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Im Tanzschritt durch Havanna

Tanzen Im Tanzschritt durch Havanna

Die 25-jährige Tiffany Maske, Tanzlehrerin aus Hohen Neuendorf, besuchte im Rahmen eines künstlerischen Austausches die Insel Kuba.

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Fidan Sirin (v.l.), Tiffany Maske und Emine Palabiyik sind „Bordaline“.

Quelle: Privat

Hohen Neuendorf. Schneeweiße Strände, strahlender Sonnenschein, dicke Zigarren und Menschen mit Rhythmus im Blut. Die Insel Kuba gilt seit Jahrzehnten als das Traumziel vieler Touristen und als Sehnsuchtsort. Für die 25-jährige Tänzerin Tiffany Maske wurde dieses Traumziel Realität. Im Rahmen des Projekts „HaBer – Movimiento“ trafen zehn deutsche und zehn kubanische Künstler und Tänzer unterschiedlichster Biografien unter dem Aspekt des interkulturellen Lernens zusammen, um die gesellschaftlichen Strukturen und medialen Bilder der Partnerländer zu hinterfragen. Unter den zehn deutschen Teilnehmern war auch die Tanzlehrerin aus Hohen Neuendorf.

Die Berlinerin ist in der Tanzszene keine Unbekannte. Zusammen mit Emine Palabiyik und Fidan Sirin tanzt die 25-Jährige in der Gruppe „Bordaline Berlin“. Die Besonderheit der Bordaline-Crew ist, dass sie als reines Frauenteam in der Hip-Hop-Szene kontinuierlich aktiv ist. Anfang letzten Jahres haben sie ihr erstes„Bordaline Battle“ veranstaltet, welches zukünftig jährlich stattfinden soll. 800 Gäste aus verschiedenen Ländern und Kontinenten waren dabei. Die jungen Frauen haben bereits für Firmen wie Nike und Adidas, bei der Echo-Verleihung und mit Künstlern wie Rosenstolz, Sido und Peter Fox performt.

Eines der größten Ziele für das Bordaline-Team ist es, internationale Austauschprojekte zu organisieren, so hat das älteste Mitglied der Gruppe, Fidan Sirin (28), einen eigenen Verein (be active e.V.) gegründet und ein Team (HaBer/Havanna -Berlin) zusammengestellt. Mit dem ging es auch zum künstlerischen Austausch nach Kuba – für Tiffany Maske die Erfüllung eines Traums. „Es war eine wundervolle Zeit und eine ganz wichtige Lebenserfahrung für mich. Kuba ist ein sehr armes Land, doch die Menschen sind unfassbar herzlich und haben wahnsinnig viel Rhythmus im Blut.“

Eine Woche lang trainierten die Tänzer und Tänzerinnen sechs Stunden am Tag, um dann auf einem großen Festival in Havanna zu performen. „Die Kubaner waren sehr überrascht, dass es in Deutschland so viele Hip-Hop-Schulen gibt. Da es dort kaum Internet gibt, sind sie gerade beim Hip-Hop schon deutlich zurück gegenüber unseren Sphären, da es kaum Möglichkeiten gibt sich inspirieren zu lassen. Aber beim Salsa und Rumba sind sie eine Klasse für sich“, so Maske, die in der Hohen Neuendorfer Tanzschule „Tanzwunder“ Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis 18 Jahren den Hip-Hop näherbringt. Die in Kuba mitgenommenen Erlebnisse möchte Tiffany Maske künftig auch in ihre Kurse einfließen lassen.

Einen Gegenbesuch der kubanischen Tänzer gab es bereits in Berlin, auch hier wurde fleißig trainiert und anschließend eine gemeinsame Performance vorgeführt. Zudem wurde der in Kuba gedrehte Dokumentarfilm über die vier Wochen andauernde Reise in dem Karibikstaat uraufgeführt. Die Gruppe „Bordaline“ plant auch in den kommenden Jahren einen stetigen Austausch mit Kuba, bereits im Oktober wird Fidan Sirin wieder dorthin reisen. Auch Tiffany Maske hofft, im kommenden Jahr wieder Gast beim Festival in Kuba zu sein. „Das war schon klasse, es waren unglaublich viele Menschen da und haben uns toll unterstützt. Wahnsinn, welche Wärme dir dort entgegengebracht wird“, sagt sie.

Von Knut Hagedorn

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