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Oranienburg gegen Werder auch Familienduell

Handball, 3. Liga Oranienburg gegen Werder auch Familienduell

Zum ersten Mal in der Geschichte der 3. Liga treffen am heutigen Samstag der Oranienburger HC und der HV Grün-Weiß Werder aufeinander. Ina Lessig kommt dabei eine ganz besondere Rolle zu.

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OHC-Rechtsaußen Nils Müller nimmt heute Werder ins Visier – Ina Lessig (kl. Foto) ist natürlich dabei.

Quelle: fotos: rr, privat

Oranienburg. Der eine hütet heute das Werderaner Tor. Der andere sitzt auf der Oranienburger Bank. Und sie steht irgendwo mittendrin. Nicht nur in der Halle, sondern auch zwischen Baum und Borke. Ina Lessig. Sie ist die Mutti von Tom Lessig, der als Keeper das Tor des HV Grün-Weiß Werder vernageln möchte. Und sie ist die Ehefrau von Matthias Lessig, der als Co-Trainer des Oranienburger Handball-Clubs seinen Beitrag leisten möchte, um mit dem OHC das Team seines Sohnes zu bezwingen.

Es gibt keine Familien-Fahrgemeinschaft

Ina Lessig ist heute selbstverständlich in der Oranienburger MBS-Arena, wenn die Partie in der 3. Liga Nord angepfiffen wird. Ob es für den Ausflug in die Oberhavel-Kreisstadt eine Fahrgemeinschaft Lessig geben wird, schließt sie eher aus, „denn die Männer fahren ja meistens schon viel früher los“. Aber es gebe Alternativen. Sie könne selber fahren. Sie saß schon das eine oder andere Mal bei Anja Pahl, der Frau von OHC-Trainer Christian Pahl, und deren Tochter Ida im Auto, um gemeinsam zu einem Spiel des OHC zu fahren. Zuletzt war das Anfang November der Fall, als die Oranienburger beim VfL Potsdam spielten.

Wem drückt sie im heutigen Brandenburg-Derby die Daumen? „Eine schwierige Frage. Aber im Innern etwas mehr Werder“, sagt sie. „Weil die Mannschaft es schwerer hat und mein Herz mehr an Werder hängt“, so die Schatzmeisterin des Vereins. Aber sie freue sich an anderen Spieltagen auch wenn Oranienburg gewinnt. „Ich habe zu den Oranienburgern – insbesondere zu Christian Pahl – eine gute Verbindung, aber Werder ist halt näher dran.“ Der Aufsteiger aus Werder hat in dieser Saison noch keinen Sieg auf dem Konto, allerdings zeigt die Erfolgskurve nach oben. Aus den letzten vier Spielen holte die Mannschaft drei Punkte (drei Unentschieden).

Habe kein Problem damit, für beide Mannschaften zu klatschen“

Mögliche Spitzen im Hause Lessig – insbesondere zwischen den beiden Männern – fallen derweil nicht, denn Sohn Tom wohnt mit seiner Freundin in Berlin. Somit läuft man sich zu Hause – Ina und Matthias Lessig wohnen in Werder – auch nicht über den Weg. Als Tom noch bei seinen Eltern wohnte, „haben wir uns natürlich öfter über Handball unterhalten, aber nicht außerordentlich viel“, sagt Ina Lessig.

Wo Ina Lessig während des heutigen Spiels Platz nehmen wird, weiß sie noch nicht genau. Sie kennt es, sowohl zwischen den Werderaner Fans zu sein als auch zwischen den Oranienburgern. „Ich habe öfter oben am Geländer gestanden und von dort aus zugeguckt. Die Oranienburger haben ja auch ganz liebe Fans. Beim Spiel in Potsdam saß ich im Oranienburger Fanblock“, sagt die 53-Jährige. „Ich habe auch kein Problem damit, für beide Mannschaften zu klatschen. Ich freue mich über schöne Tore und ein schönes Spiel.“

Einen Tipp über den Ausgang der Begegnung gibt die Mutti und Ehefrau vor dem Derby auch ab. „Ich wünsche mir ein Unentschieden. Unsere Jungs kämpfen wirklich bis zum Umfallen. Und Werder braucht die Punkte ja mehr als Oranienburg.“

Von Stefan Blumberg

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