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Pahl: „Die haben uns zum Schluss zerlegt“

Niederlage gegen Spitzenreiter Pahl: „Die haben uns zum Schluss zerlegt“

Der Oranienburger HC verliert in der 3. Handball-Liga vor stimmungsvollem Publikum in der heimischen MBS-Arena gegen den Spitzenreiter Dessau-Roßlau deutlich mit 22:28.

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Voller Körpereinsatz: Robert Stelzig war zweimal erfolgreich, doch sein OHC verlor deutlich.

Quelle: Robert Roeske

Oranienburger HC - Dessau-Roßlauer HV 22:28 (10:16). So schnell waren die Oranienburger Spieler nach dem Abpfiff noch nie in der eigenen Kabine verschwunden. Trainer Christian Pahl hatte sie schleunigst zu sich beordert, um ihnen den Kopf zu waschen. „Es gab auch allen Grund dazu“, so der Coach, der stinksauer ob des Auftritts seiner Mannschaft war. „Wir können verlieren, aber nicht so! Wir haben nicht alles reingehauen, was nötig gewesen wäre, um richtig gegenzuhalten.“ So reichte es ohne den verletzungsbedingt fehlenden Abwehrstrategen Janis Bohle gegen den Spitzenreiter der 3. Liga Nord nicht annähernd, um ihn in Gefahr zu bringen. Der OHC wollte die Anhaltiner zumindest ärgern – davon konnte keine Rede sein. 22:28 – das war die höchste Heimniederlage in dieser Saison.

Es dauerte keine zehn Minuten, ehe die Dessauer ihren gefürchteten Turbo zum Laufen gebracht hatten und vom 2:2 auf 5:2 davonzogen; darunter resultierten bereits drei Tore aus Tempogegenstößen; diese Waffe ist ein Graus für jeden Gegner. Es ging in der Art weiter. Fünf Tore am Stück (vom 6:4 zum 11:4) weckten Erinnerungen an das Hinspiel, in dem es einen ähnlichen Spielverlauf gab. Es hatte phasenweise den Anschein, dass die OHC-Spieler in manchen Situationen vor Ehrfurcht erstarrten und die Gäste gewähren ließen; das traf übrigens auch auf das Schiedsrichtergespann zu. 16:10 sprach Bände.

„Das, was wir uns vorgenommen hatten, klappte nicht. Wir wollten diese Tempogegenstöße verhindern. Am Ende fielen 50 Prozent aller Gegentore aus Gegenstößen“, bedauerte Torwart Ivan Szabo. Er hatte vor der Partie gesagt, dass das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torwart mitentscheidend sei, um erfolgreich zu sein. „Auch in dem Punkt haben wir kollektiv versagt. Für mich persönlich ist es zudem ärgerlich, wenn ich 30 Minuten keine Hand an den Ball bekomme“, so der glücklose Keeper. Die Gäste zogen zwischenzeitlich auf 15:8 davon. In der Phase vor und nach der Pause entflammte beim OHC das Feuer, das man von der Mannschaft aus vielen Heimspielen kennt. Bälle wurden in der Abwehr erkämpft und im Angriff verwertet. Mit einem 5:1-Lauf malochte sich der Gastgeber halbwegs wieder heran.

Aber dieses Aufbäumen war nur ein Strohfeuer. Der Gast war jederzeit Herr der Lage und schlug eiskalt zurück. Grundlage dafür war – wie bereits in der ersten Halbzeit – eine bärenstarke Abwehrleistung mit einem stellungssicheren Keeper Phil Döhler dahinter, der im gesamten Spiel serienweise Bälle entschärfte und sogar zwei Tore erzielte, indem er in Überzahlsituationen das verwaiste Oranienburger Gehäuse traf. Begünstigt wurde dies durch falsche Entscheidungen der OHC-Spieler im Angriff, durch zu frühe Würfe, durch Ballverluste – und durch den letzten Biss, den Dessauern bis zur Schlusssirene die Stirn bieten zu wollen. Die etwa 100 mitgereisten Fans lieferten sich mit den einheimischen Zuschauern ein stimmungsvolles Duell und hatten allen Grund zur Freude. Auf weniger als fünf Tore ließ der Gast den Vorsprung nicht schrumpfen. In der Endphase gingen die Köpfe der Oranienburger Spieler augenscheinlich nach unten, sodass ein Debakel drohte. Christian Pahl. „Da haben uns die Dessauer zerlegt. Das geht so nicht!“

Von Stefan Blumberg

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