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OHC unterliegt der Cleverness der Gäste

3. Handball-Liga Nord OHC unterliegt der Cleverness der Gäste

Elf Treffer vom starken Dennis Schmöker reichen nicht, um den Spitzenreiter vom Thron zu stoßen. Das Topteam aus Henstedt-Ulzburg behielt am Samstagabend vor 832 Zuschauern in der Oranienburger MBS-Arena die Oberhand gegen den Handball-Drittligisten aus Oberhavel. Ein Spieler stand dabei erstmals für den OHC auf der Platte.

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Bester OHC-Werfer des Abends: Dennis Schmöker.

Quelle: Robert Roeske

Oranienburg.
3. Handball-Liga: Oranienburger HC – HSG Nord Henstedt-Ulzdorf 21:26 (9:10). Spitzenreiter Henstedt war für den Oranienburger HC am Sonnabend nicht unbedingt eine Nummer zu groß. Allerdings agierte er wesentlich abgezockter als der Gastgeber. Das war ausschlaggebend. Und deshalb gewann der Gast verdient. Die Höhe findet OHC-Coach Christian Pahl dem Spielverlauf allerdings nicht angemessen. „Wir haben uns zum Schluss gar nicht mehr gewehrt. Und das ärgert mich“, sagte er.

Quasi für die Katz waren die elf Tore von Oranienburgs Linksaußen Dennis Schmöker. Er lieferte ein Superspiel ab und war noch nie so erfolgreich im OHC-Dress. „Die Tore trösten mich überhaupt nicht. Mir wäre es lieber gewesen, sie hätten andere geworfen und wir wären als Sieger aus dem Spiel gegangen“, sagte der 23-Jährige nach dem Abpfiff.

Seine Mannschaft kam nicht richtig ins Spiel. Obwohl sie sich selbstbewusst präsentieren wollte, fehlte der Mumm. Erst nach und nach legten die Akteure die Zurückhaltung ab. Die Rückstände (0:2, 2:5 und 4:7) warfen das Team nicht aus der Bahn. Beim 9:9 durch Dennis Schmöker war alles wieder offen. Dabei hatte der OHC gar nicht überragend gespielt, dafür aber in der ersten Halbzeit einen starken Keeper Ivan Szabo zwischen den Pfosten. Seine beiden Kontrahenten auf der anderen Seite standen ihm in nichts nach. Deshalb und wegen der Abwehrreihen, die kaum Luft ranließen, hielt sich die Anzahl der Tore in Grenzen (17 bis zum Wechsel). Das sah auch Nationalspieler Fabian Wiede (Füchse Berlin), der unter den Zuschauern weilte, so: „Beide Mannschaften stellten eine sehr gute Deckung.“ Er nutzte das spielfreie Wochenende, um einigen seiner Freunde in Reihen des OHC zuzusehen.

„Wir können so ein Spiel nur gewinnen, wenn wir eine überragende Leistung abrufen. Das ist uns heute nicht gelungen“, ärgerte sich der Oranienburger Trainer Christian Pahl. Er meinte damit unter anderem die glasklaren Chancen, die sein Team liegen ließ. David Sauß scheiterte nach starker Einzelleistung zweimal alleinstehend vor dem gegnerischen Keeper. „Zur Pause hätten wir eigentlich schon mit zwei Toren führen müssen“, so der Coach.

Mehr als der Ausgleich (12:12) gelang dem OHC nicht. „Wir haben eine ziemlich bewegliche Abwehr gestellt“, befand Tim Völzke, mit acht Toren bester Werfer bei den Gästen. „Das war der Schlüssel zum Sieg.“ In der Tat machten es die Gäste dem Oranienburger Rückraum total schwer. Nur vier Tore gelangen von dort, Torjäger Dominic Kehl blieb erstmals ohne einen Treffer. Das war bezeichnend für die Partie. „Wir haben es nicht geschafft, unsere Leute in Position zu bringen. Und es dann mit Würfen aus neun, zehn Metern zu versuchen, reicht eben nicht“, meinte Dennis Schmöker. Als auch die Abwehr nicht mehr das abrief, was sie kann, waren die kreuzgefährlichen Gäste um ihren überragenden Spielmacher Nico Kibat zur Stelle. „Die sind absolut souverän aufgetreten, strahlen von jeder Position Gefahr aus. Die Lücken, die wir Ihnen in der Abwehr anboten, nutzten sie gnadenlos aus“, so Christian Pahl. Er zollte auch dem „unglaublich hohen Tempo“, welches die Gäste gingen, Respekt. Das sei eine hohe Qualität.

Das Spiel an sich gerissen hat der Tabellenführer, als er aus der 16:15-Führung ein 20:16 machte (48.). Den K. o. versetzte er dem OHC, als er vom 21:19 auf 24:19 enteilte (55.) und dabei Patzer im OHC-Spiel in Tore ummünzte.

Sein Pflichtspieldebüt gab am Sonnabend Hüseyin Öksüz. In der der 53. Minute betrat er das Spielfeld. „Ein geiles Gefühl. Ich danke Pahli, Matze und der OHC-Familie dafür. Ärgerlich natürlich, dass wir verloren haben. Wir haben die schwierigen Tore gemacht, die einfachen leider nicht.“

Von Stefan Blumberg

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