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OHC holt Punkt bei den Füchsen

3. Handball-Liga OHC holt Punkt bei den Füchsen

Nach drei Niederlagen ist dem Oranienburger HC in der 3. Handball-Liga im Berlin-Brandenburg-Derby gegen die Reserve der Füchse Berlin zumindest ein Teilerfolg gelungen. OHC-Coach Christian Pahl ärgerte sich hinterher über die fehlende Cleverness seiner Mannschaft

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Füchse-Profi Willy Weyhrauch (links) zieht Janis Bohle am Trikot.

Quelle: AM

Berlin.
Füchse Berlin II – Oranienburger HC 27:27 (12:15). Es gab keinen Verlierer – und trotzdem keine strahlenden Gesichter. „Mist“, sagte Oranienburgs Shooter Dominic Kehl nach dem Abpfiff des Spiels am Sonnabendabend bei seinem Ex-Verein. Mist, dass es nichts mit dem zweiten Auswärtssieg der Saison geworden ist. Aber immerhin mit dem dritten Auswärtspunkt.

Die befürchtet große Profiriege stand den Oranienburgern nicht gegenüber. Lediglich Willy Weyhrauch (spielte etwa eine Halbzeit) und Ignatio Jiménez (fiel durch zwei Zeitstrafen und Stürmerfouls auf) wirkten mit. Nach zehn Minuten bekam der OHC die Partie langsam in den Griff, drehte einen 2:4-Rückstand in eine 7:4-Führung und konnte diese halten (9:6, 11:8, 15:12 zur Pause). „Wir haben in der ersten Halbzeit ziemlich hohes Tempo und Druck gemacht“, schätzte OHC-Trainer Christian Pahl ein. Und dennoch zeigte er auf, dass der Vorsprung sechs, sieben Tore hätte betragen müssen. „Wir hatten zu viele Ballverluste und Fehlwürfe. Das tat richtig weh, weil das bestraft wurde.“ Oranienburgs Linksaußen Linus Dömeland ärgerten die Fehler ebenso, weil „die Füchse dadurch zu vielen Gegenstößen kamen“. So blieben die Berliner um ihre quirligen Rückraumspieler Scheithauer, Spengler und Siewert immer in Reichweite.

Als Robert Stelzig nach dem Wechsel auf 16:12 erhöhte, war das offenbar ein Alarmsignal für den Gastgeber. Sie verkürzten (16:14) und nahmen OHC-Kapitän Robin Manderscheid aus dem Spiel. „Das war die richtige Entscheidung“, sagte Füchse-Trainer Max Rinderle. „Auch wenn wir dadurch lange fast nur eins gegen eins spielen mussten. Er ist selbst gefährlich und schafft Räume für seine Mitspieler. Toll, dass sich meine Mannschaft wieder zurückgekämpft hat.“ Der achtfache Torschütze Spengler schätzt Manderscheid „als den gefährlichsten Oranienburger ein – daher war das das richtige Mittel“. Die Gäste taten sich mit der kurzen Leine schwer, auch wenn die schnellen Moritz Bruck und Janis Bohle mehrfach die Lücken zu Toren nutzten. „Aber wir hätten diese Fünf-gegen-fünf-Situationen besser lösen müssen“, fand Christian Pahl. Die Berliner glichen beim 18:18 (38.) aus. Das Spiel war wieder offen, schien den Gästen beim 23:21 für die Füchse sogar zu entgleiten (45.).

Dann halfen fast nur noch Einzelaktionen (Bruck, Manderscheid, Bohle), die zu Toren führten. Darüber hinaus scheiterte der OHC immer öfter an Keeper Angelo Grunz, der das Torhüterduell für die Füchse gewann. Die Führung wechselte in der Endphase (23:24, 25:24, 25:26, 27:26). Janis Bohle glich eine Minute vorm Ende aus. Ein Pfostentreffer verhinderte einen erneuten Rückstand des OHC. Der letzte Angriff verpuffte. „Den hätten wir noch ruhiger ausspielen müssen“, so Linus Dömeland, der sich übrigens ob der vielen Fans über eine Heimspielatmosphäre im Auswärtsspiel freute.

In diesem letzten und anderen Momenten fehlte dem OHC-Coach „mehr Cleverness und auch der Killerinstinkt“. In Anbetracht der drei jüngsten Niederlagen „ist es gut, dass wir wenigstens wieder mal einen Punkt mitgenommen haben“. Das sieht Max Rinderle ähnlich: „Die Punkteteilung geht in Ordnung. Ich gönne meinem Team das Unentschieden, das hat es sich verdient.“

Oranienburger HC: Herold, Szabo - Bohle (3), Stelzig (2), Dömeland (2), Bruck (4), Kählke, Liedtke, Müller (2), Kehl (3), Sauß (5), Manderscheid (6), Kleinert

Von Stefan Blumberg

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