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Keine teuren Extras in Zehdenick

Verwaltungsumbau in der Havelstadt Keine teuren Extras in Zehdenick

Denkbar knapp fiel am Donnerstag das Votum zum Bau eines repräsentativen Empfangsgebäudes an der Stadtverwaltung Zehdenick aus. Zehn Abgeordneten stimmten für das 350 000 Euro teure Extra, elf Abgeordneten dagegen.

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Der Eingangsbereich der Stadtverwaltung erhält einen kleinen Windfang, kein großes Entree.

Quelle: Uwe Halling

Zehdenick. Die Würfel sind gefallen: das Verwaltungshaus in Zehdenick wird keinen großen Anbau bekommen. Die Pläne für ein repräsentatives Entree-Gebäude sind vom Tisch. Die Stadtverordneten entschieden sich am Donnerstag nach intensiver Diskussion mit einer knappen Stimmenmehrheit (11:10) für die „kleine Variante“ – und die heißt Windfang. Das Gremium folgte mit seinem Votum einer Empfehlung der Stadtverwaltung.

Bürgermeister Arno Dahlenburg hatte zu bedenken gegeben, dass es mit dem Bau eines 136 Quadratmeter großen Empfangsgebäudes allein nicht getan wäre. Es bräuchte dann auch zusätzliches Personal, welches für die Bürger Ansprechpartner ist. Die „Pförtnerloge“ war am Anfang ein wenig belächelt worden und wäre der Kommune mit zwei kalkulierten Stellen vermutlich in der immer wieder kehrenden Diskussion um die Personalkosten der Verwaltung auf die Füße gefallen.

Die Befürworter hielten dem entgegen, dass die Mehrkosten für ein Empfangsgebäudes gegenüber den Windfang überschaubar seien – und ein solches Haus für lange Zeit zu einer besonderen Visitenkarte der Stadt werden könnte. Im Vorfeld hatte Architekt Peter Garkisch noch einmal seine Entwürfe vorgestellt, mit der die Eingangssituation der Stadtverwaltung verbessert und das Haus bürgerfreundlich geöffnet werden sollte.

Dass die Stadt nicht das Gesamtpaket wird realisieren können, hatte sich bei der Kalkulation bereits abgezeichnet, weshalb Teilmaßnahmen bereits rausgestrichen oder aber verschoben wurden. Die Stadtverordneten taten sich schwer mit ihrer Entscheidung. Mit Rücksicht auf den städtischen Haushalt war im Dezember eine „sparsame“ Sanierung geplant worden – ohne Entree. Hinterher wurde bekannt, dass das Empfangsgebäude die Gesamtinvestition „nur“ mit knapp 200 000 Euro verteuern würde – einige Abgeordnete hielten die Kosten in der Gesamtbetrachtung für darstellbar und rollten das Verfahren neu auf. Bei den Bürgern war der Empfangssaal umstritten. Manche kritisierten den Bau als „Palazzo Prozzo“, andere empfanden das bürgerfreundliche, weil offene Entree als überfällig.

Von Cindy Lüderitz

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