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Oranienburger HC siegt auf Usedom

3. Handball-Liga Oranienburger HC siegt auf Usedom

Die Oranienburger Drittliga-Handballer konnten in der „Pommernhölle“ von Usedom ihren Auswärtsfluch besiegen. Erstmals seit September vorigen Jahres konnte der OHC wieder auf fremdem Parkett punkten. Die Erleichterung war danach deutlich spürbar.

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Erleichterung beim OHC: Die Oranienburger holten zwei Punkte beim Drittliga-Schlusslicht.

Quelle: AM

Ahlbeck.
HSV Insel Usedom - Oranienburger HC 19:23 (10:11). Drei Minuten vorm Ende, als Robert Stelzig zum 18:22 einnetzte, donnerten die OHC-Fans unaufhörlich ihren „Auswärtssieg, Auswärtssieg“-Gesang in die Pommernhalle. Die als „Pommernhölle“ verschriene Festung auf Usedom war am Sonnabendabend in Oranienburger Hand. Und nach dem Abpfiff ging es weiter. Die Spieler hatten diesen Auswärtssieg-Gesang und den dazugehörigen Tanz trotz fünfmonatiger Durststrecke noch nicht verlernt. Im September gewann das Team auswärts beim DHK Flensborg. Strahlende Gesichter, jeder klatschte mit jedem ab, die Spieler lagen sich in den Armen. „Hauptsache gewonnen“, sagte David Sauß über den doppelten Punktgewinn beim Tabellenletzten und designierten Absteiger. Ähnlich äußerte sich Oranienburgs Co-Trainer Matthias Lessig: „Wir haben gewonnen, jetzt ist Feierabend.“

Es war ein Gurkenspiel. Zäh. Der OHC stand in der Abwehr ganz gut, verdichtete die Räume, ließ dem Usedomer Angriff wenig Luft. Aber die Offensive. Die bewegliche Usedomer Abwehr verunsicherte den OHC, sodass oft quer gespielt oder oft zu früh geworfen wurde. Erst nach neun Minuten gelang das erste Tor. „Es war uns klar, dass es kein schönes Handballspiel werden würde“, sagte OHC-Kreisspieler Stephan Kleinert. „Wir waren nicht locker genug, oft fehlte das Quäntchen Glück. Bei vielen Angriffen von denen haben wir lange dichtgemacht und kassierten dann doch noch ein Tor.“

24 Minuten lagen die Insulaner vorn. Dann traf Robert Stelzig zum 8:9. So lange quälte sich der OHC, insbesondere deshalb, weil er die herausgespielten Chancen nicht nutzte; so zwei Siebenmeter (später kam noch ein dritter dazu) oder Tempogegenstöße. Keeper Lech Krynski parierte reihenweise Bälle. „Wir haben uns schon schwer getan, aber die erste Sechs von denen ist ja auch gut. Sie haben doch erst zum Ende nachgelassen“, so David Sauß. Das Urteil von OHC-Trainer Christian Pahl zur Anfangsphase: „Wir haben da zu pomadig gespielt, waren nicht bereit, genug zu investieren. Es unterliefen uns kapitale Fehler. Aber wir haben den Kampf dann schließlich angenommen.“

So lange war es ein Auf- und Ab-Spiel, in dem die Oranienburger mit einem sich immer mehr steigernden Torwart Simon Herold stets vorlegten, aber die Vorsprünge nicht halten konnten. Aus einem 9:11 wurde ein 11:11, aus einem 13:16 ein 16:16. Der trockene Wurf von Robin Manderscheid (17:18) und das Geschoss von Moritz Bruck (17:19) führten den OHC auf die Siegesstraße. „Uns gelangen jetzt relativ einfache Tore, Usedom musste für die eigenen Tore einen hohen Aufwand betreiben“, so Christian Pahl, der in dem Spiel mehrere „Türöffner“ sah: Die Einwechselungen von David Sauß oder Moritz Bruck sowie den gehaltenen Siebenmeter von Ivan Szabo beim Stand von 18:20 (er fing einen Heber weg). Trotzdem verlangte der Gastgeber, der seinen Shooter Patrick Glende bereits in der ersten Hälfte verletzungsbedingt verloren hatte, den Oranienburgern alles ab. Sechs Minuten vorm Ende kassierte Spielmacher Patrick Pristas nach einem Revanchefoul an Robert Stelzig (er riss im Liegen sein Bein hoch) glatt Rot. Da war das Spiel schon gelaufen. „Uns fehlten dann auch die Körner“, sagte der reaktivierte Nico Heidenreich. Der Geschäftsführer des Usedomer Vereins erkannte an: „Wir und sie Schiris sind zum Ende hin eingebrochen.“

Auch wenn sich seine Jungs schwer taten, kann Christian Pahl mit dem Ausflug an die Ostsee sehr gut leben. „Ich bin zufrieden. Wir haben die zwei Punkte. Andere Mannschaften hinter uns punkteten auch, wir konnten den Abstand aber halten. Einige Spieler von uns sind noch nicht am Limit.“ Für die etwa 30 lautstarken mitgereisten Fans traf das nicht zu. Pahl: „Die waren phänomenal.“

Von Stefan Blumberg

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