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Pahl: „Wir waren massiv dominant“

3. Handball-Liga Pahl: „Wir waren massiv dominant“

Gegen den TSV Altenholz feierten die Oranienburger Drittliga-Handballer auch dank ihres Torhüters einen souveränen Heimerfolg. Rein rechnerisch fehlt der Mannschaft von Trainer Christian Pahl nun nur noch ein Punkt zum sicheren Klassenerhalt.

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Nach langer Verletzungspause zurück auf der Platte: der Oranienburger Janis Bohle (links).

Quelle: Robert Roeske

Oranienburg.
Oranienburger HC - TSV Altenholz 34:26 (18:13). „Respekt!“ Beim Rausgehen aus der MBS-Arena am Sonnabendabend nötigte eine Zuschauerin mit diesem einen Wort Oranienburgs Torwart Simon Herold den größten Respekt ab. Ja, er war einer der Garanten dafür, dass die Norddeutschen aus Altenholz mit einer deftigen Packung nach Hause geschickt wurden. „Simme“ selbst lenkte die Aufmerksamkeit – wie gewohnt – lieber auf die gesamte Mannschaft. „Heute war wieder zu sehen, wozu die Mannschaft in der Lage ist, wenn sie alles abruft. Das muss unser Anspruch sein. Wir müssen zeigen, was wir können.“

Bevor die Altenholzer überhaupt trafen, hatte Simon Herold ihnen schon drei Würfe abgekauft – ein psychologisches Pfund. Im Angriff wirbelte der OHC so zielstrebig wie lange nicht. Und erfolgreich. David Sauß und Dominic Kehl strapazierten das Tornetz des Altenholzer Gehäuses immer wieder; sieben der ersten zehn Tore gingen auf ihr Konto. Insgesamt trafen sie zusammen 16-mal. „Wir haben es nicht geschafft, die beiden in den Griff zu kriegen. Wir wussten, wie stark sie sind. Aber wir konnten ihre Würfe nicht unterbinden“, beklagte Dominik Plaue, der reaktionsschnelle Keeper des TSV.

Das bewegliche Angriffsspiel der Oranienburger war insbesondere in der ersten Hälfte erfolgreich. Doch trotz der teilweise sensationellen Paraden von Simon Herold – allein in den ersten 30 Minuten wehrte er 13 Bälle ab, darunter einen Siebenmeter – blieben die Gäste ohne großen Aufwand dran (3:1, 5:5, 7:5, 8:7). Erst in der Endphase der ersten Hälfte zahlte sich die Überlegenheit auf dem Spielfeld auch in Toren aus. Unter dem Jubel der 778 Zuschauer zog der OHC durch den Unterzahltreffer von Janis Bohle – er feierte nach seiner mehrwöchigen Verletzungspause ein tadelfreies Comeback – erst auf 15:12 und dann auf 17:12 und 18:13 zur Pause davon. Das 19:13 und 20:14 kurz nach dem Wechsel bedeuteten längst kein Ruhekissen. Die vergebenen Großchancen und Ballverluste nahm der TSV dankend an und verkürzte binnen weniger Minuten auf 21:19 (37.). „Da spielten wir nicht geduldig genug“, bemängelte OHC-Trainer Christian Pahl. Aber sein Team kam wieder in die Spur (24:19). Zweimal traf in dieser Phase Kehl. „Ich greife mir auch an die eigene Nase“, gestand Dominik Plaue. „Vier, fünf Bälle von ihm hätte ich wohl halten müssen.“ Zudem lobte er die Leistung von Herold. Der Oranienburger Torwart wiederum erklärte seinen guten Tag so: „Ich kenne viele Spieler von Altenholz schon seit Jahren und demzufolge auch ihre Wurfbilder. Die gute Videovorbereitung von unserem Trainer half mir auch wieder einmal.“ Der Vorsprung wuchs (28:22, 32:24). Trotz drei verworfener Siebenmeter und zirka zehn nicht genutzter „Hundertprozentiger“ geriet der Sieg nie in Gefahr.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Auftritt, auch wenn wir noch viele Chancen liegengelassen haben. Wir haben das Spiel über weite Strecken massiv dominiert. Es gab keine Ausfälle. Ich konnte wechseln, ohne dass es einen Leistungsabfall gab“, lautete das Fazit von Christian Pahl. Von einem Bigpoint im Kampf um den Klassenerhalt will er gar nicht sprechen. Er guckt lieber auf die Gesamtbilanz: „Und da würden wir gern in den 30-Punkte-Bereich kommen.“ Jetzt hat der OHC 25.

Trotzdem muss ein Blick auf die aktuelle Tabelle gestattet sein. Der besagt, dass der OHC aus den verbleibenden vier Partien noch einen Punkt holen muss, um die Liga ganz sicher zu halten.

Von Stefan Blumberg

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