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Mit Gier zu den Füchsen

3. Handball-Liga Mit Gier zu den Füchsen

Vor dem Berlin-Brandenburg-Derby in der 3. Handball-Liga gegen die Füchse Berlin II stellen sich dem Oranienburger Handball-Club viele Fragen. Die Vorbereitung verlief nicht optimal. Noch dazu erwartet den OHC wohl ein Gegner mit Profi-Unterstützung.

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OHC holt Punkt bei den Füchsen

Hinspielszene: Robin Manderscheid (r.) setzt sich durch.

Quelle: Robert Roeske

Berlin/Oranienburg. Das Spiel wirft mehr Fragen auf, als im Vorfeld beantwortet werden können. Wie bissig sind die Füchse nach vier Niederlagen in Folge? Wie hat der OHC die 14-tägige Pause verkraftet? Schicken die Berliner wie zuletzt gegen Magdeburg II drei Profispieler ins Rennen (Weihrauch, Jimenez, Vrazalic)? Wird es ein ganz anderes Spiel als das Hinrundenduell (32:25 für den OHC)?

„Was die Füchse-Besetzung angeht, müssen wir es nehmen, wie es kommt“, sagt Oranienburgs Trainer Christian Pahl. Es ist nicht das erste Mal so, dass die Oranienburger während einer Europa- oder Weltmeisterschaft auf die Berliner Bundesliga-Reserve treffen und Pech haben, dass Profis mitwirken. Vor zwei Jahren war das auch so – der OHC verlor durch ein Tor in der Schlusssekunde von Jonas Thümmler (jetzt bei Zweitliga-Spitzenreiter HC Erlangen) mit 19:20. „Ich bin froh, dass wir im Verein so gut mannschaftsübergreifend kooperieren. Wir werden unterstützt, geben aber auch Spieler ab“, sagt Füchse-Trainer Max Rinderle. „Wir lassen uns mal überraschen, wer aufläuft“, so der Coach vielsagend.

„Wir haben in den letzten Auswärtsspielen versagt, deshalb fahren wir nicht als Favorit nach Berlin. Auch wenn die Tabelle vielleicht etwas anderes sagt“, stellt Christian Pahl klar. Er bezieht bei seiner Beurteilung auch das Training nach dem Hildesheim-Spiel vor 14 Tagen mit ein. „Die zwei Wochen haben wir nicht effektiv genutzt.“ Es fehlten immer wieder Spieler. Ein kleiner Lichtblick: Am Donnerstag fanden sich alle einsatzbereiten Akteure beim Training ein – es war erst das zweite Mal in dieser Saison. Der Coach: „Und sie haben sehr gut trainiert.“ Die Berliner schätzt er weitaus stärker ein als in der Hinrunde. Überdurchschnittliche Spieler wie Spengler oder Scheithauer standen da gar nicht im Aufgebot (verletzt), die Profis ohnehin nicht. Nationalspieler Paul Drux will nach seiner Verletzung wieder einsteigen, trainiert auch schon. Wann kommt sein erster Einsatz? Noch so eine Frage. Max Rinderle: „Es ist beeindruckend, wie er um sein Comeback kämpft.“ Der verletzte Christoph Genilke, der im Sommer von den Füchsen nach Oranienburg kam, sagt: „Wir gehen davon aus, dass Drux spielt.“ Er hat versucht, mit seinen Ex-Kollegen zu sprechen, „aber sie sagten nichts“. Den Oranienburgern in die Karten spielen könnte, dass die erste Füchse-Mannschaft am Freitag (in Lübeck gegen Bad Schwartau) und am Sonntag (in Jena gegen Leipzig) Testspiele auf dem Plan hat und womöglich alle verfügbaren Akteure aus dem Profikader mitnimmt.

Laut Max Rinderle solle sich der OHC auf ein Kellerkind („Die Tabelle können wir nicht verleugnen.“) einstellen, „aber auch auf ein Team, das den Kampf annimmt“. Im Hinspiel machte er Robin Manderscheid als den dominanten Mann aus. Darauf müsse sein Team eine Antwort haben. Körperlich ein Zeichen setzen, über die Abwehr ins Spiel finden und mit einer geringen Fehlerquote aufwarten – das sieht Christoph Genilke als die entscheidenden Faktoren, um erfolgreich zu sein. „Ich gehe fest von einem Oranienburger Sieg aus.“

Fakt ist, dass der OHC nach den ersten beiden Spielen der Rückrunde 0:4 Punkte auf dem Konto hat. Christian Pahl: „Wir müssen uns auf das Spiel fokussieren, um nicht in den Tabellenkeller zu schlittern – und die Gier nach Punkten entwickeln.“

Von Stefan Blumberg

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