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Kunst am Dagowsee-Rundweg

Neuglobsow Kunst am Dagowsee-Rundweg

Es ist ein außergewöhnliches Projekt, welches in Neuglobsow gestern in die Tat umgesetzt wurde. Skulpturen von sechs Künstler stehen jetzt am Rande des Dagowsees und werden immer ein Blickfang für Wanderer und Touristen sein.

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Hier wird gerade die „Königin der Nacht“ in den Boden gebracht.

Quelle: Uwe Halling

Neuglobsow. Sie heißen Charon, Fischkatze, Homer oder Quellennymphe. Sie sind schlank, groß und schick anzusehen. Sie bestehen aus Holz und erhielten verschiedene Farben. Sie säumen den Dagowsee und einzelne Punkte in Neuglobsow. Elf Skulpturen verschönern seit gestern den Dagowsee-Rundweg sowie Neuglobsow. In einer konzertierten Aktion wurden sie am Donnerstag in den Boden gebracht – von früh bis zum späten Nachmittag. Kurz vor der Mittagszeit hievte der große Kran die „Königin der Nacht“ von der Zehdenickerin Gudrun Lomas in den vorbereiteten Schacht. Die Hände vieler Helfer brachten den Koloss in die richtige Position. Genau wie alle anderen Skulpturen. „Es ist schön, dass auf diese Art viele Menschen die Arbeiten zu sehen bekommen“, so die Künstlerin. Sie sagt das auch deshalb, weil sie weiß, welch immense Arbeit dahinter steckt. „Es war wirklich ein harter Job, die Eiche zu bearbeiten, auch für den Rücken“, so die Künstlerin, die sich noch sehr gut daran erinnern kann, dass in der Sommerhitze daran gearbeitet wurde.

Rentner-Brigade war zur Stelle und half

Drei der elf Skulpturen waren schon zuvor aufgestellt worden: an den Stränden des Stechlin- und Dagowsees sowie am Glasmuseum. Gestern wurden mit Hilfe schwerer Technik des Revierförsters Matthias Henke acht weitere Löcher aufgebohrt und danach von Hand 1,20 Meter ausgehoben. „Wir haben mit 14 Männern geholfen“, sagt Wolfgang Schmolke stolz. Die von ihm geführte „Rentner-Brigade“ von Neuglobsow half wieder einmal da, wo es nötig ist. „Wir sind ihnen sehr dankbar, dass sie uns so geholfen haben“, meinte Mario Schrumpf, Leiter des Naturparkes Stechlin-Ruppiner Land. Von 7 Uhr an arbeiteten sie im strömenden Regen. Von der Mittagspause abgesehen, ging das anschließend weiter. „Wir wollen das heute alles zu Ende bringen“, so Wolfgang Schmolke.

Der Ursprung für dieses hochkarätige Projekt liegt vier Jahre zurück. Eine Ausstellung in Brüssel gab den Anstoß dafür. Möglich geworden ist es schließlich durch die Stiftung des Naturschutzfonds Brandenburg. Sie finanzierte das Ganze, das Geld kommt aus dem EU-Life-Projekt Feuchtwälder, einem Förderprogramm der EU. Etwa 23 000 Euro sind ausgegeben worden. „Es ist ein außergewöhnliches Projekt“, sagt Inga Willecke, Projektmitarbeiterin Life Feucht bei der Stiftung des Naturschutzfonds. Sie war gestern mit Projektleiter Michael Zauft in Neuglobsow.

Werke vom internationalen Symposium

Die Skulpturen schufen sechs Künstler auf den internationalen Kunstsymposien in Kunsterspring in den Jahren 2014 und 2016. Dort standen die Arbeiten bis gestern und wurden nach Neuglobsow transportiert. Zehn der elf Werke sind im Boden versenkt. Eine – „Sonnentau“ – folgt noch, da sie aus logistischen Gründen noch nicht nach Neuglobsow gefahren werden konnte. Inga Willecke weist daraufhin, dass neben den Skulpturen auch Informationstafeln aufgestellt wurden. Auf denen erfahren die Wanderer Wissenswertes zum Rundweg, zu den Skulpturen, zum Moorwald (der Dagowbruch liegt ganz in der Nähe) und zur Landschaftsgeschichte.

Von Stefan Blumberg

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