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Hennigsdorfer Ringer machen ihr Meisterstück

Ringen: Oberliga Nord Hennigsdorfer Ringer machen ihr Meisterstück

Die HRV-Athleten um Trainer Norman Brennert dominieren den letzten Saisonkampf gegen Hamburg und wollen nun aufsteigen

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Till Kosanke (r.) gewann, weil sein Gegner aufgab.

Quelle: Robert Roeske

Nieder Neuendorf. Da ist er endlich, der ersehnte Meistertitel in der Oberliga für den Hennigsdorfer Ringerverein. Im letzten Saisonkampf gegen Verfolger SC Roland Hamburg ließen die Schützlinge von Trainer Norman Brennert am Samstagabend keinen Zweifel an ihrer Dominanz aufkommen und machten mit einem 21:7-Erfolg vor rund 190 Zuschauern die Meisterschaft perfekt. Überschattet wurde der Sieg von der schweren Verletzung eines Hamburger Ringers.

Als Anzor Israilov im fünften Kampf des Abends (70 kg, Freistil) versuchte, einen Angriff von Andre Paris zu kontern, knickte ihm der Arm weg. Was zunächst übel aussah, entpuppte sich als ausgekugelter Ellenbogen. Die vier Punkte strich die KG Hennigsdorf/Tegel ein. „So etwas soll nicht passieren, passiert im Sport aber leider immer wieder“, sagt Paris, der mit seinem Freistil-Kampf als Klassik-Experte bis dahin zufrieden war. Erst nach einer gut halbstündigen Unterbrechung ging es weiter.

Da führten die Hennigsdorfer schon komfortabel 9:4. Routinier Andreas Voge siegte kampflos, da Hamburg seine Gewichtsklasse nicht besetzen konnte. Doch weil Sebastian Torney danach in der Klasse bis 130 kg durch Schulterwurf unterlag, ging die volle Punktzahl an die Gäste. „Das war natürlich kein positiver Start“, sagt Norman Brennert, der danach Siege von Mick Schrauber (2:1) und Till Kosanke (Aufgabe des Gegners) sah.

Nach der Verletzung Israilovs war dem HRV, der sogar mit fünf Zählern Unterschied hätte verlieren können, kaum noch zu nehmen. Zumal sein Landsmann Hussein Karimov als Übersetzer mit ins Krankenhaus musste und seinen Kampf gegen Michael Martinke – diesmal Kapitän der Hennigsdorfer – in der Klasse 75 kg Griechisch-Römisch nicht bestreiten konnte. Auch Mathias Görtz brachte durch technische Überlegenheit vier Punkte ein. Lediglich Malte Lemm musste sich in der 75 kg Freistil dem Hamburger Steffen Lübke geschlagen geben.

„Dass wir das sportliche Niveau haben, haben wir nun bewiesen“, sagt ein glücklicher HRV-Coach. Doch mit einem Aufstieg in die Regionalliga, der dritthöchsten Klasse im Ringen, kämen weitere Herausforderungen auf den neuen Oberliga-Meister zu. „Wir müssten dann zehn Gewichtsklassen besetzen und das Ganze auch finanziell stemmen können.“

Von Christoph Brandhorst

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