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Heike Sabrautzki lebt für den HSV-Nachwuchs

Treue Seele Heike Sabrautzki lebt für den HSV-Nachwuchs

Seit 10 Jahren ist Heike Sabrautzki im Hohen Neuendorfer Handball aktiv. Dabei kommt die 49-Jährige eigentlich vom Wasser, trainierte einst am Jugendleistungszentrum für Kanurennsport. Nun hat sie das Handballfieber gepackt. Beim HSV Oberhavel kümmert sie sich um sämtliche Nachwuchsbelange – die könnten bald wieder mehr in den Mittelpunkt rücken.

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Immer für den HSV Oberhavel am Ball: Nachwuchstrainerin Heike Sabrautzki.

Quelle: Torsten Weigel

Hohen Neuendorf. Es sind keine leichten Tage für den HSV Oberhavel. Gerade erst musste der Handballverein aus Hohen Neuendorf seine Männermannschaft vom Spielbetrieb zurückziehen (MAZ berichtete). Eine Nachricht, die auch Heike Sabrautzki traurig stimmt. Doch die 49-jährige Ehrenamtlerin blickt längst wieder nach vorn. „Vielleicht rückt der Nachwuchs jetzt wieder etwas mehr in den Mittelpunkt“, sagt sie. Seit zehn Jahren ist Sabrautzki für den HSV – und vor der Abspaltung der Handballer für den FSV Forst Borgsdorf – zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wird.

„Mein jüngster Sohn fing damals mit dem Handball an“, erinnert sich Heike Sabrautzki. „Aber ich bin nicht der Typ, der nur rumsitzt und zuschaut, da packe ich lieber mit an.“ Also brachte sich die gebürtige Schwedterin selbst mit ein. Dabei wurde sie im Kanurennsport groß, trainierte am Jugendleistungszentrum, lehnte den Schritt auf die Sportschule aus politischen Gründen aber immer ab. Nun hat sie das Handballfieber gepackt. Da mussten auch ihr Mann Detlef, den sie beim Studium in Berlin kennenlernte und der einst in Liebenwalde aktiv war, und ihr älterer Sohn Benjamin, der selbst in Berlin Handball spielte, mitmachen. „Die habe ich einfach mit reingezogen“, sagt sie.

Beide erwarben die C-Trainerlizenz und trainieren nun ebenfalls Nachwuchsteams beim HSV. „Von ihnen habe ich mir vielen abgeguckt“, sagt die Übungsleiterin, die in der abgelaufenen Saison die weibliche E-Jugend des Clubs betreute und auf Platz 1 der Spielunion Nordost führte. Auch zu Hause drehe sich bei den Sabrautzkis fast alles um den Sport. „Wir sind schon ein bisschen handballbekloppt“, sagt sie.

Das Engagement der Hohen Neuendorferin beim HSV geht über die Trainertätigkeit jedoch weit hinaus. „Ich kümmere mich um das ganze Organisatorische“, erklärt Heike Sabrautzki. Sie koordiniert Hallenzeiten und Spielpläne, hält Kontakte zu den Schulen. Alles, was den HSV-Nachwuchs betrifft, geht durch ihre Hände. Für die Grundschule Niederheide betreut sie seit einigen Jahren die Handball-Mannschaften bei „Jugend trainiert für Olympia“. Auf diese Erfolge ist sie auch besonders stolz. „Die Qualifikation für das Landesfinale mit der Grudndschule Niederheide war etwas besonderes.“ Ebenso wie die Vizemeisterschaft mit der E-Jugend vor drei Jahren. Momente, an die sich die Ehrenamtlerin gerne zurückerinnert.

Der Handball hält die Familie Sabrautzki zusammen. Der jüngere Sohn Marc spielt bei den B-Junioren des Oranienburger HC. „Wenn wir selbst nicht unterwegs sind, sind wir mit der Familie dabei, um zuzusehen.“ Die Zeit könnte bald wieder knapper werden. Vereinschef Lutz Müller kündigte bereits an, nach der Abmeldung der ersten Männermannschaft wieder verstärkt auf den Nachwuchs setzen zu wollen. „Es freut mich, dass man den Fokus wieder mehr auf die Jugend richten möchte“, sagt Sabrautzki. Sie bleibt lieber in der zweiten Reihe. „Ich war nie richtig im Vorstand“, bemerkt sie. Doch der Kontakt zur Vereinsführung war stets eng. „Meine Hilfe war immer sehr willkommen.“

Von Christoph Brandhorst

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