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Großer Kader garantiert Verschnaufpausen

Oranienburger HC kann rotieren Großer Kader garantiert Verschnaufpausen

Die Zeiten, in denen die Männer des Oranienburger Handball-Clubs kurz vor der Winterpause auf dem Zahnfleisch kriechen, sind vorbei: Die personelle Situation in der Mannschaft hat sich geändert. Gehörten im Vorjahr 13 Spieler zum Kader des Drittligisten, sind es jetzt 20. Der Trainer kann die Spieler rotieren lassen.

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Kapitän Tim Fröhlich freute sich mit den anderen über den Sieg gegen Fredenbeck.

Quelle: Torsten Weigel

Oranienburg. Vor knapp einem Jahr machte Jens Deffke dicke Backen. Der damalige Trainer der Männer des Oranienburger Handball-Clubs (3. Liga) sehnte die "Winterpause" herbei. "Die meisten Spieler kriechen auf dem Zahnfleisch", sagte er. Die knapp drei Wochen lange Punktspielpause über die Jahreswende nahm er dankend an, damit die Spieler ihre Wunden lecken können.

Die personelle Situation in der Mannschaft hat sich geändert. Gehörten im Vorjahr 13 Spieler zum Kader des Drittligisten, sind es jetzt 20. "Das sind traumhafte Bedingungen, besser, als ich es erwartet hatte", sagte der neue Trainer Christian Pahl vor einer Woche, als er mit 19 beziehungsweise 20 Spielern trainieren konnte. "Jetzt können wir sogar in kleinen Gruppen arbeiten. Phantastisch."

Ob diese Bedingungen auch für die Akteure so phantastisch sind? Zumindest können nicht alle spielen. Die Anschlusskader um Benjamin Kroll, Jonas Liedtke, Johann Finck und Niclas Schauer (noch verletzt) sind eher in der zweiten Mannschaft zu Hause. Bleiben noch 16. Zwei mehr, als auf das Spielprotokoll dürfen. So war es in den vergangenen Wochen mehrfach so, dass mindestens ein Spieler gar nicht auflaufen konnte und darüber hinaus andere keine Spielminute hatten. "Ja, diese Situation haben wir. Und das muss unsere Stärke sein", sagt Christian Pahl. So zum Beispiel kämpfen um einen Platz auf der Kreismitteposition mit Robert Stelzig, Stephan Kleinert und Alexander Urban drei Spieler. Zuletzt musste Robert Stelzig mehrfach dran glauben und war zum Zuschauen verdammt. Rückraumspieler Christoph Drescher musste genauso auf der Zuschauertribüne Platz nehmen wie zuletzt Rechtsaußen Christian Riedel. Auch die Spielmacher-Position ist mit Tim Fröhlich, Arne Schneider und Paul Bachmann dreifach besetzt. Vor zwei Wochen gönnte der Coach dem leicht angeschlagenen Schneider eine Pause. Am vorigen Sonnabend im Spiel gegen Fredenbeck erwischte es Mannschaftskapitän Tim Fröhlich. Er saß 60 Minuten auf der Bank. "Ich kann damit gut leben", sagt der 29-Jährige. "Arne hat ein Riesenspiel gemacht, Paul auch. Da gab es keinen Grund, zu wechseln." Und wenn ein Spiel so gut laufe wie gegen Fredenbeck, dann sei alles okay. "Wenn hingegen gar nichts klappt, auf der Mitteposition nichts klappt und man sitzt auf der Bank, wird man schon nervös. Aber einer von uns dreien muss ja funktionieren", sagt Fröhlich mit einem Lächeln. Ihm kommt die Rotation sogar entgegenen. "Ich habe als Familienvater, in meiner Selbsständigkeit und beim Handball eine Dreifach-Belastung. Ich kann gar nicht überall 100 Prozent bringen."

Christian Pahl weiß, dass es im Laufe der Saison jeden erwischen kann. Fast. "Max Bachmann und Robin Manderscheid sind für mich die zwei Herzkammern unseres Spiels. Beide sind gesetzt. Aber auf allen anderen Positionen wollen, werden und müssen wir rotieren, um gut über die Saison zu kommen." Eventuell wird auch noch Linksaußen Christian Ramm ausgeklammert. Er ist so gut wie konkurrenzlos. Gegen Fredenbeck spielte er als einziger 60 Minuten durch.

Wer morgen beim Spiel in Springe (18 Uhr) nicht im Aufgebot ist, wird sich wohl wie immer erst kurz vorher entscheiden. Klar ist, dass Hennig von Oesen doch passen muss. Der Langzeitverletzte hatte mit einem Comeback geliebäugelt, aber in dieser Woche traten wieder Kniebeschwerden auf.

Von Stefan Blumberg

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