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Rambows Pechsträhne hält an

Motorsport Rambows Pechsträhne hält an

Für den Zehdenicker Alexander Rambow läuft es in dieser Motorsportsaison noch nicht rund. Im Deutschen Tourenwagen-Cup liegt er in der Gesamtwertung auf dem fünften Platz. Bei den Saisonläufen elf und zwölf sah er auf dem Nürburgring nicht einmal die Ziellinie.

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Alexander Rambow an seinem Arbeitsplatz, im Cockpit seines Rennboliden.

Quelle: privat

Zehdenick/Nürburg. Der Knoten will für den Zehdenicker Tourenwagen-Piloten Alexander Rambow einfach nicht platzen. Nach einem technischen Ausfall auf dem österreichischen Red-Bull-Ring vor zwei Wochen kam es nun noch dicker für den 27-Jährigen. Am Wochenende sah er in keinem der beiden Rennen um den Deutschen Tourenwagen-Cup auf dem Nürburgring in Rheinland-Pfalz die Ziellinie.

Schon am Freitag, beim freien Training, deuteten sich Antriebsprobleme an Rambows Kia an. Bemerkenswert, dass er hinter dem Schweizer Milenko Vukovic und dem Meisterschaftsführenden Heiko Hammel trotzdem noch auf Platz drei fuhr. Dieser sicherte sich am Samstagvormittag auch die Pole Position, als er sich in der letzten Sekunde des Qualifyings noch vor Vukovic und Rambow setzte. Letzterer erwischte einen guten Rennstart. Der Zehdenicker machte über viele Runden Druck auf die vor ihm liegenden Piloten. Der Dreikampf begeisterte die Zuschauer. Schnell hatte sich das Trio einen Zehn-Sekunden-Vorsprung auf den Rest des Feldes herausgefahren. In seinem Audi setzte sich Vukovic in Runde vier an die Spitze. Es blieb zunächst aber spannend. Keine Sekunde trennte die drei Top-Fahrer. Während sich der Führende dann zunehmend absetzte, gelang es Alexander Rambow in der siebten Runde, sich nach rundenlangem Zweikampf an Hammel vorbeizuschieben. Doch sieben Minuten vor dem Rennende streikte sein Kia zum wiederholten Mal. Mit kreischendem Motor rollte er über die Start- und Ziellinie. „Öl- und Wassertemperatur waren zu hoch. Am Motor ist was kaputt“, lautete der erste Kommentar des enttäuschten Havelstädters. Hammel zog vorbei und Rambow in die Box. Dort war der elfte Meisterschaftslauf für ihn vorzeitig beendet.

„Bis Sonntagmorgen zum zweiten Zeittraining hatten die Mechaniker alle Hände voll zu tun, um den Kia wieder fit zu bekommen“, berichtet der Rennfahrer. Und wieder fuhr er auf einen guten dritten Platz (1:39,987 Minuten) und verbesserte seine Zeit auf dem rund 3,6 Kilometer langen Rundkurs um vier Zehntelsekunden.

Der stehende Start ins zweite Rennen des Wochenendes verhieß nichts Gutes. Schon oft in dieser Saison war Rambow da gar nicht erst losgefahren. „Darum ging ich etwas vorsichtiger ins Rennen und verlor den Anschluss an die Spitze“, so der Kia-Pilot. Er kämpfte mit dem Bulgaren Pavel Lefterow und dem Mini von Reinhard Nehls um eine bessere Platzierung. Dabei erwischte Rambow Lefterow leicht am Heck und dieser drehte sich raus. „Die Rennkommissare sahen das als Vergehen an und bestraften es mit einer Durchfahrtsstrafe“, berichtet der Zehdenicker. Er war mittlerweile auf Rang drei vorgefahren, die Strafe hatte er nicht bemerkt. Drei Runden später war auch dieses Rennen für ihn beendet. Die Verantwortlichen zogen ihn wegen Missachtung der Strafe aus dem Verkehr, während Vukovic überlegen zum Doppelsieg fuhr.

Fünf Wochen haben Alexander Rambow und sein Team nun Zeit, um die Enttäuschungen vom Nürburgring zu verdauen und weiter am Rennboliden zu arbeiten. Dann steht in Zolder die vorletzte Station der Saison im Rennkalender. Als Fünfter der Gesamtwertung (40 Punkte) reist Rambow in die Niederlande.

Von Fred Dohnke

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