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Holpriger Auftritt, aber zwei Punkte

3. Handballliga: Oranienburger HC schlägt die Reserve des Vereinsweltmeisters Holpriger Auftritt, aber zwei Punkte

Der Oranienburger HC hat den dritten Sieg in Folge eingefahren. Der Derbysieg gegen die Füchse Berlin II fiel letztlich deutlich aus. Dennoch sprach Oranienburgs Trainer Christian Pahl von Klassentreffen-Atmosphäre, jedenfalls bei seiner Mannschaft.

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Linus Dömeland war am Samstag Mister Zuverlässig und traf sechsmal.

Quelle: foto: robert roeske

Oranienburger HC – Füchse Berlin II 32:25 (15:13). . Immer wieder tief durchatmen, Hände auf die Schenkel klopfen, sich durch die Haare fahren – den Zuschauern ging’s wie Spielern und Verantwortlichen. „Ein Arbeitssieg“, urteilte Oranienburgs Co-Trainer Matthias Lessig nach dem Erfolg gegen den Lokalrivalen. Ja, schwer getan haben sich die Oranienburger, obwohl sie mit zwei Siegen im Gepäck als leicht favorisiert galten. Aber der Oranienburger Coach hatte es im Vorfeld schon gesagt: „Wir dürfen keine falschen Schlüsse ziehen.“ Offensichtlich hat das seine Mannschaft, in der sechs ehemalige Füchsespieler stehen, getan. Der nötige Biss fehlte, um erfolgreich zu sein. „Ich wollte die Klassentreffen-Atmosphäre verhindern.“

In der ersten Halbzeit schien es, als ob der OHC das Gaspedal nie voll durchdrückt. Den frühen 1:3-Rückstand machte das Team wett (4:4), führte ab dem 6:5 ständig, aber besaß nicht den Drang, früh für klare Verhältnisse sorgen zu wollen. „Mir hat das Spiel nicht gefallen. Die Mannschaft war nicht wach, zeigte keine Körpersprache, ließ phasenweise alles zu“, bemängelte Christian Pahl. Er meinte zum Beispiel, dass sein Team „zu faul war“, sich Abpraller zu holen, womit die Füchse oft in Ballbesitz blieben oder kamen. Und in Unterzahl gelangen den Berlinern allein in der ersten Halbzeit vier Tore. Beim 12:9, spätestens aber beim 14:10 hätten die Hausherren schon eine Vorentscheidung herbeiführen können. Aber im Nu waren die Füchse wieder ran (14:13). Wenn nicht Torwart Simon Herold mit acht Paraden geglänzt hätte (Füchse-Trainer Max Rinderle: „Im gesamten Spiel waren es gefühlte 30 Bälle.“) und Ivan Szabo zwei Siebenmeter von Nils Jürschke entschärft hätte, dann ... Einige Tore von Kevin Struck  waren  laut OHC-Coach Pahl jedoch mit Ansage, sprich haltbar.

Die Oranienburger erhöhten nach der Pause die Schlagzahl. Beim 22:18 von Linus Dömeland war erstmals der Vier-Tore-Abstand hergestellt. Der vergrößerte sich zum Ende der Partie – auch dank Nils Müller, der auf der Rechtsaußenposition genau so gut auftrumpfte wie vorher Robert Kählke (je vier Tore). „Ich bin sehr zufrieden, durfte eine Halbzeit spielen, das hat das Spaß gemacht“, sagt der 20-Jährige. „Es war schon eine Derbystimmung, es macht doch mehr Spaß, vor so vielen Zuschauern zu spielen als in Berlin in einer leeren Halle.“ Darüberhinaus gewann er das „Privat-Duell“ mit seinem Kumpel Angelo Grunz. Der Füchse-Torwart wollte keinen Ball von Müller reinlassen. Grunz zum Spiel: „Wir haben uns von einigen vergebenen Möglichkeiten einschüchtern lassen, dann gingen die Köpfe runter.“ Sein Coach sah das junge Berliner Team in entscheidenden Momenten Fehler machen und den OHC cleverer. Zufrieden war er mit seinen Spielern Struck und Schade, die beide im Team des aktuellen Vereinsweltmeisters der Füchse standen.

Nach 60 Minuten stand vor 785 Zuschauern ein klarer Sieg, an dem der angeschlagene Dominic Kehl (neun Tore) seinen Anteil hatte. Trainer Christian Pahl: „Mit 6:2 Punkten sind wir gut dabei.“

Von Stefan Blumberg

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