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OHC auf Fuchsjagd

3. Handball-Liga OHC auf Fuchsjagd

Die Oranienburger Drittliga-Handballer empfangen am Sonnabend die Bundesliga-Reserve der Füchse Berlin. Für OHC-Neuzugang Nils Müller wird das Berlin-Brandenburg-Derby eine Begegnung mit vielen alten Bekannten.

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Nils Müller trifft heute mit dem OHC auf seine Ex-Kollegen von der Berliner Füchse-Reserve.

Quelle: Robert Roeske

Oranienburg. Sie haben da eine kleine Abmachung: „Ich sagte ihm, du triffst nicht“, erzählt Angelo Grunz. Der Torhüter der Bundesliga-Reserve der Füchse Berlin forderte damit seinen Kumpel Nils Müller heraus. Jahrelang teilten sie sich ein Zimmer, jahrelang gingen sie in eine Klasse, jahrelang spielten sie in einem Team. Am Samstagabend aber treten sie in der 3. Handballliga gegeneinander an: der Oranienburger HC gegen die Füchse Berlin II. Nils Müller wechselte im Sommer von Berlin nach Oranienburg, Angelo Grunz tritt weiter für die Hauptstädter an. „Ich freue mich auf das Spiel, schon wegen der alten Kameraden, selbst wenn nicht mehr so viele da sind“, so der Neu-Oranienburger. „Aber Dennis Schmöker oder Angelo spielen ja noch. Trainer Max Rinderle ist auch noch da.“ Angelos Grunz geht es nicht anders. „Es ist ja nicht nur Nils, die anderen kenne ich auch.“ Er meint Linus Dömeland, Domenic Kehl oder den verletzten Chris Genilke.

Die Oranienburger können am Sonnabend (19. September) ab 18.30 Uhr in der MBS-Arena mit breiter Brust antreten, bezwangen zuletzt die ambitionierten Teams aus Hildesheim und Flensborg. Hat sich der OHC warm geworfen für das Derby? „Abwarten. Auf jeden Fall sind wir gut vorbereitet“, sagt Trainer Christian Pahl. Sein Team sei in der Saison angekommen, habe zum Rhythmus gefunden. „Wichtig ist nur, dass wir aus den Siegen nicht die falschen Schlüsse ziehen. Wir müssen weiter konzentriert arbeiten.“ Im Oranienburger Team stehen mit Robin Manderscheid, Janis Bohle, Dominec Kehl, Linus Dömeland, Nils Müller und Christoph Genilke sechs Ex-Füchse. „Sicherlich beziehe ich sie in der Vorbereitung mit ein, aber ich sehe auch, was die Füchse derzeit machen. „Es gab dort einen großen Umbruch, sie müssen sich erst finden.“ Außerdem weiß Christian Pahl nicht genau, was auf ihn zukommt. Die Berliner A-Jugend (Bundesliga) hat spielfrei, da sei damit zu rechnen, dass Spieler wie Schade oder Struck eingesetzt würden. Domenic Kehl wurde wegen eines Muskelfaserrisses in dieser Woche geschont, wird aber spielen.

Das hofft auch Nils Müller, der mit seinem Start in Oranienburg „ganz zufrieden ist“. Er weiß mit Robert Kählke einen erfahrenen Spieler auf seiner Rechtsaußenposition, „der versucht, mir viel zu helfen“. Der Linkshänder aus der Füchseschule wünscht sich etwas mehr Vertrauen vom Trainer, um mehr Einsatzzeiten zu erhalten, gerade gegen die Füchse. Christian Pahl: „Er hat bei den Füchsen relativ wenig gespielt, wir werden ihm Stück für Stück Spielpraxis vermitteln. Er ist ein Spieler mit tolle athletischen Voraussetzungen, der gut zuhört.“ Vor dem Spiel ist der 20-jährige Nils Müller optimistisch, dass seine neue Mannschaft seine alte bezwingen wird. „Die werfen nicht viele Tore. Ich denke, es geht 21:17 für uns aus.“ Sein Kumpel Angelo Grunz sieht das naturgemäß anders: „Wir werden am Ende mit 31:29 vorn liegen.“

Von Stefan Blumberg

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