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OHC erst pomadig, dann dynamisch

3. Handball-Liga Männer OHC erst pomadig, dann dynamisch

Alles beim Alten: Trifft der Oranienburger HC auf die TS Großburgwedel, gewinnt immer der Gastgeber. In der heimischen MBS-Arena behielten diesmal also die Pahl-Schützlinge die Oberhand. Sie haben nun 29 Punkte auf dem Konto – das sind schon mehr als zur gleichen Zeit in der Vorsaison.

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OHC-Kapitän Robin Manderscheid (links) brachte sein Team beim 8:7 in Führung – die gaben die Oranienburger nicht mehr ab.

Quelle: Robert Roeske

Oranienburg. Oranienburger HC – TS Großburgwedel 28:24 (12:9). Das Gesetz der Serie hat gehalten. Wie in den vergangenen Jahren blieb auch diesmal der Gastgeber Sieger des Duells dieser beiden Teams. Noch nie gab es eine Ausnahme. Am Sonnabend war das ein ungefährdeter Erfolg. „Ich hatte während des Spiels nie das Gefühl, dass wir verlieren könnten“, sagte Oranienburgs Trainer Christian Pahl. „Auch nicht, als Großburgwedel beim 18:16 (46.) noch einmal auf zwei Tore herankam.“ Kurz zuvor hatte der OHC schon 17:12 geführt und schien einem deutlichen Sieg entgegenzustreben. Aber der fintenreiche Trainer Jürgen Bätjer ließ die Oranienburger fast Mann nehmen und sorgte für eine vorübergehende Unsicherheit, die zu Ballverlusten führte - und zu Toren für die Niedersachsen. Aber der Vorsprung wuchs wieder. Insbesondere Rechtsaußen Nils Müller narrte immer wieder die gegnerischen Torhüter. „Wenn ich so freigespielt werde, dann klappt es meistens auch“, sagte der 21-Jährige. Und wenn die ersten Bälle reingehen, laufe es auch gut weiter. Sechs Tore steuerte der Linkshänder bei, er leistete sich nur einen Fehlwurf.

Aber es war nicht alles gut, was die Oranienburger auf die Platte brachten. „Im Angriff bewegten wir uns in der ersten Halbzeit viel zu wenig, da war kein Tempo drin. Und wir haben falsche Entscheidungen getroffen“, bemängelte der Coach. Das lag insbesondere an der 3:3-Deckung, die dem Gastgeber gar nicht schmeckte. „Aber irgendwann findet eine Mannschaft Lösungen für diese Spielweise“, räumte Gästetrainer Jürgen Bätjer ein. Und so war es auch, selbst wenn er bedauerte, dass sein Team in der Phase nicht höher führte. Insbesondere mit der Hereinnahme von Janis Bohle gewann das Spiel der Gastgeber an Zielstrebigkeit und Dynamik. „Er hat einen starken Zug zum Tor.“ 22 Minuten lang lag der OHC hinten (6:7), Kapitän Robin Manderscheid brachte sein Team beim 8:7 in Front - das Team blieb bis zum Abpfiff immer vorn. Der Einsatz von Torwart Ivan Szabo beim dritten Gästesiebenmeter beim Stand von 9:7 trug auch dazu bei. Er entschärfte ihn. „Er traf mich voll ins Gesicht, aber ich hatte mich bewegt“, so der Keeper. Zur Pause hieß es 12:9, kurz danach schon 16:11. Rückraumspieler David Sauß trug mit seinen Toren kurz vor und kurz nach dem Wechsel einen großen Anteil an der Führung, die noch einmal schrumpfte.

Bis auf 18:16 und 19:17 ließen die Oranienburger die Turnerschaft heran. Nils Müller sah den Grund für den sicheren Sieg darin, „dass wir am Ende noch einmal bereit waren, uns zu bewegen, was am Anfang bei der 3:3-Deckung nicht Fall gewesen war“.

Christian Pahl beobachtete, wie sein Team den Vorsprung in der zweiten Halbzeit verwaltete und zum Schluss noch mal angezogen hat. „Es war kein schönes Spiel, aber dafür müssen wir uns nicht entschuldigen. Die Leistung war fünf Prozent besser als eine Woche zuvor in Stralsund. Da waren es null Prozent.“ Jürgen Bätjer geht mit seiner Mannschaft nicht hart ins Gericht. „Es fehlten sieben Spieler. Wir spielten quasi ohne Rückraum und ohne Innenblock. Wir haben dem OHC alles abverlangt. Solche Leute wie Kehl oder Sauß kann man nie ein ganzes Spiel lang ausschalten.“

Für den Oranienburger Trainer sieht die Situation zwei Spieltage vorm Saisonende positiv aus. „Wir haben jetzt 29 Punkte, das ist sogar einer mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Darauf können wir stolz sein.“

Von Stefan Blumberg

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