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Eine Auswärtsfahrt für die Katz

Oranienburger HC in Flensburg chancenlos Eine Auswärtsfahrt für die Katz

Der Aufwand hat sich nicht gelohnt: 400 Kilometer hin, 400 Kilometer zurück. Im Gepäck: null Punkte. Der Oranienburger HC wollte im letzten Auswärtsspiel der Hinrunde eigentlich noch mal etwas Zählbares aus der Fremde mitbringen. Der Versuch war vergeblich.

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Mit ganzem Einsatz: Robert Stelzig (hier im Heimspiel gegen Stralsund).

Quelle: Robert Roeske

SG Flensburg-Handewitt II – Oranienburger HC 28:19 (14:8). So schnell kann es gehen. Noch am Donnerstag fiel in einem Minifazit zu den bisherigen 14 Saisonspielen die Bemerkung, dass der OHC unterm Strich nicht ein einziges Mal unterging. Von einer deftigen Packung blieb die Mannschaft bis dato verschont. Dann kam das letzte Hinrundenspiel am Sonnabend bei der SG Flensburg-Handewitt II; die Mannschaft, die zuletzt drei der vier Spiele sehr deutlich gewonnen hatte (dazu eine knappe Niederlage beim Spitzenreiter Dessau). Die Bundesliga-Reserve verschaffte sich einen glänzenden Hinrunden-Abschluss, fegte den OHC vom Feld.

Gut 17 Minuten waren gespielt, als der Flensburger Rechtsaußen Janos Steidtmann sein erstes von insgesamt sieben Toren erzielte. Das war die 7:6-Führung für den Gastgeber. Der war bis dahin dem OHC ständig hinterhergerannt. In dieser Anfangsphase kreierten die Oranienburger nicht nur Lösungen, um die Flensburger Spieler zu übermannen. Sie schlugen daraus auch Kapital, lagen 4:2, 5:3 und 6:5 in Führung. Aber dann war es vorbei. „Wir erzielten zehn Minuten lang nicht ein einziges Tor“, stellte Trainer Christian Pahl fest. In jener Phase zogen die Hausherren den OHC-Spielern mit sechs Toren in Folge bereits den Zahn (11:6). Es wurde nicht besser (Halbzeit: 14:8). „Wir verloren unser Tempo, die Beweglichkeit und liefen in Konter“, beschreibt der Trainer das Dilemma. „Die Verantwortung wurde immer weiter geschoben.“ Nichts war mehr zu sehen von der Qualität, die die Mannschaft vor Wochenfrist beim 24:22 gegen den Spitzenreiter SC Magdeburg II an den Tag gelegt hatte.

Das 14:8 zur Pause war zuviel, um noch etwas ändern zu können, zumal durch verlorene Zweikämpfe auch die Sicherheit und schließlich der Faden verloren ging. Die Oranienburger versuchten, durch einige Wechsel eine andere Situation zu erzeugen. Auch dieser Versuch schlug fehl. Dominic Kehl, der Top-Schütze der Liga (119), konnte die Kastanien nicht mehr aus dem Feuer holen. Er war zunächst aus taktischen Gründen auf der Bank geblieben, ganz fit war er eh nicht.

Die Hausherren hatten keine Mühe, den Vorsprung zu halten und auszubauen. Beim 18:13 (42.) betrug er fünf Tore, danach wuchs er einmal sogar auf zehn Tore (26:16). Der Flensburger Trainer Till Wiechers freute sich, dass seine Spieler gegen die abwehrstarken Oranienburger so viele Tore erzielt haben. Die Ideen seien gegen den OHC gut umgesetzt worden.

Probleme hatten beide Mannschaften mit den Hallenbedingungen. Der Boden war gefährlich glatt, ein Flensburger Spieler verletzte sich in der Anfangsphase sogar. Das Schiedsrichterpaar – nach Ansicht von beiden Parteien eines der schwächsten der Liga – beurteilte die Halle als spielfähig. „Nicht drittligatauglich“, war eine der Bemerkungen zu den Schiris.

Die OHC-Spieler kamen nach dem deutlichen 19:28 schnell wieder auf andere Gedanken. Auf der Rückfahrt ließen sie sich vom Wichteln ablenken.

Von Stefan Blumberg

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