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Martin Smolinski krönt sich in Wolfslake zum Meister

Speedway-Meisterschaft fällt fast ins Wasser Martin Smolinski krönt sich in Wolfslake zum Meister

Was für ein Rennen. Die Deutsche Speedwaymeisterschaft am Sonntag in Wolfslake ließ kaum etwas an Dramatik aus. Lang anhaltender Regen und entsprechend schlechte Bahnverhältnisse sorgten für Diskussionen: Das Rennen starten oder verschieben? Die Rennleitung behielt die Nerven, wollte das Rennen durchziehen.

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Der Dauerregen machte die Speedway-Meisterschaft zur Geduldsprobe für die Fahrer.

Quelle: Robert Roeske

Wolfslake. Was für ein Rennen. Die Deutsche Speedwaymeisterschaft am Sonntag in Wolfslake ließ kaum etwas an Dramatik aus. Lang anhaltender Regen und entsprechend schlechte Bahnverhältnisse sorgten für Diskussionen: Das Rennen starten oder verschieben? Die Rennleitung behielt die Nerven, wollte das Rennen durchziehen, zunächst zum Unverständnis vieler Fahrer und Fans. Die Qualifikationsläufe – nur die besten acht Fahrer der Meisterschaft 2014 waren für die Hauptrunde gesetzt – begannen mit dreieinhalb Stunden Verspätung; pro Lauf wurden hier aus Zeitnot statt der üblichen vier nur drei Runden gefahren. Das Wetter, Bahndienste und Stürze sorgten für weitere Verzögerungen. Die Siegerehrung fand nicht um 17 Uhr, sondern gegen 19.30 Uhr statt. Trotz alledem: Die 900 Zuschauer, unter ihnen der Bürgermeister der Gemeinde Oberkrämer Peter Leys und der stellvertretende Landrat Oberhavels Egmont Hamelow, sahen auf dem „Eichenring“ packenden Rennsport und drei glückliche Männer auf dem Siegerpodest.

Der Olchinger Martin Smolinski gewann den Titel mit Punktmaximum. Für den 30-jährigen Grand-Prix-Fahrer der letzten Saison war das nach 2007, 2009 und 2010 der vierte Erfolg bei der Einzelmeisterschaft. Auf dem Podest lobte der Bayer den Veranstalter und die Zuschauer für ihr Durchhaltevermögen, sprach von einem „geilen“ Rennen und wünschte im Namen aller Fahrerkollegen und Fans Christian Hefenbrock beste Genesung. Der 30-jährige Liebenthaler und Wolfslaker Bundesligafahrer war über die Qualifikation ins Hauptfeld gekommen und in seinem zweiten Punktlauf ohne Fremdeinwirkung gestürzt. Mit dem Rettungshubschrauber wurde er in die Unfallklinik geflogen.

Die Entscheidung über den Vizetitel fiel wegen Punktgleichheit in einem Stechen. Kevin Wölbert (26) aus Heidhof ließ den Lassentiner Tobias Busch (27) keine Chance. „Buscher“ hatte an diesem Tag Schwerstarbeit geleistet. In seinem ersten Qualifikationslauf fuhr er ins Startband und wurde disqualifiziert. Weitere drei Qualifikationsläufe beendete er als Sieger, um dann trotzdem nur den ersten Reserveplatz fürs Hauptfeld zu bekommen. Sein Glück: Der gesetzte Fahrer Robert Lambert war nicht in Wolfslake eingetroffen und somit musste sich Busch nicht auf das Pech eines Konkurrenten verlassen. Zur Siegerehrung ließ der Mecklenburger Dampf ab, rügte das Reglement und konnte es selbst kaum fassen, sich soweit vorgearbeitet zu haben.

Stadionsprecher Hans Werner Ruge hätte am liebsten einen Fairnesspokal an Valentin Grobauer (20) vergeben. Der Ruhstorfer war im 20. Lauf des Tages ausgefallen, schob mühsam sein Motorrad in den Innenring und verhinderte somit einen Abbruch des Laufes.

Für Lokalmatador Mathias Bartz (30) aus Kremmen war das Rennen „zum Abhaken“. Im vorigen Jahr noch DM-Siebenter kam er diesmal mit drei Punkten nur auf den 13. Platz. Vater Jörg relativierte zu Recht: „Hier waren keine Pfeifen am Start.“

Ihr Club, das gastgebende Speedway-Team Wolfslake, richtete nach der Deutschen Juniorenmeisterschaft 1997 und der Deutschen Schülermeisterschaft 2014 erneut einen Titelkampf in einer Soloklasse aus und feierte zugleich „35 Jahre Bahnsport in Wolfslake“. Drei Männern der ersten Stunde wurde mit großen Präsentkörben für ihr jahrelanges Engagement im Wolfslaker Motorsport gedankt: Jörg Reinnel, Fred Hoffmann und Hans Heinrich Albrecht. Sie waren schon bei der Clubgründung am 2. Februar 1980 und im selben Jahr bei der Organisation der ersten Rennen – damals noch auf einer Sandbahn – dabei.

Von Birgit Hradetzky

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