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OHC spielt den HSV in Grund und Boden

Handball 3. Liga Nord, Männer OHC spielt den HSV in Grund und Boden

An Tagen wie diesen ... Der Oranienburger HC setzte im zweiten Heimspiel das zweite Achtungszeichen und fegt einen weiteren Titelfavoriten aus der Halle. OHC-Geschäftsführer Michael Freund: „In solchen Momenten empfinde ich Dankbarkeit an Mannschaft und Fans.“

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Unwiderstehlich: Dennis Schmöker setzt sich auf der für ihn eher ungewohnten Kreisposition gegen Lukas Ossenkopp in Szene.

Quelle: FOTO: ROBERT ROESKE

Oranienburger HC – HSV Hamburg 33:21 (14:10). Ich glaub, ich bin im falschen Film!“ Dieser eine Satz sprudelte am Sonnabendabend aus vielen Mündern heraus. Manch einer deutete das haushohe Ergebnis gegen die Hamburger als Sensation, andere stuften es als „irre“ ein. Was es auch immer sein mochte: Der OHC bot vor 856 Zuschauern großen Sport, stieß den Spitzenreiter vom Thron und rehabilitierte sich für die Auswärtspleite eine Woche zuvor.

„Es hat einfach nur Spaß gemacht“, sagte ein strahlender Oranienburger Kreisläufer Stephan Kleinert. Er war nach den 60 Minuten platt, hätte aber trotzdem noch weiterspielen können. Vor Freude. Der OHC habe 60 Minuten Tempo gemacht, Hamburg sei aber auch nicht ohne gewesen. Allerdings sah der HSV keine Sonne. Nicht am Anfang des Spiels (7:1 nach 13 Minuten) und schon gar nicht nach dem Wechsel, als der OHC nach einem 13:1-Lauf 26:11 führte (47.). „Uns wurden die Grenzen aufgezeigt. Wir sind hier unter die Räder gekommen“, resümierte Jens Häusler, Coach der Hamburger, sachlich. „Wir dürfen nicht nur auf uns gucken, sondern auch auf den OHC. Unser Matchplan ging nicht auf, das Konzept des OHC schon. Herzlichen Glückwunsch!

Auch im zweiten Heimspiel dieser Saison nahm der OHC den Gegner nach allen Regeln der Kunst auseinander (zuvor Schwerin mit 32:22). Das junge Gästeteam, das sehr erfahrene Zweitligaspieler und mit Stefan Schröder einen Ex-Nationalspieler im Aufgebot hat, prallte an der Oranienburger Betonabwehr immer wieder ab. Was die Vordermänner nicht abblockten, war eine Beute von Keeper Ivan Szabo. Dem fehlten zunächst die Worte: „Das haben wir gut gemacht.“ Und dann: „Wir spielten zielstrebig  gegen die robuste Hamburger Abwehr, mussten uns unsere  Tore  aber  auch erkämpfen. Das gelang dem HSV nicht.“

Der OHC versetzte seine Fans in Verzückung. Wie Kapitän Robin Manderscheid sagte: „Geil. Es hat alles gepasst.“ Er spielte dabei erneut eine tragende Rolle, suchte stets erfolgreich die Kreisspieler, vollstreckte selbst auch. Und die Außen Linus Dömeland und Nils Müller erzielten zusammen zehn Tore. Der HSV war – wenn überhaupt – nur beim 13:10 mal annähernd in Reichweite des Gastgebers. „Wir haben an uns geglaubt, ließen keine einfachen Tore zu, die Abwehr stand hervorragend“, lautete das Fazit von Oranienburgs Trainer Christian Pahl. „Wir haben außerdem im Angriff gnadenlos effektiv gespielt. Der HSV war heute chancenlos!“

Wenn es läuft, dann läuft es: Torwart Simon Herold, in den ersten beiden Spielen überragend, kam am Sonnabend nur zu zwei Siebenmetern aufs Feld – und die gingen nicht ins Tor! So nahm das Unheil für einen der Aufstiegsfavoriten seinen Lauf. Deren bester Werfer Lukas Ossenkopp: „Ich habe jetzt das fünfte Mal in Oranienburg gespielt. Ich wusste, was uns erwartet. Der OHC hat sich in einen Rausch gespielt. Er ist bekannt dafür, dass er ein Feuerwerk abbrennt.“

Von Stefan Blumberg

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