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OHC fehlt Glücksmoment am Punkt

Niederlage in Bernburg OHC fehlt Glücksmoment am Punkt

Der Oranienburger Handball-Club verliert sein Auswärtsspiel in der 3. Liga beim SV Anhalt Bernburg 31:31 (16:17). Gründe für die Niederlage könnte es viele geben, doch am Ende hatten die Mannschaft von Trainer Christian Pahl einfach nicht das nötige Quäntchen Glück auf ihrer Seite.

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Die OHC-Torhüter unter sich: Simon Herold (l.) und Ivan Szabo.

Quelle: Stefan Blumberg

Bernburg. Es hat nicht sollen sein. Es gibt genügend Punkte in dem Spiel, an denen diese Niederlage festzumachen wäre. Ein Glücksmoment allein hätte gereicht, um nicht ganz mit leeren Händen nach Hause zu fahren. So aber steht eine Null auf der Habenseite des OHC.

War es der frühe verletzungsbedingte Ausfall von Robert Kählke (6. Minute)? Waren es die hundertprozentigen Chancen von Nils Müller, Jonas Liedte, Janis Bohle, Robert Stelzig oder Moritz Bruck, die dem OHC fehlten? Waren es die diesmal relativ wenig gehaltenen Bälle des Torhütergespanns? War es der fehlende Kapitän und unersetzbare Robin Manderscheid? Oder der überragende Spielmacher und Vollstrecker der Bernburger, Steffen Czieszynski (12 Tore)? War es die (überzogene) rote Karte gegen Robert Stelzig? War der Wechselfehler von Simon Herold wirklich einer? OHC-Spieler Janis Bohle sieht das so: „Na klar können einzelne Situationen bei so einem knappen Endstand den Ausschlag geben. Aber entscheidend war für mich, dass wir in der Endphase dreimal unnötig den Ball verloren haben.“ Er sagt weiter: „Und trotzdem gab sich keiner auf, wir haben Moral gezeigt und hatten sogar noch die Chance auf den Ausgleich. Wir haben das ganze Spiel durch gekämpft, obwohl wir kaum noch Wechselmöglichkeiten hatten.“

Die Oranienburger lieferten in der ohrenbetäubend lauten Halle ein tolles Kampfspiel ab (Trainer Christian Pahl: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft.“) und boten den Bernburgern allemal die Stirn. In Halbzeit eins raubte wieder einmal Dominic Kehl dem Gegner den Nerv. Obwohl er geschwächt ins Spiel ging, netzte der Halbrechte siebenmal ein (insgesamt neunmal). Die Führung wechselte in dem temporeichen Spiel ständig (3:2, 3:4, 7:7, 9:10, 13:12 und 16:17 zur Pause). „Eigentlich hätten wir zur Pause führen müssen“, meinte Gastgeber-Trainer Christian Pöhler, „und wir schluckten insgesamt zu viele einfache Tore.“

Der Kampf der Oranienburger ging weiter. Nach 45 Minuten führte der Gast nach den Treffern von Robert Stelzig (25:23) und Janis Bohle (26:24) mit zwei Toren Vorsprung. Aber das Team kassierte dann drei unnötige Rückraumtore. „Dass es ohne Robin extrem schwer werden würde, wussten wir. Aber wir haben geackert, die Lücken zugeschoben. Stephan Kleinert hat ein gutes Spiel in der Abwehr gemacht. Im Angriff fehlte Robin auch“, sagte Janis Bohle zum Fehlen von Leitwolf Robin Manderscheid. Das sah auch Robert Stelzig so: „Was er mit seinem Körper vorn für einen Druck macht, ist enorm.“ Neun Minuten vorm Ende erhielt Robert Stelzig glatt Rot. „Ich habe meinen Gegenspieler mit der Hand am Knie berührt. Zeitstrafe ja, aber Rot nein.“ So war der OHC noch mehr geschwächt. In der Phase stand es 27:27, drei Minuten später 31:28 für Bernburg. Der OHC verlor hier dreimal den Ball und kassierte Tore. Das Team kam noch einmal heran (31:30), „aber wir hatten eigentlich nichts mehr zum Zusetzen“, meinte Christian Pahl nach Abpfiff des für die Zuschauer nervenaufreibenden Spiels. Allerdings war der Ausgleich tatsächlich noch möglich. 15 Sekunden vorm Ende kam der OHC noch einmal in Ballbesitz, aber Moritz Bruck rutschte das Spielgerät durch die Hände und ins Aus. Nein, es sollte nicht sein.

Von Stefan Blumberg

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