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Grünes Zehdenick

Energiewende Grünes Zehdenick

Die Energiewende ist in Zehdenick längst Realität. Schon heute wird mehr Ökostrom produziert als verbraucht. Dafür sorgen zahlreiche Windräder, Solarstrom und Wasserkraft. Ein Großteil der grünen Energie wird über Stromtrassen auf Reisen geschickt.

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Sichtbares Zeichen der Energiewende: das neue Umspannwerk in Badingen.

Quelle: Cindy Lüderitz

Zehdenick. In Zehdenick und der Umgebung wird inzwischen mehr Ökostrom produziert, als verbraucht – die Energiewende ist in der Havelstadt längst Realität, wie Stadtwerkechef Uwe Mietrasch auf einer Veranstaltung des SPD-Ortsvereins am Montagabend sagte.

Die Bundesregierung hat für 2030 die 48-Prozent-Losung ausgegeben. So viel Strom und Wärme soll dann aus erneuerbaren Energien kommen. In Zehdenick wurde dieser Plan schon 2013 übererfüllt. Neben zahlreichen Windrädern „erwirtschaften“ allein 59 Solaranlagen (1300 Megawattstunden), das Wasserkraftwerk (1100 Megawattstunden) sowie die Kraftwärme-Kopplungs- und Biogas-Anlagen (5500 Megawattstunden) der Stadtwerke grüne Energie.

„35 Prozent der verkauften Wärme produzieren wir aus nachwachsenden Rohstoffen“, so Mietrasch. Weitere 30 Prozent würden durch die umweltfreundliche Kraftwärmekopplung erzeugt. Perspektivisch wollen die Stadtwerke auch den Energieträger Holz nutzen – das aber erst, wenn die Marktbedingungen wieder bessere sind.

Zu den sichtbaren Zeichen der Energiewende gehört das neue Umspannwerk in Badingen. Mietrasch spricht von einem Autobahnzubringer. Über diese Schleife gelangen die in der Region erzeugten Energiemengen in die großen Stromtrassen und werden dorthin geleitet, wo sie vor allem die Industrie braucht. Von dem großen Solarpark in Groß-Dölln kann Zehdenick nicht profitieren. „Das ist eine ganz andere Liga“, erklärte Mietrasch und untermauerte dies mit einem Vergleich: die 216 Hektar große Anlage in der Nachbarschaft produziert in Spitzenzeiten 129 Megawatt – in Zehdenick werden sechs verbraucht. Zu wenig, um sie mal eben „abzuzweigen“. Wenig Hoffnung machte Mietrasch den Zuhörern in Sachen Strompreis: „Energie wird teurer werden“.

Von Cindy Lüderitz

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