: Brandhorst

Zehdenick. Wenn die Stadt Zehdenick ihren 800. Geburtstag feiert, sind selbstverständlich auch die Fußballer mit von der Partie. Die Kicker aus der Havelstadt hatten sich mit den Dynamos aus Elbflorenz einen hochkarätigen Gegner eingeladen. Immerhin sind die Gelb-Schwarzen Aufsteiger in die 2. Fußball-Bundesliga. Wie es sich für aufmerksame Gäste gehört, hatten die Dresdner zur Geburtstagsfeier zahlreiche Geschenke in Form von Toren mitgebracht, die sie den Gastgebern (ein)schenkten.

Beim 1:10 (0:8) schrammten die Zehdenicker knapp an ihrem selbstgesteckten Ziel vorbei. „Wir wollten unter Zehn bleiben, haben dafür aber das schönste Tor des Abends geschossen“, war SVZ-Trainer Daniel Runge dennoch zufrieden. Der gerade erst aus Gransee an die Havel gewechselte Noch-A-Junior John Lormis sorgte für den Höhepunkt aus Zehdenicker Sicht. In der 68. Minute knallte er das Leder zum zwischenzeitlichen 1:8 volley unter die Querlatte des Dynamo-Gehäuses. „Ein richtig schönes Gefühl. Ich hatte Gänsehaut“, gab das Talent später zu Protokoll. „Ich wollte den Ball erst mit dem Kopf nehmen, zum Glück habe ich das nicht getan.“

1323 Zuschauer am Spielfeldrand, egal ob Anhänger des SV Zehdenick oder Dynamo-Fan,genossen bei herrlichem Sommerabendwetter das Torespektakel. Jörg Lehmann steht seit mehr als 45 Jahren auf Dynamo Dresden. Der 51-Jährige, der in Radebeul geboren wurde, lebt inzwischen in Alt-Lübars und wollte es sich nicht nehmen lassen, seinen Lieblingen ganz nah zu sein. In Zehdenick sei er zum ersten Mal und vor allem davon angetan, wie friedlich es hier beim Fußball zugeht. Da habe er auf seinen Auswärtsfahrten schon ganz andere Dinge erlebt. Ronny Hähnel war am Mittwoch aus Neuruppin herüber nach Zehdenick gekommen. Auch der 28-Jährige, der selbst Fußball spielt, ist Anhänger der Sachsen. Vor mehr als zehn Jahren sei er bei einem Spiel in Elbflorenz von dem Dynamo-Virus infiziert worden. Auch für ihn war es der erste Besuch in Zehdenick. „Eine schöne Anlage hier“, lobte er. Niklas Backhaus und Janne Maaß verfolgten das Spiel aus der Hinter-Tor-Perspektive – als Balljungen. Die beiden sind mit den D-Junioren des SV Zehdenick gerade Kreismeister geworden. Dynamo Dresden finden die Nachwuchskicker gut, Fans sind sie aber von anderen Mannschaften – Niklas vom Hamburger SV und Janne von Hertha BSC Berlin.

Mann des Abends war am Mittwoch ein waschechter Dresdner. Dynamo-Stürmer Stefan Kutschke schoss gleich fünf Tore. „Im Lauftrainingslager kommt man ja sonst nicht so oft zum Abschluss. Man hat gesehen, dass wir heute richtig geil darauf waren“, erklärte der Profi. Zehdenicks Kapitän Stefan Kerl ärgerte sich: „Schade, dass wir in der letzten Minute noch das zehnte Gegentor bekommen haben.“

Von Bert Wittke und Christoph Brandhorst

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