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Oranienburg unterliegt bei SCM-Reserve

3. Handball-Liga Oranienburg unterliegt bei SCM-Reserve

Mit dem Auftritt seines Teams war OHC-Trainer Christian Pahl zufrieden, auswärts sei es einer der besten in der gesamten Saison gewesen. Trotzdem verlor der Handball-Drittligist aus Oberhavel am Sonnabend bei der Reserve des SC Magdeburg. Laut Rückraumspieler David Sauß war mehr drin.

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David Sauß war in Magdeburg mit neun Toren der beste Werfer des OHC.

Quelle: Robert Roeske

SC Magdeburg II - Oranienburger HC 31:28 (14:15). Es hat nicht sollen sein. Dem OHC – zuletzt mit drei Siegen am Stück – gelang es nicht, dem Tabellenzweiten ein Bein zu stellen. „Dabei war es eine unserer besten Auswärtsleistungen in dieser Saison, wenn nicht sogar die beste“, reichte Trainer Christian Pahl das Lob an seine Mannschaft gern weiter. Das intensiv geführte Spiel am vorletzten Spieltag der Saison war Werbung für den Handball. Es ging mit viel Tempo zur Sache, die spielerische Note machte Lust zum Zuschauen, Chancen wurden zuhauf kreiert, die Torhüterleistungen ließen sich sehen.

Das Magdeburger Miniteam – der SCM hatte nur einen Feldspieler und einen zweiten Keeper auf der Bank – strahlte vor allem aus dem Rückraum Gefahr aus. Die Spieler trafen mit Wucht, mit Auge oder nach Gegenstößen (T. Gebala, Sohmann, Saul) und legten immer wieder vor (4:2, 8:6, 11:8). Aber abschütteln ließ sich der OHC nie. Denn Torwart Ivan Szabo fischte in entscheidenden Momenten Bälle heraus. David Sauß, Dominic Kehl, Stephan Kleinert, Nils Müller und Robin Manderscheid nutzten das, um dranzubleiben. In der Endphase der ersten Halbzeit – die Oranienburger spielten in Überzahl – legten sie sogar zur eigen 15:14-Führung vor. „Wir haben wirklich sehr diszipliniert gespielt. In der Abwehr waren die Lücken manchmal zu groß, da mussten wir noch nachbessern“, so Trainer Christian Pahl. Und wer weiß, was passiert wäre, wenn sein Team noch die „Hundertprozentigen“ (zum Beispiel vom Kreis) zu Toren verwandelt hätte ...

„Wir wollten direkt nach der Pause nachlegen“, sagte David Sauß, mit neun Toren bester Oranienburger Werfer. Aber binnen weniger Sekunden erzielte der SCM drei Tore (17:15). Die jungen Wilden (Torwart Ambrosius war mit 22 Jahren der Älteste) forcierten das Tempo, auch wenn der OHC beim 17:17 und 19:18 immer noch sehr, sehr gut im Spiel war. „Aber dann gab es einen Einbruch, wir haben einige Bälle verworfen, Magdeburg nutzte das. Und wenn du in dieser Halle erstmal hinten liegst, wird es schwer, wieder heranzukommen“, sagte David Sauß über die legendäre Hermann-Gieseler-Halle, in der der SC Magdeburg Europapokalschlachten geschlagen hat und die durch und durch das DDR-Flair verspüht. „Und man hat gesehen, dass die richtig Bock auf den Sieg hatten.“

Das konnte man den Oranienburgern aber auch nicht absprechen. Nur zogen die Youngsters binnen fünf Minuten (39. bis 44.) von 20:19 auf 24:19 davon – die Vorentscheidung. Zumal ließen die Magdeburger nicht locker. Acht Minuten vorm Ende bahnte sich eine kalte Dusche für den OHC an, der SCM lag 28:21 vorn. Nicht nur in der Phase scheiterten die Gäste immer wieder an Torwart Philipp Ambrosius und am Pfosten (achtmal im gesamten Spiel nur am Pfosten). „Ich glaube, dass am Ende die Abwehr ausschlaggebend war für unseren verdienten Sieg. Und wahrscheinlich haben meine gehaltenen Bälle mit dazu beigetragen“, so Ambrosius. Weil die Magdeburger am Ende das Tempo drosselten und der OHC nie aufgab, hielt sich das Ergebnis in Grenzen. Christian Pahl sagte, „es fühlt sich nicht gut an, weil wir gut gespielt haben. Aber wir scheiterten an der Klasse des Gegners, der unsere Fehler gnadenlos bestrafte“. 50 Minuten habe sein Team auf einem hohen Level gespielt. Die Fehler, die vergebenen Chancen und einige nicht nachvollziehbare Entscheidungen hätten zu der Niederlage beigetragen. „Ich bin unglücklich, aber nicht unzufrieden.“ Und David Sauß trauerte der großen Chance nach, beim Vizemeister nicht die Überraschung geschafft zu haben. „Ich hätte hier gern gewonnen.“

Von Stefan Blumberg

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