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OHC nach Sieg in Flensborg auf Rang 4

Handball, 3. Liga Nord OHC nach Sieg in Flensborg auf Rang 4

Die Männer des Oranienburger Handball-Clubs belohnen sich selbst für eine glänzende Saison. Platz 4 ist dem Team bereits einen Spieltag vorm Ende der Saison nicht zu nehmen. Beim DHK Flensborg siegte die Mannschaft 27:22.

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Ioannis Frangis im Spiel gegen Magdeburg.

Quelle: am

Flensburg/Oranienburg. Die Männer des Oranienburger haben mit dem Sieg in Flensburg den 4. Platz in der Endabrechnung sicher.
HC DHK Flensborg - Oranienburger HC 22:27 (11:11). Als könnten sie kein Wässerchen trüben. So saßen sie am Samstagabend auf der Treppe vor den Idraetshallen in Flensburg und aßen ihre Pizza. In aller Ruhe. Ganz rustikal, Verpackung auf dem Schoß, Pizza in der Hand. Und ließen sie sich schmecken.

In den Knochen steckten den Spielern des Oranienburger Handball-Clubs da gerade 60 Minuten Handball, die mit einem 27:22-Sieg beim gastgebenden Dänischen Handball-Klub endeten. Auch das war - wie die Pizza - ganz nach dem Geschmack der Oranienburger. Zumal ihnen dieser Erfolg definitiv den vierten Platz in der Nordstaffel der 3. Liga Nord bescherte; durch die gleichzeitige 40:43-Niederlage des VfL Potsdam beim Staffelsieger TSV Altenholz.

Fehler en gros

Die Zuschauer in der Halle müssen in der ersten Halbzeit Augenschmerzen bekommen haben. Laut Oranienburgs Trainer Christian Pahl „habe ich selten eine schlechtere Halbzeit in einem Drittligaspiel gesehen“, sagte er in der Pressekonferenz nach dem Abpfiff. Beide Mannschaften hätten sich so viele Fehler erlaubt, die sonst für zwei, drei Spiele gereicht hätten. Auf Oranienburger Seite habe sehr wenig von dem geklappt, was sich das Team vorgenommen hatte. Ein Punkt war die Abwehr, die in der Anfangsphase oft im Halbfeld verteidigt habe. Dadurch sei es den Gastgebern möglich gewesen, einfache Tore zu werfen. 4:2 (6.) und 6:4 (11.) führten die Flensborger. „Danach waren wir aber auch in der Abwehr im Spiel“, befand der OHC-Coach. Durch Tore von Ioannis Frangis (2) und David Sauß (1) brachten sich die Gäste selbst in Front (7:6). Jener Ioannis Frangis erwischte einen guten Tag und bereitete dem DHK mit insgesamt sechs Treffern einige Kopfschmerzen. „Ja, es ist ganz gut gelaufen. Ich war von Anfang an hellwach. Und meine Mitspieler haben mir vertraut“, sagte der Rechtsaußen. Er musste dieses Mal 60 Minuten durchspielen, da sein Partner auf der Position, Christian Riedel, kurzfristig abgesagt hatte. Vier Tore erzielte er allein in der ersten Hälfte.

Weil sich die Abwehr schnell gefangen hatte, gelang es den Einheimischen nicht, sich einen möglichen Vorteil zu verschaffen. Mit 11:11 ging es in die Kabine. Eine große Aktie daran hatte auch Torwart Ivan Szabo mit seinen Paraden. „Ich habe in der Pause gesagt, dass heute die Mannschaft gewinnt, die weniger Fehler macht“, so Christian Pahl. So war es auch. Im Angriff erhöhte der OHC den Druck auf die Flensborger Abwehr und ging mehr in die Tiefe. Das Team nutzte die Chancen besser. Zwar führten der Hausherr nach dem Wechsel noch dreimal (das letzte Mal beim 15:14, 40. Minute), aber er konnte mit den Havelstädtern nicht mithalten. Vier Tore innerhalb von vier Minuten zum 15:18 versetzten den Flensborgern einen ersten Tiefschlag. Dann rollte eine zweite Lawine auf den Gastgeber zu. Diesmal waren es fünf Tore in Folge vom 16:19 auf 16:24. „In der Phase haben wir das Spiel entschieden“, sagt Christian Pahl.

Zwei Auszeiten des DHK bremsten Oranienburg auch nicht

Der scheidende Flensborger Trainer Mathias Hahn nahm binnen weniger Minuten zwei Auszeiten, stellte auf eine offensive Deckung und und dann auf eine noch offensivere. „Das spielte uns in die Karten“, so Christian Pahl auf der Pressekonferenz. „Weil wir aufgrund des kleinen Kaders im Training ganz oft so agieren.“ Die Oranienburger spielten nun sehr effektiv, machten aus ihren Möglichkeiten Tore. Ivan Szabo nagelte das Tor zu, so dass es an dem Vorsprung nichts mehr zu rütteln gab.

Ioannis Frangis freute sich, dass er einen Anteil am Sieg hatte. „Ich denke, jeder Spieler in unserem Kader trug zu der tollen Saison bei.“ Dass der OHC ein starkes Jahr hinter sich hat, weiß auch der Coach. „Allein in der Rückrunde haben wir jetzt schon 20 Punkte gesammelt, insgesamt sind es 39. Ich muss der Mannschaft ein Riesenkompliment machen.“ Und ein Spiel kommt am Samstag, 19 Uhr, in eigener Halle ja noch den MTV Braunschweig. „Wir wollen die Saison dort ordentlich zu Ende bringen.“

Wie auch immer dieses Spiel ausgehen mag - den 4. Platz kann dem OHC niemand mehr nehmen, da er am Rivalen VfL Potsdam vorbeigezogen ist. Das ist den Spielern sehr wohl bewusst. Auf der Rückreise aus dem 400 Kilometer entfernten Flensburg sangen sie im Bus: „Die Nummer 1, die Nummer 1, die Nummer 1 im Land sind wir ...“

Oranienburg: Szabo, Herold - Stelzig (5), Schmöker (4/2), Dömeland (2), Frangis (6), Manderscheid (4), Kehl, Kleinert, Öksüz (1), Sauß (5).

Von Stefan Blumberg

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