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Falko Hanisch (18) gilt als riesiges Golf-Talent

Golf Falko Hanisch (18) gilt als riesiges Golf-Talent

Der Brandenburger Falko Hanisch hat 2016 bereits das weltweit wichtigste Jugendturnier der Welt gewonnen, die Britisch Boys, in diesem Jahr belegte er Rang zwei. Seit seinen Erfolgen gilt er als eines der größten Golftalente weltweit. Im Sommer 2019 will der 18-Jährige in den USA studieren – und dort den Sprung zu den Profis schaffen.

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2005 nahm Falko Hanisch zum ersten Mal einen Golfschläger in die Hand, seit einem Jahr besucht er die Sportschule im Olympiapark.

Quelle: Enrico Kugler

Stolpe. Falko Hanisch hat eine genaue Vorstellung von seiner Zukunft. „Erst will ich Abitur machen. Das sieht auch von den Noten sehr gut aus. Dann ist momentan der Plan, dass ich nach Amerika aufs College gehe“, sagt der 18-Jährige. Doch aufs College will Hanisch nicht nur wegen des Studiums, sondern vor allem wegen des Golfens. „Europa hinkt im Golf schon ein bisschen hinterher, aber in Deutschland ist es wirklich eine gute Ecke schlechter als in den USA. Und mit den Amerikanern muss man sich später messen“, begründet Hanisch seinen Zukunftsplanung.

Sieger beim weltweit wichtigsten Nachwuchsturnier

Sich mit den besten Spielern zu messen, ist der Anspruch des Brandenburgers. 2016 gewann er die 90. Auflage der „The Boys Amateur Championship“, es ist der weltweit wichtigste Einzeltitel für Nachwuchsgolfer. In diesem Jahr bestätigte er diesen Erfolg mit Rang zwei, die Allianz-German- Boys-Open in St. Leon-Rot gewann er im Juni. Auch deshalb gilt er als eines der größten Talente, auch über Deutschland hinaus. „Am College spielt man gegen die besten Spieler der anderen Colleges und da kann man sicher sein, dass viele später auf der Tour spielen“, sagt Hanisch, der in Petershagen/Eggersdorf (Märkisch-Oderland) aufgewachsen ist.

Die bisherigen Erfolge von Falko Hanisch

Falko Hanisch hat bereits einige Turniersiege gesammelt.

2017 gewann er mit dem Team Europa die Jacques Leglise Trophy. Außerdem holte er sich den 1. Platz bei den Allianz German Boys Open und Platz zwei bei der British Boys, dem wichtigsten Jugendturnier der Welt.

Im Jahr zuvor gewann er dieses Turnier sogar, holte sich den 2. Platz bei der Team-Europameisterschaft der Jungen, nahm am Junior Ryder Cup teil und wurde Dritter bei der German Junior Golf Tour Championship.

Seit gut einem Jahr besucht er die Sportschule im Berliner Olympiapark und wohnt mit seinem Bruder in Stolpe (Oberhavel) direkt neben dem Golfplatz des Berliner Golfclub Stolper Heide – das verkürzt die Wege im eng getakteten Alltag des Sportschülers. Noch vor der Schule stehen teilweise eine Stunde Kraft- und zwei Stunden Golftraining an, nach der Schule geht es noch einmal für zwei Stunden auf den Platz.

Das Training macht ihm dabei wenig aus. „Die Fußballer in der Klasse fragen immer, was kann man denn beim Golf trainieren, das ist doch langweilig. Aber es gibt total viele Facetten wie Putten, Chippen oder Bunker. Für mich ist das überhaupt nicht langweilig. Wenn es klappt und man sieht die Resultate, dann macht das einfach Bock.“

Seit 2012 spielt Falko Hanisch im Golfclub Stolper Heide in Stolpe, einem Ortsteil von Hohen Neuendorf

Seit 2012 spielt Falko Hanisch im Golfclub Stolper Heide in Stolpe, einem Ortsteil von Hohen Neuendorf.

Quelle: Enrico Kugler

In der Schule wird dabei Rücksicht auf die sportlichen Belange von Hanisch genommen. „Du hast viel Zeit, die Sachen zu verstehen und nachzuholen. Verstehen ist nicht das Problem, aber wenn man zwei Wochen nicht da ist, dann ist es immer gut, wenn die Lehrer einem schon ein paar Sachen zugeschickt haben und die Mitschüler einem ein paar Sachen geben. Dann ist es im Selbststudium auch nicht so schwer“, sagt Hanisch, der in den USA Wirtschaftsinformatik studieren möchte. Seine Universität hat er sich dabei schon ausgesucht, ab 2019 will er an der University of Nevada in Las Vegas (UNLV) studieren, das Stipendium hat er bereits per mündlicher Vereinbarung in der Tasche. Erfolgreiche Tour-Spieler wie Adam Scott, Ryan Moore oder Charlie Hoffman haben die UNLV besucht. „Wenn ich nach Amerika gehe, dann ist es primär wegen Golf. Und da ist Las Vegas die beste Adresse. Würde ich den Fokus aufs Studieren legen, würde ich in Deutschland bleiben“, sagt Hanisch.

Trainer Gregor Tilch entdeckte das Talent

Dass er einmal auf der Schwelle zum Golfprofi stehen könnte, war 2005 nicht unbedingt absehbar. „Ich habe damals Karate gemacht und Akkordeon gespielt, mein Bruder Handball. Meine Eltern haben ihn zum Golf begleitet und ich musste mit, ich konnte ja nicht alleine zu Hause bleiben“, erzählt Hanisch. Er griff ebenfalls zum Schläger, spielte noch nicht ambitioniert. 2011 entdeckte ihn allerdings Gregor Tilch, der ihn zuerst zum Golfclub nach Groß Kienitz (Teltow-Fläming) holte, ein Jahr später dann nach Stolpe. Seither ist Tilch der Trainer des Talents. „Dann ging es extrem schnell und ich bin schnell sehr viel besser geworden“, erzählt Hanisch.

Er kann sich noch genau erinnern, als sein Profi-Traum richtig reifte. „Ein richtiger Aha-Moment war, als ich 2013 bei den BMW International Open war. Ich durfte mit den Profis mitlaufen und fand das einfach so cool, so nah an den Profis zu sein, die man sonst nur aus dem Fernsehen kannte. Da habe ich mir überlegt: So lange es die Schule nicht zu sehr beeinflusst, kannst du es ja probieren“, erzählt Hanisch. „Aber ich werde in meinem Leben auch glücklich, wenn ich was anderes mache.“

Von Stephan Henke

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