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Mit Ugali durch die Nacht

Leichtathletik Mit Ugali durch die Nacht

Der frühere 10 000 Meter-Europameister Jan Fitschen besucht Oranienburg und gewährt Einblicke in das „Wunderläuferland Kenia“

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Organisatorin Kathrin Koczessa (l.) und Jan Fitschen nach einem interessanten Abend.

Quelle: Knut Hagedorn

Oranienburg. Kenia gilt seit vielen Jahrzehnten als das Nonplusultra in der Laufszene. Athleten aus dem afrikanischen Land dominieren die Laufstrecken dieser Welt und immer wieder hat man versucht, dem Geheimnis der Afrikaner auf die Schliche zu kommen. Mit dieser Erwartung kamen am Donnerstagabend auch mehr als 100 Gäste in den Oranienburger Pharmasaal, um den einstigen 10 000 Meter-Europameister Jan Fitschen auf einer Reise durch das „Wunderläuferland Kenia“ zu begleiten.

Gut gelaunt erreichte der 40-jährige ehemalige Langstreckenläufer eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn Oranienburg – und diese positive Ausstrahlung sollte sich der Nordhorner auch über den ganzen Abend hinweg bewahren. Mit einer charmanten, unaufgeregten Art nahm er seine Gäste mit auf eine Reise ins weit entfernte Kenia, um zu versuchen, das Rätsel der schnellen Beine aus Afrika zu entschlüsseln. Auch viele in Oberhavel bekannte Läufer ließen sich den Vortrag nicht entgehen, so waren unter den Besuchern neben Organisatorin Kathrin Koczessa auch Läufer wie Marc Marquardt, Rene Kloberdanz, Kathleen Stempka oder Stefan Mast zu finden.

Beginnen sollte der Abend mit einem Gänsehautmoment. Auf der großen Videoleinwand flimmerte der EM-Lauf aus dem Jahr 2006 mit dem damaligen Live-Kommentar. Als Fitschen nach furioser Aufholjagd sensationell Gold gewann, brandete auch im Saal noch einmal tosender Applaus auf.

Auch die anschließenden knapp zwei Stunden waren geprägt von interessanten Geschichten rund um die kenianischen Läufer, die Jan Fitschen mehrmals vor Ort besuchte. Beeindruckende Bilder und Videos gaben einen Einblick in das Leben eines Läufers aus Afrika. Unter anderem brachte Jan Fitschen den Besuchern auch die Ernährung der Kenianer ein Stück weit näher und ließ sie auch zur Überraschung vieler selbst daran teilhaben. Nach 45 Minuten legte Fitschen eine Pause ein und servierte seinen Gästen „Ugali“, einen Getreidebrei aus Maismehl, die Standardmahlzeit der Kenianer. Ob diese Mahlzeit nun wirklich schneller macht, wird zu beweisen sein, eine nette Randerscheinung des Abends war sie aber auf jeden Fall.

Die zwei Stunden des Vortrags waren bei weitem nicht langatmig, sondern abwechslungsreich und vor allem: höchst interessant. Organisatorin Kathrin Koczessa zeigte sich anschließend begeistert: „Toll, dass so viele gekommen sind. Meine Erwartungen an den Abend wurden übertroffen. Es war schön, sich mal inspirieren zu lassen.“

Auch Jan Fitschen war voll des Lobes. „Ich hätte nie damit gerechnet, dass so viele Leute kommen. Großen Dank auch an Kathrin, die super gewirbelt hat im Vorfeld. Es hat sich heute wieder bestätigt, dass Oberhavel ein laufbegeisterter Landkreis ist.“ Sein Einstiegsfilm – der EM-Lauf – lässt auch bei Fitschen selbst immer noch Gänsehautmomente entstehen: „Es war einfach der Lauf meines Lebens. Ich habe mir das Video bestimmt schon hundert mal angesehen und bin immer noch begeistert.“ Begeistert waren auch seine Gäste. Für Marc Marquardt zum Beispiel war der Abend „super interessant und faszinierend“, selbst Nachwuchs-Handballerinnen vom Oranienburger HC um Trainerin Kathleen Stempka waren zu Gast und lauschten gespannt.

Von Knut Hagedorn

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