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Oranienburger HC verliert an der Nordsee

3. Handball-Liga Oranienburger HC verliert an der Nordsee

Ernüchterung nach dem furiosen Ligaauftakt. Weil die Oranienburger Drittliga-Handballer gegen die SG TBV Altjührden das Tor nicht treffen, verlieren sie ihr erstes Auswärtsspiel der Saison. Sein Team habe über weite Strecken die Siegermentalität vermissen lassen, monierte OHC-Coach Christian Pahl.

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Darius Krai (Nummer 40) war bester OHC-Werfer und einer der wenigen Spieler mit Normalform.

Quelle: Roeske

SG TBV Altjührden - Oranienburger HC 22:19 (12:8). Wie gewonnen, so zerronnen. Nach dem Kracher zum Auftakt (32:22 gegen Schwerin) enttäuschte der OHC am Sonnabend im ersten Auswärtsspiel auf ganzer Linie. „Ich hatte es nicht erwartet, aber befürchtet, dass wir ohne Punkte nach Hause fahren“, gestand der niedergeschlagene Trainer Christian Pahl nach dem Spiel an der Nordsee. Bei fast allen Akteuren fehlte die nötige Siegermentalität. Lediglich Torwart Simon Herold, Stephan Kleinert, Robin Manderscheid und Darius Krai brachten Normalform. „Ansonsten haben wir versagt“, so der Coach.

Hinzu kam noch, dass der OHC 2:0 führte, das habe dem Team offensichtlich zusätzlich den Rücken gestärkt, die Partie mit halber Kraft bestreiten zu können. Aber nur von kurzer Dauer. Die wahrlich nicht starken Hausherren drehten das Blatt (5:2) und blieben fortan immer in Führung (9:4, 9:7, 12:8 zur Pause). Das große Manko der Gäste war am Sonnabend die Angriffsleistung. Das gestand auch Torjäger Dominic Kehl ein, dem selbst nur ein Tor gelang. „Wir haben im Angriff komplett nicht das gezeigt, was wir können. Mit 19 Toren kannst du in der 3. Liga keine Spiele gewinnen.“

Typisch war diese Schwäche zum Beispiel beim Stand von 14:12 für den Gastgeber, als der OHC drei große Chancen besaß, aber nur eine verwertete (Nils Müller). Binnen fünf Minuten (39. bis 44.) netzte Altjührden danach sechsmal ein - das 20:14 war schon eine gewisse Vorentscheidung.

Für Christian Pahl war der Ausgang ganz klar eine Folge der unterirdischen Angriffsleistung. 43 Prozent Wurfeffektivität, 33 Prozent Angriffseffektivität. Dazu kommen ganz schwache Wurfquoten: von der Linksaußenposition 5:1, von der Rechtsaußenposition 8:3, die „Halben“ David Sauß (7:1) und Dominic Kehl (8:1) hatten auch keinen guten Tag. „Wenn du nicht bereit bist, viel zu investieren, kannst du nicht gewinnen.“ Durch verlorene Bälle im Angriff kassierte der OHC zudem fünf Treffer, weil das Tor nicht besetzt war. Und wenn Simon Herold insgesamt nicht so stark pariert hätte (er hielt die Hälfte aller Bälle, die aufs Tor gingen), wäre die Niederlage noch höher ausgefallen.

Laut Christian Pahl geht der Sieg von Altjührden in Ordnung, „weil wir so schlecht gespielt haben“. Wenn die Mannschaft aber einen Schritt nach vorn machen wolle, „dann müssten solche Spiele aber gewonnen werden“.

Von Stefan Blumberg

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