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In allen Belangen unterlegen

Handball, 3. Liga Nord In allen Belangen unterlegen

Das hatten sich die Oranienburger anders vorgestellt: Aber der zweistündige Stau auf der Autobahn 24 (zwischen Dreieck Havelland und Abfahrt Fehrbellin) und der damit verbundene verspätete Anpfiff, der bescheidene Auftritt und das engagierte Spiel des Zweitliga-Absteigers machten alle Pläne zunichte.

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Was der OHC auch probierte (hier Robert Herz), der Rostocker Keeper Thore Jöhnck (l.) parierte glänzend.

Quelle: FOTO: A. M.

Rostock. Der Oranienburger Handball-Club hat das erste Auswärtsspiel dieser Drittliga-Saison beim Zweitliga-Absteiger Empor Rostock völlig verdient mit 19:22 verloren. Die Mannschaft scheiterte vor allem an sich selbst.

„Das Ergebnis sagt alles. Ich weiß nicht, wie viele Chancen wir ausgelassen haben“, sagte OHC-Spieler Hüseyin Öksüz nach den enttäuschenden 60 Minuten an der Ostseeküste. Die Abwehr habe gut gestanden, aber die Angriffsleistung sein außerordentlich schlecht gewesen. Zwar führten die Oranienburger bereits nach wenigen Minuten mit 3:1, doch schon zu diesem frühen Zeitpunkt zeigte sich, dass die Rostocker Ballwerfer im Angriff viel beweglicher waren und vor allen Dingen mit ihrem Torwart Thore Jöhnck einen Mann im Kasten hatten, der am Sonntagnachmittag schier unbezwingbar blieb. Er parierte nicht nur die ersten beiden Oranienburger Siebenmeter von Dennis Schmöker, sondern eine Reihe weiterer Würfe.

Aus dem 1:3 wurde schnell ein 6:3 und 9:5. Der Oranienburger HC konnte sich bei der eigenen Abwehr bedanken, dass es zur Pause nur 9:6 für die Ostseestädter stand. Nach dem Wechsel änderte sich allerdings nicht viel am Spielverlauf, denn die Rostocker Rückraumspieler Leon Witte und Robin Breitenfeldt machten das Treiben verrückt, bauten stets Druck auf und waren selbst gefährlich. „Es war sehr schwer, gegen sie zu verteidigen, sie haben sehr gut gekreuzt“, gestand Rückraumspieler Hüseyin Öksüz. Zwar einteilten die Gastgeber in der ausverkauften Halle dem OHC nie gänzlich, dennoch lagen sie ständig mit drei bis fünf Treffern in Führung. Immer wieder bremste Schlussmann Thore Jöhnck eine mögliche Aufholjagd aus. Beste Gelegenheiten von allen Positionen machte er zunichte.

Der enttäuschte OHC-Trainer Christian Pahl gab unumwunden zu, dass auch in diesem Spiel acht Positionen vergeben waren (inklusive Trainer) – und auf acht Positionen war sein Team unterlegen. Vor allem die Chancenverwertung der Oranienburger, die zuvor beide Spiele gewonnen hatten, war miserabel.

Nicht nur die Oranienburger Mannschaft kam wegen des Staus auf der Autobahn (wegen eines Unfalls wurde die A 24 für etwa drei Stunden voll gesperrt), den zahlreichen mitgereisten Fans erging es ebenso. Zwölf von ihnen erfuhren an der Tageskasse, dass die Halle ausverkauft sei. Kein Reinkommen mehr. „Sie hätten sich anmelden müssen“, begründeten die Kassierer Richtung Fans. Die kannten solche Verfahrensweise nicht, waren entsetzt. Erst das Einlenken des Geschäftsführers des HC Empor Rostock, Stephan Stübe, ermöglichte es den Oranienburger Zuschauer, doch noch in die Halle zu kommen. Sie belegten freie Plätze in der Arena.

Von Stefan Blumberg

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