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Mike Tilgner: Vom Läufer zum Triathleten

Schwimmen, Radfahren, Laufen Mike Tilgner: Vom Läufer zum Triathleten

Der Hennigsdorfer war mehrfach schnellster Oberhavel-Starter des Berlin-Marathons. Irgendwann reichte ihm das Laufen allein nicht mehr aus. Inzwischen gehört Mike Tilgner zu den schnellsten Dreikämpfern des Landkreises – und sucht nach neuen Herausforderungen.

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Auf dem Weg zur Fabelzeit lief Tilgner den abschließenden Marathon in 3:22 h. Vorher bewältige er 180 Radkilometer in 4:53 h.

Quelle: privat

Hennigsdorf. Mike Tilgner ist in der Region kein Unbekannter. Der 46-Jährige hat zahlreiche Volksläufe gewonnen und war mehrfach der schnellste Oberhavel-Starter beim Berlin-Marathon. Seine Bestzeit auf der 42,195 Kilometer langen Strecke steht derzeit bei 2:47 Stunden.

Es kam der Punkt, da reichte dem ehrgeizigen Athleten das Laufen alleine nicht mehr aus. Eine neue Herausforderung musste her und diese fand Tilgner vor rund drei Jahren im Triathlon. „Die Mischung aus Schwimmen, Radfahren und Laufen ist sehr interessant“, bemerkte der Hennigsdorfer, der in den 80er-Jahren einen sportlichen Dreikampf am Fernseher verfolgte und „Feuer fing“. Tilgner: „Allerdings war das lange nicht mehr als ein stiller Traum. Denn ich dachte, dass ich das nie im Leben schaffen würde.“

Tatsächlich war der Anfang schwer. Vor allem beim Schwimmen musste der zweifache Familienvater viel Wasser schlucken und etliche Stunden im nassen Element verbringen, ehe aus planschen schnelles schwimmen wurde. Besser lief es auf dem Rad. „Das hat von Anfang an richtig Spaß gemacht.“ Mit hoher Geschwindigkeit durch die Landschaft zu brettern sei toll.

Und nun? Gerade einmal drei Jahre sind seit den ersten zaghaften Triathlonversuchen vergangen. Mittlerweile gehört Mike Tilgner zu den schnellsten Athleten des Landkreises. Sein Debüt auf der Langstrecke – dabei müssen 3,8 km geschwommen, 180 km radgefahren und 42,2 km gelaufen werden – absolvierte der Softwareingenieur 2014 in respektablen 10:33 Stunden. Damit nicht genug. Ein Jahr später pulverisierte Tilgner an gleicher Stelle diese Marke: Bei 9:23:33 Stunden blieb die Uhr stehen. Das ist eine der schnellesten Zeiten, die je ein Sportler aus der Region auf der Langdistanz aufgestellt hat. „Ich bin sehr dankbar darüber, dass in der Vorbereitung und im Rennen alles reibungslos geklappt hat“, sagte Tilgner, der sich bei seiner Familie bedankte: „Ohne das Verständnis und die Unterstützung meiner Frau hätte ich das Projekt nicht angehen können.“ Monatelanges und intensives Trainings seien nötig gewesen, um die Fabelzeit zu erreichen. Zeitweise kamen im Training 15 Stunden pro Woche zusammen, aufgeteilt auf 7 Schwimm-, 200 Rad-, und etwa 50 Laufkilometer.

Bei all der Freude über den Erfolg bleibt eine Erkenntnis: Für die Zukunft hat Mike Tilgner die Messlatte sehr hoch gelegt. „Ich habe lange überlegt, welcher sportlichen Herausforderung ich mich dieses Jahr stelle“, verriet Tilgner, der sich (vorerst) gegen eine weitere Langdistanz entschied. „Ich habe zwei Jahre viel investiert und möchte langfristig gesehen nicht den Spaß verlieren.“ Daher sei 2016 ein Jahr für die Familie und für die kürzeren Distanzen. „Eine schnelle Halbdistanz steht bei mir für Juni auf dem Plan.“ Außerdem könnte sich Tilgner vorstellen, wieder einmal mehr zu laufen. „Es reizt mich, die Marathonbestzeit anzugreifen.“ Eine Rückkehr zum Läuferdasein soll das jedoch keinesfalls sein. „Ich bin mit dem Wechsel zum Triathlon sehr glücklich.“

Von Torsten Weigel

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