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„Es hätte jeder gewinnen können“

Bittere 29:30-Niederlage des Oranienburger HC gegen Flensborg „Es hätte jeder gewinnen können“

Das erste von drei Heimspielen im Monat Februar ging an den Gegner. Der Aufsteiger DHK Flensborg unterstrich seine Qualitäten in der Oranienburger MBS-Arena. Nie ließ sich die Mannschaft beirren oder verunsichern. In vielen Fällen hatte sie die passenden Antworten parat. Oranienburgs Trainer sprach davon, „dass wir unverdient verloren haben“. Auch Nils Müller meinte: „Ein Remis wäre verdient gewesen.“

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„Wir haben nichts zu verlieren“

Nils Müller (Mitte) setzte sich im OHC-Angriff gegen zwei DHK-Spieler durch.

Quelle: Robert Roeske

Oranienburg.
Oranienburger HC – DHK Flensborg 29:30 (17:17). Es wurden am Sonnabendabend von den Spielern so manche Flüche in die Halle geschrien: Versager! Verdammt! Neiiiin! Tief saß der Stachel nach dem 29:30 gegen den Aufsteiger aus Flensborg. Nicht nur, weil die Oranienburger damit in der Rückrunde sieglos bleiben (1:7 Punkte), sondern weil mehr drin war in dem Spiel. Das sah sogar Gästespieler Sjören Tölle so: „Etwas glücklich war der Sieg für uns schon. Am Ende hätte jeder gewinnen können.“

Nach so einem Ergebnis wird gern über das „was wäre gewesen wenn“ philosophiert. In der Tat gab es da diverse Aspekte, die das Pendel auch in die andere Richtung hätten ausschlagen lassen können. Janis Bohle versenkte bei einen Tempogegenstoß den Ball zum vermeintlichen 4:1; er hatte aber übertreten, es fiel stattdessen das 3:2. David Sauß passte nach einem in der Abwehr erkämpften Ball direkt in die Hände des Gegners; statt 5:2 hieß es 4:3, plus Zeitstrafe. Linus Dömeland verlor bei einem Tempogegenstoß den Ball; statt 8:4 folgte prompt das 7:5 und sogleich das 7:6. Das waren drei Beispiele aus der Anfangsphase. Es folgten weitere – alle hätten für sich spielentscheidend sein können.

Die Abwehr des OHC machte es dem Tabellenvierten in der ersten Halbzeit nicht allzuschwer. „Da haben wir viele Tore aus der zweiten Reihe bekommen. Das hätten wir besser lösen müssen“, sagt Oranienbugs Rechtsaußen Nils Müller. Zudem kassierte der Gastgeber eine Reihe von Gegenstößen. Trainer Christian Pahl sprach von 13 im gesamten Spiel. „Das sind viel zu viele! Wir agierten da nicht griffig genug, das nutzten die aus.“ Diese einfachen Tore – sowohl aus der ersten Welle als auch aus dem Rückraum heraus verdarben den Oranienburgern den Abend. Zumal wehrten die Torwarte nur elf Bälle ab, von den Außenpositionen gar keinen. So blieb der DHK nicht nur dran, sondern ging auch in Führung. (8:9, 13:15, 15:17).

Die nur zehn Gästespieler legten immer wieder vor (17:20, 22:25, 27:29), der OHC kämpfte sich stets heran. „Wir haben Chancen kreiert, Dominic Kehl oder Robert Stelzig gut in Szene gesetzt“, freute sich Christian Pahl über die gelungenen Spielzüge. In Über- und Unterzahl hätte sein Team Tore erzielt. „Aber Flensborg hat sehr abgezockt gespielt“, befand der Coach, der seiner Mannschaft einen Riesenkampf bescheinigt. Robin Manderscheid und Stephan Kleinert stellten sich in den Dienst der Mannschaft, obwohl sie krank waren. „Für mich war es das beste Spiel der Rückrunde.“

Als die Oranienburger beim 29:30 20 Sekunden vorm Ende noch einmal unerwartet in Ballbesitz kamen, brachte Pahl gegen die fünf Gäste den siebten Feldspieler. Doch der Angriff verpuffte. Der Jubelgesang fand auf der „falschen Seite“ statt. „Ein glücklicher Sieg für uns“, schätzte Gästetrainer Matthias Hahn ein, „da der OHC seine Ausgleichschance hatte.“ Entscheidend für ihn war, dass seine Mannschaft – im Gegensatz zum Hinspiel (25:24 für den OHC) gegen die Oranienburger Abwehr besser klarkam.

Oranienburger HC: Herold, Szabo – Bohle (2), Stelzig (5), Kählke, Dömeland (3), Bruck (3), Stein, Liedtke, Manderscheid (3), Müller (2), Kehl (11/4), Kleinert, Sauß

Von Stefan Blumberg

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