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Gäste siegen in Gransee

2. Volleyball-Bundesliga Gäste siegen in Gransee

Die Zweitliga-Volleyballer des SV Lindow-Gransee können bei der Rückkehr in die eigene Halle ihre Heimschwäche nicht ablegen und verlieren 1:3 gegen Essen.

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„Es hätte jeder gewinnen können“

Der Block von Marcus Steck und Paul Boock kam hier zu spät.

Quelle: Roland Möller

Gransee. 2. Bundesliga: SV Lindow-Gransee – VV Humann Essen 1:3 (22:25, 25:18, 19:25, 19:25). Etwas ratlos wirkte das Trainergespann des SV Lindow-Gransee, Victor Eras und Mirko Heine, am Sonnabend schon. Ihre Mannschaft, die zuletzt durch starke Leistungen vier Auswärtspartien in Folge gewonnen hatte, konnte in der heimischen Granseer Halle gegen den VV Humann Essen nur ansatzweise ihr Können zeigen und verlor so 1:3 gegen den Tabellennachbarn. „Der Gegner war schon stark, aber wir haben nur phasenweise gut gespielt. Ich kann es mir nicht erklären, aber anscheinend liegen uns in dieser Saison die Auswärtsspiele mehr. Für unsere Fans tut mir unsere Heimschwäche leid, aber wir werden in der nächsten Woche gegen Schütttorf wieder versuchen, diese Negativserie in unserer Halle zu durchbrechen“, erklärte Eras. Dagegen freute sich der Essener Coach Falko Hildebrandt über den couragierten Auftritt seines Teams und drei Punkte: „Es ist schön in der Tabelle mal wieder oben mitzuspielen. Wir haben einen Lauf, wussten aber wie schwer es in Gransee wird. Durch einige Verletzungen hatte ich nur acht Spieler, daher sind wir locker in die Partie gegangen. Wir hatten ja nichts zu verlieren.“

Nach ausgeglichenem Beginn schien Granseee die Partie in den Griff zu bekommen. Christoph Marks und Niklas Rudolf punkteten mit harten Angriffen, durch tolle Aktionen in der Feldabwehr hielt Libero Martin Pomerenke immer wieder den Ball im Spiel. Die Stimmung auf den Rängen war gut. Lindow-Gransee setzte sich langsam ab, führte 16:13. Dann zeigte Jan Holthausen erstmals seine Aufschlagstärke. Seine Sprungaufgaben bereiteten der Granseer Annahme arge Probleme, die Zuspiele kamen nicht, die Angriffe landeten im gegnerischen Block oder im Aus. Essen lag plötzlich vorn, in der Halle wurde es noch lauter. 230 Zuschauer trieben die Gastgeber an. Doch trotz Wechsel fand Lindow-Gransee nicht mehr ins Spiel. Essen siegte 25:22.

In Satz zwei riskierten die Hausherren mehr bei den Aufgaben, obwohl sechs verschlagen wurden, zeigte dies Wirkung. Zudem variierte Rudolf nun, legte die Bälle auch mal, statt hart anzugreifen. Gransee führte, zog auf 15:11 weg. Aber es gab auch immer wieder unnötige Fehler: da eine schlechte Annahme, hier ein ungenaues Zuspiel oder ein misslungener Angriff. Essen blieb dran. Beim 16:14 hatte Gransee bei drei langen Ballwechseln dann das bessere Ende für sich, gewann den Satz 25:18. Die Fans jubelten.

Und auch der Start in Satz drei glückte, doch jeden Punkt mussten sich die Gastgeber hart erarbeiten. Essen zog sein Spiel konstant durch, machte mit den Aufgaben viel Druck. Mit 25:19 ging Satz drei an den Gast. Ähnlich war es in Satz vier. Gransee führte wieder bei der ersten technischen Auszeit, „wir lagen in jedem Satz vorn, haben uns dann aber auch immer etliche unnötige Fehler geleistet“, grummelte Heine. Essen machte Druck, Gransee knickte ein, verlor 19:25 und musste sich dann auch noch den Siegestanz der Essener ansehen.

Von Roland Möller

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