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Oranienburger HC scheitert beim HSV Hannover

Handball 3. Liga Nord Oranienburger HC scheitert beim HSV Hannover

HSV Hannover ‒ Oranienburger HC 26:23 (11:7). Die Gesichter der OHC-Spieler sprachen Bände. Enttäuschung, Wut, Verständnislosigkeit ‒ die Emotionen waren noch Minuten nach dem Abpfiff allgegenwärtig.

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Arne Schneider hebt zielstrebig ab, wirft und trifft.

Quelle: Torsten Weigel

Mit drei Toren hatten die Kreisstädter ihr Auswärtsspiel in Hannover verloren. Dabei lagen die Gäste nach einer furiosen Aufholjagd mit 20:19 (51.) in Front. Doch unkonzentrierte Abschlüsse und eine umstrittene Zeitstrafe (56.) gegen Arne Schneider kosteten den Punktgewinn.

Der dramatischen Schlussphase gingen umkämpfte Minuten voraus. Die Kreisstädter gerieten nach einem verhaltenen Start in Rückstand und konnten sich aus diesem lange nicht befreien (4:4, 8:4, 11:7, 14:10, 15:11). Großes Manko war dabei die Chancenverwertung: Alleine in der ersten Halbzeit ließ der OHC neun gute Möglichkeiten ungenutzt. Hannover spielte nicht gut. Doch der Oranienburger HC spielte schlechter. "Wir haben in der Abwehr Bälle gewonnen, konnten daraus aber kaum Kapital schlagen", monierte OHC-Kreisläufer Alexander Urban. Max Bachmann ergänzte: "Die Fehlerquote bei den Pässen war zu hoch. Da haben Konzentration und Abstimmung gefehlt."

Trainerstimmen

  • Christian Pahl, Oranienburg: Am Ende gewann die glücklichere Mannschaft. Wir hatten es in der Hand, haben unsere Chancen aber nicht genutzt. Mut und die letzte Konsequenz haben uns gefehlt. Obwohl wir uns auf einen siebten Feldspieler eingestellt hatten, bekamen wir den Kreisläufer nicht in den Griff.
  • Stephan Lux, Hannover: In der Vorwoche gegen Henstedt-Ulzburg hatten wir Pech, heute etwas Glück. So gleicht sich das aus. Generell war ich mit unserer Abwehrleistung zufrieden. Die Taktik mit dem siebten Feldspieler verhalf uns zu mehr Sicherheit im Angriff. Dieser Sieg ist gut für unsere Köpfe.

Rund 250 Zuschauer sahen einem sicheren Heimsieg ihrer Mannschaft entgegen. Doch sie hatten die Rechnung ohne die Gäste gemacht. Denn diese gaben sich nicht auf. Unermüdlich rannten sie auf das HSV-Tor an ‒ und wurden dafür belohnt. Arne Schneider wuchtete nach 48 Minuten einen Ball zum 17:17-Ausgleich in die Maschen. Wenig später markierte Christian Ramm per Siebenmeter die Führung der Randberliner (20:19). Der OHC schien nun auf Betriebstemperatur gekommen zu sein. Vor allem Lasse Scharge sorgte mit frechen Angriffen für Torgefahr. Der HSV, der ab der 43. Minute im Angriff mit einem siebten Feldspieler agierte, kam aus dem Rhythmus, geriet aber nie weiter als ein Tor ins Hintertreffen. Erneut schluderten die Oranienburger im Angriff. Und das sollte sich rächen: Zwei OHC-Tore in den letzten vier Minuten waren zu wenig. Hannover gab dem Spiel die entscheidende Wendung. "Das ist sehr ärgerlich. Wir haben heute eine gute Möglichkeit verpasst, zu unseren ersten Auswärtspunkten zu kommen", bilanzierte Christian Ramm. Hannovers Bastian Riedel sah es nicht anders: "Es wurde noch mal eng. Heute war das Glück auf unserer Seite."

Von Torsten Weigel

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