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Mittelalter ganz in Familie

6. Ritterfest in Oranienburg wird zum Besuchermagneten Mittelalter ganz in Familie

Wenn die Ritter kommen, gibt es nicht nur bei Kindern leuchtende Augen. Mit Schwert und Schild zogen sie zum Oranienburger Schloss. Dort fand das Ritterfest in seiner sechsten Auflage statt und lockte tausende Besucher an. Mit Musik von Ohrenpeyn und stattlichen Ritterkämpfen fiel das Eintauchen ins Mittelalter leicht.

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Daniel Nipper von der Interessengemeinschaft „Midgards Feuerbund“ in seiner Rüstung.

Quelle: Juliane Weser

Oranienburg. Rund um das Oranienburger Schloss duellierte sich in den vergangenen drei Tagen der Ritternachwuchs mit seinen Schwertern und Schilden aus Holz. Wer getroffen wurde, ging zu Boden. Um schließlich nach ein paar Sekunden wieder zum Leben zu erwachen und weiter zu kämpfen.

Von Sonnabend bis Montag fand das mittlerweile sechste Ritterfest im Schlossinnenhof statt. Täglich strömten tausende Besucher zum Fest und tauchten in die Zeit von Ritterkämpfen, mittelalterlicher Handwerkskunst und kulinarischer Leckereien ein. Wer in mittelalterlichen Gewändern kommt, erhält ermäßigten Eintritt: „Das ist bei allen historischen Märkten der Fall. Mittelalterfreaks wissen das“, erklärt Organisator Gerd Schulz. Dazu zählt auch die fünfköpfige Familie Ostmann aus Schmachtenhagen, die standesgemäß in mittelalterlichen Gewändern über das Areal flanierte. Vor sechs Jahren, zum ersten Ritterfest in Oranienburg, begann ihre Faszination für das Mittelalter. „Wir hörten die Band Ohrenpeyn mit ihrer Musik. Das gefiel uns viel besser als moderne Lieder, die mit Synthesizer gemacht werden“, sagt die 46-jährige Sabine Ostmann. Ihre älteste Tochter Sophie bestellte sich kurz danach ihr erstes Gewand. Die Liebe zu historischen Festen und Märkten ist mittlerweile so groß geworden, dass die gesamte Familie Festivals in ganz Deutschland besucht: „Das Highlight ist jedes Jahr das Festival Mediaval in Bayern“, erzählt Sabine Ostmann.

Das 6. Ritterfest rund um das Schloss Oranienburg hat sich zum Besuchermagneten entwickelt. Tausende Besucher kamen am Pfingswochenende, um in die Welt des Mittelalters einzutauchen. Authentische Ritter begeisterten Jung und Alt. Wer so eine Rüstung trägt, ist ganz Mann - bis zu 60 Kilo bringt sie auf die Waage.

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Die Band „Ohrenpeyn“ spielt mit Dudelsack, Schalmei, Drehleier, Flöten und Trommeln und sorgt damit für den realistischen Mittelaltersound. Auch beim aktuellen Ritterfest in Oranienburg durfte die Band nicht fehlen, so Schulz. „Wir haben beim Fest mehr als 100 Aktionen für unser Publikum, dabei setzen wir immer auf Profis.“ Für Kinder gab es Ponyreiten, Armbrustschießen, eine Ritterburg, Prinzessinnenschmuck und eine Bastelecke.

Die größte Aufmerksamkeit bekamen selbstverständlich die zahlreichen Ritter in ihren Rüstungen. Sie zeigten, welche Schwerter sich für den Kampf eigneten und wie schwer ein Helm wirklich ist. „Eine komplette Ritterrüstung wiegt zwischen 40 und 60 Kilo, sagt Daniel Nipper von der Interessengemeinschaft „Midgards Feuerbund“.

Nicht nur Kinder bekommen bei unseren Rüstungen leuchtende Augen, auch die Väter werden schnell wieder zum Kind, so Nipper.

Von Juliane Weser

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