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Marathon am Netz: Drei Spiele in 44 Stunden

Lindow-Gransee in der Liga und im Pokal gefordert Marathon am Netz: Drei Spiele in 44 Stunden

Das Wochenend-Programm des Zweitligisten SV Lindow-Gransee hat es in sich. Binnen 44 Stunden stehen die Punktspiele beim VC Olympia Berlin (Freitag, 20 Uhr) und gegen die Netzhoppers Königs-Wusterhausen (Sonnabend, 18 Uhr) sowie das Pokal-Ausscheidungsspiel gegen Eagles Kiel (Sonntag, 16 Uhr) an.

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Quelle: dpa

Gransee. Aus Sicht von Trainer Victor Eras ist dieses Programm kein Drama. "Der muss auch nicht spielen", scherzt Max Betzien. Der Annahmespieler spricht von einer ganz guten Belastung. "Aber irgendwie müsste das zu schaffen sein." Das glaubt auch Eras. "Ich habe so ein Programm schon öfter erlebt. Bei Turnieren stehen auch mal drei Spiele in zwölf Stunden an." Im Nachwuchs, wo es über zwei Sätze geht, entgegnet Betzien. Und Trainingseinheiten stünden auch noch an. Dazu Eras: "Spiele sind in der Regel nicht so anstrengend wie Training. Die körperliche Belastung am Wochenende ist auf keinen Fall ein Problem."

Entscheidend sei vielmehr die Frage, wie die Mannschaft mit der psychischen Last umgeht. Gerade die morgige Partie in der Hauptstadt ist für die Grün-Weißen immens wichtig. "Es ist schon fast ein Muss, dieses Spiel zu gewinnen", betont Betzien, schließlich stehe der Gegner ohne Punkt am Tabellenende. "So langsam muss unser erster Sieg her. Und der Gegner ist sicher machbar." Auch Eras macht keinen Hehl daraus, dass die Begegnung beim VCO das wichtigste Match am Wochenende sei.

Am Sonnabend sind die Vorzeichen andere. Dann geht es in eigener Halle gegen den Bundesliga-Rückkehrer, der bislang erst einen Satz abgeben musste. Freiwillig abschreiben wollen die Granseer aber auch diese Partie nicht. Betzien: "Es wird nicht einfach. Aber es ist etwas drin."

Das gelte auch für das Spiel am Sonntag gegen den KMTV. Im Duell der beiden Regionalpokalsieger geht es um den Einzug in die erste Hauptrunde des DVV-Pokals. Der Sieger ist dabei und empfängt im November den Erstligisten evivo Düren. "Es wäre schön, mal gegen so einen Gegner zu spielen", bemerkt Betzien. Ein Muss sei der Einzug in den DVV-Pokal aber auf keinen Fall. Ähnlich formuliert es sein Trainer. "Das wäre mal eine schöne Sache. Aber wenn ich es mir aussuchen könnte, wären mir Siege in den beiden Punktspielen wichtiger."

Ob Eras am Wochenende unterschiedliche Mannschaften auf das Parkett schickt, will er spontan entscheiden. Das hänge auch davon ab, wie es am Freitag in Berlin läuft. "Zur Not werde ich ein bisschen wechseln. Aber die Belastung stecken meine Spieler weg." Dass Fußballer gelegentlich klagen würden, wenn an einem verlängerten Feiertags-Wochenende zwei Spiele anstehen, kommentiert Eras mit einem Lächeln. "Die richtig harten Kerle spielen eben Volleyball."

Der langjährige Fußballtrainer Dietmar Müller hält eine Doppelbelastung an einem Wochenende aber für schwierig. "Im Amateurbereich ist das schon undankbar. Da muss eigentlich mit unterschiedlichen Teams gespielt werden."

Und wie sieht es Martin Siegler vom Oranienburger Handballclub? "Das ist bei uns schon etwas anderes als beim Volleyball. Bei uns gibt es eine ganz andere körperliche Auseinandersetzung. Ich sage ja gern mal, dass sich Volleyballer hinter dem Netz verstecken", scherzt der Nachwuchstrainer. Viele Spiele innerhalb kürzester Zeit gebe es im Handball eigentlich nur bei Turnieren. "Das ist immer eine große Belastung. Beim EMB-Cup war zu sehen, wie die Teams reihenweise eingebrochen sind." Siegler findet dann doch noch anerkennende Worte für die Volleyballer. Wie sie bei der Europameisterschaft Tag für Tag das Niveau hoch gehalten hätten, sei stark gewesen.

Aus Sicht von Victor Eras sei das kein Lob wert. "Wir sind Sportler und keine Weicheier."

Von Stefan Zwahr

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